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Das erste Interview nach der Entlassung aus dem Gefängnis: Ronaldinho in Asuncion. bild: abc color

Ronaldinho nach Gefängnis: «Ich hätte nie gedacht, dass ich je so etwas durchmachen würde»



Der frühere Weltfussballer Ronaldinho steht nach wie vor in Paraguay unter Hausarrest. Nachdem er das Gefängnis verlassen durfte, befindet er sich nun in einem Hotel in der Hauptstadt Asuncion. Dort hat der 40-jährige Brasilianer dem Fernsehsender ABC Color erstmals ein Interview zum ganzen Drama um seine Person gegeben.

32 Tage lang befanden sich Ronaldinho und sein Bruder, der ehemalige Sion-Spieler Roberto Assis, in Untersuchungshaft. Gegen eine Kaution von 1,6 Millionen Dollar wurden sie entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Ronaldinho habe entspannt gewirkt, berichtet ABC Color. Seine schwierige Situation ertrage er dank der Unterstützung durch Freunde und dank seines Glaubens. «Ich bete immer dafür, dass alles gut läuft. Hoffentlich ist das bald vorbei», sagte Ronaldinho. Dann werde er als erstes seine Mutter, die wegen der Corona-Pandemie ihr Haus nicht mehr verlassen könne, besuchen und ihr einen dicken Kuss geben.

«Ein harter Schlag»

Der Weltmeister von 2002 und sein Bruder waren am 6. März bei der Einreise nach Paraguay mit gefälschten Pässen festgenommen worden. «Wir waren total überrascht zu erfahren, dass die Dokumente nicht legal waren», schildert Ronaldinho. «Seitdem war es unsere Absicht, mit der Justiz zusammenzuarbeiten, um die Sache zu klären.» Dass er ins Gefängnis gehen müsse, sei «ein harter Schlag» gewesen. «Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals eine solche Situation durchmachen würde.»

Im Gefängnis beteiligte sich Ronaldinho zur Freude der anderen Insassen, aber auch der Wärter, an Fussballspielen. «Der Fussball, die Autogramme, die Fotos – das ist ein Teil meines Lebens. Es gab keinen Grund, damit aufzuhören. Da hatte es Menschen, die wie ich schwierige Momente erlebten.» Er hege auch keinen Groll dem Land Paraguay gegenüber, beteuerte er: «Die Wärme, die Zuneigung und der Respekt aller Paraguayer waren vom ersten Tag an gross und dafür bin ich dankbar.»

Den beiden droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von mehreren Jahren. Ihnen waren im November 2018 die brasilianischen Reisepässe entzogen worden. Sie hatten Strafzahlungen in Höhe von umgerechnet 2,3 Millionen Franken nicht geleistet. Mit dieser Busse wurden die Ex-Fussballer bestraft, da sie für massive Umweltschäden verantwortlich waren bei Bauarbeiten in Porto Alegre. (ram)

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