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epa06817100 Philippe Coutinho (R) of Brazil and Denis Zakaria of Switzerland react after the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Brazil and Switzerland in Rostov-On-Don, Russia, 17 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/SHAWN THEW   EDITORIAL USE ONLY

Beim 1:1 gegen Brasilien kam Zakaria in der 71. Minute für Behrami aufs Feld. Bild: EPA

Z wie Zakaria – Z wie Zukunft

Der «nächste Valon Behrami» ist in der Warteschleife. Der 21-jährige Denis Zakaria rückt der Schweizer WM-Startformation aber näher. Er gilt bei Experten als Lösung für die Zukunft.

Sven Schoch, nischni nowgorod/sda



Die Schlagzeilen beanspruchten bisher andere Schweizer. Im Startspiel überragte Valon Behrami selbst Brasiliens Superstar Neymar jr. Nach der Wende gegen Serbien (2:1) kreiste zuerst der Doppeladler und später die FIFA-Justiz über dem Schweizer WM-Camp. Denis Zakaria ist zwar Teil der SFV-Karawane, aber in den Mittelpunkt drängte der Romand (noch) nicht.

Nun könnte allerdings Bewegung in seine Turnier-Agenda kommen. Nach einer EM ohne Einsatzminute bahnt sich auf der global prestigeträchtigsten Fussball-Plattform ein zweiter Auftritt an. Sollte Coach Vladimir Petkovic dem mit einer Verwarnung vorbelasteten und physisch gezeichneten Schwerarbeiter Valon Behrami eine Auszeit gewähren, würde der 21-jährige Zakaria nachrücken.

«Wenn das Team mich braucht, bin ich bereit», meldete Zakaria schon mehrfach. Sein Selbstvertrauen korrespondiert mit der Körperlänge von 191 Zentimetern. Als Lehrling wie bei der EM in Frankreich im Sommer vor zwei Jahren sieht er sich nicht mehr, der kräftige Mittelfeldspieler ist mit höheren Ambitionen nach Russland gereist. Er verspüre «die Lust, der Mannschaft helfen zu können».

«Bundesliga machte mich im Kopf reifer»

Ansprüche stellt der «Mann der Zukunft» (Granit Xhaka) selbstredend keine. Ihm ist die interne Rangordnung bekannt. Aber als Alternative für das derzeit gesetzte Duo Xhaka/Behrami hat sich der aufstrebende Profi von Borussia Mönchengladbach empfohlen. Hinter ihm liegt eine solide erste Bundesliga-Saison – ein Jahr mit ein paar netten Komplimenten deutscher Altstars.

Ex-Weltmeister Lothar Matthäus freute sich über eine «neue Borussen-Perle», Manager Max Eberl rieb sich mehrfach die Hände. Die rund 13 Millionen Franken Ablösesumme an YB sind gut investiertes Geld. Die angenehmen Feedbacks tun dem jungen Schweizer gut, sie sind für das Kraftwerk vom Niederrhein Bestätigung und Ansporn zugleich.

Switzerland's soccer players Johan Djourou, goalkeeper Yvon Landry Mvogo, Gelson Fernandes, and Denis Zakaria, from left to right, react before during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Gut drauf: Djourou, Mvogo, Fernandes und Zakaria (von links). Bild: KEYSTONE

«Ich kann mehr. Die Bundesliga machte mich im Kopf reifer. Man muss mental stark sein, um in dieser schwierigen Meisterschaft bestehen zu können», sagt der forsche Vertreter der nächsten Nationalmannschafts-Generation im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Phasenweise seien die Monate vor der WM kompliziert gewesen. «Die vielen Niederlagen im Klub haben wehgetan. Dass wir den internationalen Wettbewerb erneut verpasst haben, bedauere ich enorm.»

Bei der letzten WM noch als Fan beim Public-Viewing

Vom Bannstrahl der Fan-Beschwerden blieb der Liga-Debütant indes weitgehend verschont. Coach Dieter Hecking setzte ohne Einschränkung auf den jungen Antreiber – in 32 seiner 33 Spiele gehörte der Box-to-Box-Spezialist zur Startformation der finanziell sehr gut dotierten Nordrhein-Westfalen. Die Anhänger wählten ihn trotz einiger Schwankungen im Frühling zum zweitbesten Akteur der Saison.

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Nun will Zakaria auf noch höherem Level angreifen; auf einer Position, die in der Regel von Protagonisten besetzt wird, die im Schnitt deutlich älter sind. «Vielleicht hilft mir die Jugend, das Wilde, das Ungestüme.» Zudem habe er im Land des Weltmeisters gelernt, den Ball «zu beherrschen, zu kontrollieren und abzuschirmen». Ein bisschen wie Toni Kroos, der Chef im Zentrum der Deutschen und beim Rekord-Champions-League-Sieger. Oder doch eher wie Paul Pogba von den Franzosen, die er seit seiner Teenagerzeit intensiv am TV verfolgt. «Ich mag ihre Kapazität und Risikobereitschaft, gute Pässe zu schlagen und tief in die Angriffszone vorzudringen.»

epa05413693 Paul Pogba (C) of France in action against German players Toni Kroos (L) and Thomas Mueller (R) during the UEFA EURO 2016 semi final match between Germany and France at Stade Velodrome in Marseille, France, 07 July 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/MOHAMED MESSARA   EDITORIAL USE ONLY

Wird Zakaria ein Weltstar wie sie? Toni Kroos bedrängt Paul Pogba. Bild: EPA

2014 verbrachte er die heissen WM-Sommertage zusammen mit ein paar Copains in der Fanzone in Genf. Der damalige U17-Junior von Servette hätte sich seinen eigenen Weg an die Endrunde nicht schöner ausmalen können: «Es waren schöne, unbeschwerte Momente als Fan – bis zum bitteren Out gegen Argentinien, das uns alle so richtig frustrierte.»

Von einer eigenen Zukunft als Nationalspieler wagte der Genfer nicht einmal zu träumen. «Das war damals überhaupt kein Thema – ich war als kleiner Servette-Junior weit weg vom europäischen Profi-Geschäft.» Und zuerst mal ein mittelprächtiger Stürmer und später ein etwas besserer Verteidiger – bis die Verantwortlichen alles richtig machten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ChlyklassSFI 27.06.2018 09:14
    Highlight Highlight Zakaria hat riesengrosse Möglichkeiten. Wir können uns auf ihn freuen.
  • Eifach öpis 27.06.2018 07:38
    Highlight Highlight Behrami wird wohl nach der WM seinen Rücktritt aus der Nati bekanntgegeben und deswegen wird Zakaria schon sehr bald eine tragende Rollte im Team übernehmen können. Freuler ist mit seinem Fussball wohl eher ein Xhaka Back-up, obwohl auch er sich eine grössere Rolle verdient hätte.
    • Itchy 27.06.2018 09:52
      Highlight Highlight Das denke ich auch. Wobei er glaube ich auch auf der Position, die bisher Dzemaili inne hatte, eingesetzt werden könnte. Ich meine, dass er bei Atalanta etwas offensiver spielt als die Xhaka-Position und das durchaus erfolgreich.
    • Eifach öpis 27.06.2018 10:40
      Highlight Highlight Das stimmt. Obwohl ich ihn eher auf der 8er als auf der 10er sehe. Zudem wird es in Zukunft wohl unumgänglich auf Embolo als Stammkraft zu zählen und seine Position sehr ich eher auf dem Flügel als im Sturmzentrum. Was wohl zur Folge hat, dass Shaqiri im Zentrum auf der Dzemaili Position spielen wird.
      So oder so, für Freuler reichts wohl momentan nur zur Jokerrolle. Leider...
  • N. Y. P. D. 27.06.2018 07:08
    Highlight Highlight Ist das nicht ein tolles Bild, das watson im Artikel platziert hat ?

    Es zeigt die tolle Stimmung in der Mannschaft.
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