Sport
Fussball

FCZ und GC gewinnen beide knapp mit 2:1

FC Zuerichs Aiyegun Tosin, rechts jubelt mit Antonio Marchesano nach seinem zweiten Treffer im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Luzern am Samstag, 18. M ...
Tosin führt den FCZ zum Sieg gegen den FC Luzern.Bild: keystone

Zürcher Heimsieg dank dem doppelten Tosin – Schettine bringt GC weitere Punkte

Dank Topskorer Aiyegun Tosin gewinnt der FC Zürich daheim gegen den FC Luzern mit 2:1 und hat damit die beste Punkteausbeute der Liga im 2023 nach dem souveränen Leader YB. Die Grasshoppers um Stürmer Guilherme Schettine gewinnen zum ersten Mal in dieser Saison zwei Super-League-Spiel in Folge. Dank dem 2:1 in Sitten haben sie nach der 25. Runde acht Punkte Reserve auf den letzten Platz.
18.03.2023, 20:0718.03.2023, 22:38
Mehr «Sport»

Zürich – Luzern 2:1

In der 76. Minute war es erstmals soweit: Der junge Pascal Loretz im Tor des FC Luzern, der den verletzten Marius Müller seit Wochen so überzeugend vertritt, kassierte seinen ersten Treffer in der Super League aus dem Spiel heraus. Abwehrmöglichkeiten hatte der 19-Jährige bei der entscheidenden Szene des Spiels keine. Fidan Aliti passte hinter die Abwehrreihe perfekt zum nunmehr zehnfachen Saisontorschützen Tosin, der nur noch einschieben musste.

In seinen ersten 616 Minuten in der Super League hatte sich Loretz nur vom Penaltypunkt geschlagen geben müssen. Dass er sechs Elfmeter in sieben Spielen kassierte, ist fast gleich bemerkenswert wie seine lange Ungeschlagenheit aus dem Spiel heraus. Den sechsten verschuldete Linksverteidiger Martin Frydek mit einem Handspiel, das für einmal keine Diskussionen auslöste. Tosin verwerte in der 32. Minute sicher zum 1:1.

FC Zuerichs Aiyegun Tosin, jubelt nach seinem zweiten Treffer im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Luzern am Samstag, 18. Maerz 2023 im Letzigrund Stadio ...
Mit zwei Treffern war er der Mann des Abends: Aiyegun Tosin.Bild: keystone

Die Luzerner Niederlage war nicht zwingend. Max Meyer, der nach 20 Minuten mit einem Foulpenalty das 1:0 erzielt hatte, kam den zweiten Luzerner Treffer kurz nach der Pause sehr nahe. Yanick Brecher parierte unter den Augen des letztjährigen Meistertrainer André Breitenreiter den Abschluss des Deutschen brillant.

Zürich – Luzern 2:1 (1:1)
15'330 Zuschauer. SR Schnyder.
Tore: 21. Meyer (Penalty) 0:1. 32. Tosin (Handspenalty) 1:1. 76. Tosin (Aliti) 2:1.
Zürich: Brecher; Omeragic, Katic, Kamberi; Conde; Boranijasevic, Dzemaili (82. Hornschuh), Mathew (67. Krasniqi), Aliti; Tosin (92. Rohner), Marchesano.
Luzern: Loretz; Ottiger (73. Chader), Simani, Beka, Frydek; Jashari; Dorn, Meyer, Beloko; Sorgic (84. Diambou), Schürpf (84. Kimpioka).
Bemerkungen: Zürich ohne Guerrero und Hodza (beide verletzt). Luzern ohne Dräger (gesperrt), Abubakar, Toggenburger, Burch, Kadak und Müller (alle verletzt). 6. Pfostenschuss von Marchesano.
Verwarnungen: 60. Ottiger. 67. Conde. 91. Krasniqi.

Sion – Grasshoppers 1:2

Es waren zwei Siege, die den Nerven der Grasshoppers gut tun. Eine Woche nach dem 2:1 daheim gegen Winterthur gelang im Wallis der zweite Big Point. Im richtigen Moment zeigten sich die Zürcher abgebrüht und effizient. Das grösste Lob von Trainer Giorgio Contini verdiente sich Guilherme Schettine. Der 27-jährige Brasilianer stand mit einer akrobatischen Einlage, die von der Latte zurücksprang, am Ursprung des 1:0 (37.) und erzielte das 2:1 in der 71. Minute selber.

Der in der Nähe der brasilianischen Hauptstadt Brasilia geborene Schettine sorgte immer wieder für Gefahr im Sittener Strafraum. Umso erstaunlicher war, dass Sions Abwehr den Stürmer vor dem 2:1 aus den Augen verlor. Mit zwei raschen Pässen fanden die Hoppers den Torschützen völlig freistehenden im Fünfmeterraum. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche erzielte er den Siegtreffer. Anfang Monat hatte Schettine zudem schon beim 1:1 gegen St. Gallen getroffen.

Nicht alle Leihgeschäfte, die GC in den letzten Monaten tätigte, waren ein Erfolg. Aber jenes mit Schettine zahlt sich nun im richtigen Moment aus. Der von Braga bis in den nächsten Sommer übernommene Goalgetter kennt sich mit kurzfristigen Engagements aus. Seit Jahren wird er von Klub zu Klub verschoben. Ein Verbleib in Zürich über den Sommer hinaus wäre zumindest möglich. GC besitzt eine Kaufoption.

Le milieu zurichois Meritan Shabani, droite, celebre son but lors de la rencontre du championnat de football de Super League entre le FC Sion et le Grasshopper Club Zuerich, GC, le samedi 18 mars 2023 ...
Meritan Shabani (rechts) feiert seinen ersten Treffer in der Super League.Bild: keystone

Sions Vorzeigestürmer Mario Balotelli konnte hingegen selten Akzente setzen. Das 1:1 fiel ohne Zutun des Sion-Captains: Itaitinga traf in der 37. Minute nach einer Flanke von Dennis Iapichino. Doch der zwischenzeitlich Schwung der Walliser verlor sich in der zweiten Halbzeit. Das 14. Spiel ohne Sieg in Folge und die zweite Niederlage unter dem neuen Trainer David Bettoni waren nicht zu verhindern.

Sion - Grasshoppers 1:2 (1:1)
7000 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 22. Shabani (Schettine) 0:1. 37. Itaitinga (Iapichino) 1:1. 71. Schettine (Herc) 1:2.
Sion: Lindner; Lavanchy (84. Halabaku), Schmied, Ziegler, Iapichino (79. Aguilar); Poha (79. Cavaré), Cyprien (46. Zuffi), Grgic; Itaitinga, Balotelli, Chouaref (79. Zagré).
Grasshoppers: Moreira; Seko, Loosli, Ribeiro; Bolla, Kawabe (93. Margreitter), Herc, Schmid; Shabani (68. Abrashi); Demhasaj (68. Morandi), Schettine (93. Pusic).
Bemerkungen: Sion ohne Sio (gesperrt), Moubandje und Nsakala (beide verletzt). Grasshoppers ohne Dadaschow (gesperrt), Momoh (verletzt) und Ndenge (krank). 22. Lattenschuss von Schettine. 66. Lattenschuss von Schmid.
Verwarnungen: 32. Schettine. 60. Lavanchy. 64. Ribeiro. 65. Iapichino. 73. Kawabe. 84. Ziegler. 87. Balotelli.

(mom/sda)

Die Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister
1 / 17
GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister
Grasshopper Club Zürich: 27-mal Meister, zuletzt 2003.
quelle: keystone / paolo foschini
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So emotional waren die Fussballspiele der Schweiz
Das könnte dich auch noch interessieren:
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Die Schweiz führt nach Duahs Tor – Vargas verpasst das 2:0
Zur Story