Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
20.11.2015; Hamburg; Fussball Bundesliga - Hamburger SV - Borussia Dortmund; 3:0 Eigentor v.l. Torschuetze Mats Hummels (Dortmund), Ilkay Guendogan, Nicolai Mueller, Henrikh Mkhitaryan, Torhueter Roman Buerki, Gideon Jung, Julian Weigl, Gonzalo Castro (Tay Duc Lam/Witters/freshfocus)

Goalie Bürki ist noch da, die anderen drei Dortmunder sind weg: Hummels, Gündogan, Mchitarjan (von links). Bild: Tay Duc Lam/freshfocus

Nicht ganz freiwillig, aber spektakulär: Wie Borussia Dortmund sein Team verändert hat

Nach dem Exodus der Stars rüstet der BVB auf. Der erste Herausforderer von Serienmeister Bayern München investiert das durch Transfers eingenommene Geld in acht hochkarätige, talentierte Neuverpflichtungen.



Bloss drei Spieler haben Borussia Dortmund nach der vergangenen Saison verlassen. Aber was für welche! Abwehrchef Mats Hummels, Weltmeister. Und die Schaltzentrale im Mittelfeld: Henrich Mchitarjan und Ilkay Gündogan. 107 Millionen Euro spülten diese Transfers in die Kasse des Vizemeisters. Geld, das Dortmund gleich wieder ausgab – für viel Jugend.

Der 18-jährige Türke Emre Mor gilt als eines der grössten Talente Europas, spielte im Sommer an der EM. Gar Europameister wurde als Stammspieler Raphael Guerreiro, der 22-jährige Portugiese. Ousmane Dembélé, ein 19-jähriger Franzose, schoss letzte Saison für Rennes 12 Tore in 26 Ligue-1-Spielen. Dortmund sicherte sich auch die Dienste des 20-jährigen Mikel Merino, U19-Europameister mit Spanien und von vielen Topklubs begehrt.

16.07.2016; Muenchen; Fussball Bundesliga Testspiel - TSV 1860 Muenchen - Borussia Dortmund;
Mikel Merino (Dortmund) 
(Sebastian Widmann/Witters/freshfocus)

Was hat er drauf? Merino spielte bislang erst in Spaniens zweiter Liga. Bild: Sebastian Widmann/freshfocus

05.07.2016; Dortmund; Fussball Bundesliga - Trainingsauftakt Borussia Dortmund; Ousmane Dembele (Dortmund)
(Deutzmann/Expa/freshfocus)

Keine Konkurrenz für Goalie Bürki: Dembélé ist ein Offensivspieler.
Bild: Deutzmann/Expa/freshfocus

Götze und Schürrle: An zwei Tagen zwei Weltmeister geholt

Aber der BVB holte nicht nur ganz junge Spieler. Vom FC Barcelona wechselte Innenverteidiger Marc Bartra (25 Jahre) in die Bundesliga, von den Bayern holte Dortmund den Mittelfeldspieler Sebastian Rode (25). Und gestern und heute setzte Sportdirektor Michael Zorc noch zwei drauf: Er lotste Mario Götze (24) aus München zurück nach Hause und er holte mit André Schürrle (25) einen weiteren Weltmeister aus Wolfsburg. «Seine Qualität wird für unser Team sehr wertvoll sein», hofft Zorc.

«Herausragendes Offensivpotenzial, sehr passsicher und auch in der Defensivarbeit wertvoll.»

Sportdirektor Zorc über Schürrle

Rund 30 Millionen blätterte Dortmund für Schürrle angeblich hin. So viel Geld gab der Klub noch nie für einen Spieler aus. Was die Borussia einnahm, gab sie alles gleich wieder aus. Der Neue freut sich, künftig in einer heissblütigen Fussballstadt zu spielen: «Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft der BVB durch das Zusammenspiel mit seinen Fans entwickeln kann», sagt Schürrle. Er freue sich schon jetzt, «das alles zum ersten Mal nicht als staunender Gegner, sondern als Teil des Ganzen erleben zu dürfen.»

Diese Spieler wechselten im Sommer 2016 nach Dortmund

Schwierige Aufgabe bravourös gemeistertet

Die grosse Frage ist, ob das runderneuerte Borussia Dortmund in der neuen Saison die Chance hat, die Bayern vom Thron zu stossen. Der Rekordmeister wurde zuletzt vier Mal in Folge Deutscher Meister. Allerdings hat Bayern München mit Carlo Ancelotti einen neuen Trainer. Wie kommt die Mannschaft mit dieser Umstellung zurecht?

Dortmund-Anhänger hoffen bestimmt darauf, dass dies beim grossen Rivalen ein wenig länger dauern könnte. Sie müssen sich indes bewusst sein: Bei der Borussia stellt sich nach dem Kaderumbruch genau die gleiche Frage.

Kann Dortmund in dieser Saison die Bayern bedrängen?

Der BVB stand vor der schwierigen Aufgabe, die drei Führungsspieler Hummels, Mchitarjan und Gündogan zu ersetzen. Von aussen betrachtet scheint es, dass diese Aufgabe mit Bravour bewältigt wurde. In Dortmund hoffen sie natürlich, dass sich Geschichte wiederholt: Im Sommer 2014 flankte Schürrle auf Götze, der ein nicht ganz unwichtiges Tor schoss. Jenes im WM-Final, das Deutschland den Titel brachte.

Germany's Mario Goetze (L) and Andre Schuerrle pose with the World Cup trophy during celebrations to mark the team's 2014 Brazil World Cup victory, at a 'fan mile' public viewing zone in Berlin July 15, 2014.  Germany's victorious soccer team led by coach Joachim Loew returned home on Tuesday after winning the 2014 Brazil World Cup. A triumphant Germany team landed in Berlin on Tuesday to a hero's welcome, greeted by hundreds of thousands of jubilant Germans waving flags and wearing the national colours, revelling in the nation's fourth World Cup victory on Sunday in Brazil.          Alex Grimm/Pool (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP)

Götze und Schürrle posieren mit dem WM-Pokal – und im nächsten Mai mit der Meisterschale?
Bild: ALEX GRIMM/REUTERS

10.12.1995: Ciri Sforza sieht im TV, wie er ohne sein Wissen transferiert wird und wie seine Mitspieler bitterböse über ihn schimpfen

Link zum Artikel

16.05.1992: Eintracht Frankfurt verspielt den Meistertitel im letzten Moment, doch «Stepi» bleibt cool: «Lebbe geht weider»

Link zum Artikel

03.01.2006: Der Bergdoktor ist da – Hanspeter Latour soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg retten

Link zum Artikel

19.5.2001: Vier Minuten feiert Schalke den Titel, dann trifft Andersson in Hamburg mitten ins königsblaue Herz

Link zum Artikel

18.09.1999: Kuffour knockt Kahn aus und als Ersatzkeeper Dreher sich das Knie verdreht, werden «Tanne» Tarnat und der Kahn-Killer zu den grossen Matchwinnern

Link zum Artikel

06.04.2002: Bundesliga-Goalie Piplica fällt der Ball von einem Kirchturm auf den Kopf und von dort fliegt er ins Tor

Link zum Artikel

09.05.1998: Die grösste Bundesliga-Sensation ist perfekt: Aufsteiger Kaiserslautern darf die Meisterschale in die Höhe stemmen

Link zum Artikel

29.03.1970: «Decken, decken, nicht Tischdecken, Mann decken» – so kommentiert der Moderator des «Aktuellen Sportstudio» einen Beitrag über Frauenfussball 

Link zum Artikel

23.04.1994: Helmers Phantomtor, der berühmteste Nichttreffer der Bundesliga

Link zum Artikel

Kultfigur Walter Frosch spielt mit einem Zigarettenpäckchen im Stutzen

Link zum Artikel

04.04.2009: Nie wurden die Bayern schöner gedemütigt als durch die Hacke von Grafite

Link zum Artikel

02.04.1974: Ob den Dortmundern bei der Einweihung schon bewusst ist, dass sie einmal das geilste Fussballstadion der Welt haben werden?

Link zum Artikel

19.08.1989: Klaus «Auge» Augenthalers Weitschusstreffer wird Tor des Jahrzehnts

Link zum Artikel

19.11.1994: Nach einer kuriosen Rote Karte und dem Last-Second-Ausgleich des KSC flippt Lothar Matthäus im Interview komplett aus

Link zum Artikel

20.10.2000: Christoph Daums freiwillige Haarprobe ergibt, dass er doch kein absolut reines Gewissen haben darf

Link zum Artikel

Wolfgang Wolf wird Trainer der Wölfe in Wolfsburg – hihihi!

Link zum Artikel

04.05.2002: Der Beweis dafür, dass Leverkusen keinen Titel holen kann – und es kam noch viel schlimmer

Link zum Artikel

10.03.1998: Trap hat fertig – diese dreieinhalb Minuten Kauderwelsch bleiben für die Ewigkeit

Link zum Artikel

23.09.1994: Mario Basler kommt auf die absurde Idee, eine Ecke direkt zu verwandeln und hat damit auch noch Erfolg

Link zum Artikel

18.08.1995: St.Paulis Tier im Tor «geht einer ab», wenn er in der 1. Liga Bälle halten kann

Link zum Artikel

03.04.1999: Titan Kahn tickt komplett aus – erst knabbert er Herrlich an, dann fliegt er in Kung-Fu-Manier auf Chapuisat zu

Link zum Artikel

13.04.1995: Andy Möller kreiert mit der Schutzschwalbe eine neue Tierart

Link zum Artikel

31.08.1993: Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei KSC-Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz in 11 Sekunden für die Ewigkeit

Link zum Artikel

17.04.2004: Goalie Butt jubelt nach seinem verwandelten Penalty noch, als es in seinem Kasten klingelt

Link zum Artikel

20.05.2000: «Ihr werdet nie deutscher Meister» – Ballacks Eigentor in Unterhaching macht Bayer endgültig zu «Vizekusen»

Link zum Artikel

08.11.1975: Weil er betrunken ist und sich so gut fühlt, pfeift Schiedsrichter Ahlenfelder schon nach 32 Minuten zur Halbzeit 

Link zum Artikel

07.05.1991: «Mach et, Otze!» Kölns Ordenewitz will sich in den Pokalfinal tricksen – aber der DFB findet den Ordene-Witz nicht komisch

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Clank 22.07.2016 17:48
    Highlight Highlight Hört auf die Bundesliga als spannender zu verkaufen als sie ist.
    Den Artikel lies ich quasi jeden Sommer. Nach spätestens 10 Spieltage ist die Liga trotzdem schon entschieden.
    Dass Bayern nicht Meister wird, ist genauso unwahrscheinlich, wie dass Juve, PSG oder Basel nicht Meister werden. Klar haben sich Verfolger wie Dortmund verstärkt, aber relativ zur Verstärkung der Titelfavoriten wie Bayern mit Hummels und Sanchez ist es immer noch zu wenig.
    • Berggurke 22.07.2016 18:19
      Highlight Highlight Mmmmh, irgendwie habe ich das Gefühl, du hast letzte Saison die Bundesliga nicht sehr genau verfolgt, denn zwischenzeitlich war es doch ein sehr spannender Kampf um den Meistertitel zwischen dem BVB und Bayern München...
      Auch wenn es zum Schluss nicht gereicht hat, spielten die Dortmunder eine sehr starke Saison. Wenn sie das nochmals Wiederholen können, wird es sehr eng für die Bayern.
    • Clank 22.07.2016 18:53
      Highlight Highlight In der Deutschschweiz wird man regelrecht gezwungen die BuLi zu verfolgen. Kann mich genau daran erinnern als im Kampf um den Meistertitel sowas wie Spannung herrschen sollte: Anfangs Saison als dann jedoch Bayern Dortmund 5:1 auseinandernahm und in der zweiten Saisonhälfte als Bayern ein paar Mal (wegen CL?) Punkte liegen lass und Dortmund anstatt davon zu profitieren lieber mit B-Elf in der BuLi antrat, damit sie mindestens in der EL eine Chance haben, was schliesslich nichts genutzt hat.
      Hört auf zu träumen. Bayern dominiert die BuLi souverän. Letzte Saison haben sie gerade 1 Mal verloren.
    • Darkside 22.07.2016 20:26
      Highlight Highlight Die Chance dass der BVB die Bayern herausfordert ist ungleich grösser als dass in der heimischen Gurkenliga jemand den Chemieclub in Bedrängnis bringt. Also ja, die BuLi ist viel spannender.
    Weitere Antworten anzeigen
  • länzu 22.07.2016 15:46
    Highlight Highlight Da hat der Sportchef einen guten Job gemacht. Ich muss ehrlich sagen, dass mich als BVB-Fan die Abgänge von Henrich Mchitarjan und Ilkay Gündogan nicht sehr schmerzen. Ersterer hat jahrelang nach seiner Form gesucht und zweiter war mehr verletzt als gesund. Einzig der Abgang von Hummels tut weh. Mal schauen, was Tuchel aus diesen Jungs rausholt. Talent ist auf alle Fälle viel vorhanden.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 22.07.2016 16:35
      Highlight Highlight Sportchef hat bei der verpflichtung von schürrle versagt! Absoluter deppentransfer... auf der aussenbahn hat man mit den jungen passlack, pulisic, den neuzuzügen mor, dembele und den "alten" reus, kuba genügen spieler. dafür noch 30 mio auszugeben, ist unverantwortlich!
    • Raembe 22.07.2016 16:45
      Highlight Highlight Kuba wurde nicht umsonst von Tuchel ausgeliehen. Er kann mit Ihm wohl nix anfangen.
    • Hans der Dampfer 22.07.2016 17:01
      Highlight Highlight Der Schürle dürfte auch in einem Tief sein. Da hat Wolfsburg ein ganz gutes Geschäft gemacht. 30 Mio für den ist schon krass. Klar, kann der sich Weltmeister nennen aber grossen Anteil hatte er an dem Erfolg nicht. Genauso wie Podolski der war einfach beim Feiern immer zuvorderst.
    Weitere Antworten anzeigen

Hühnerhaut garantiert: Hoarau verabschiedet sich mit Büne-Huber-Duett von den YB-Fans

Nach sechs Jahren in gelb und schwarz ist die Zeit des Abschieds gekommen. Guillaume Hoarau hat die Berner Young Boys nach drei Meistertiteln in Folge verlassen. Just an dem Tag, an dem seine Unterschrift beim FC Sion bekannt wird, verabschiedet er sich in den sozialen Medien von den YB-Fans.

Mit Patent-Ochsner-Frontmann Büne Huber hat der Stürmer ein Duett aufgenommen. «Gäub und Schwarz» heisst die angepasste Version von «Scharlachrot» und richtet sich direkt an die Fans des Schweizer …

Artikel lesen
Link zum Artikel