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Olympia 2026

Paralympics 2026: Carina Edlingerova wurde vergewaltigt

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Carina Edlingerova wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2022 vergewaltigt.Bild: www.imago-images.de

«Sehr dunkle Zeiten erlebt»: Para-Star wurde zwei Wochen vor ihrem Goldlauf vergewaltigt

Carina Edlingerova jubelt und spricht gleichzeitig über ein Thema, das ihr enorm wichtig ist: Sie wurde vergewaltigt, kurz bevor sie 2022 Gold gewann.
10.03.2026, 14:5210.03.2026, 14:57

Die österreich-tschechische Para-Biathletin Carina Edlingerova hat über eine Vergewaltigung gesprochen, die sie 2022 nur zwei Wochen vor dem Gewinn ihrer Goldmedaille in Peking erleben musste. Schon gegenüber «Forbes Austria» hatte die mittlerweile 25-Jährige den Vorfall bestätigt.

In dem Artikel heisst es: «Ein prägender Moment war, als sie zwei Wochen vor ihrem Olympiasieg 2022 vergewaltigt wurde und ein schweres Trauma erlitt.» Gegenüber «Laola1» bestätigte sie nun diesen Bericht, führte aus: «Ich habe in meinen Jahren, auch im österreichischen Sport, sehr dunkle Zeiten erlebt. Ich habe sehr, sehr viel darunter gelitten.»

Gleichzeitig sei sie nach aussen die «erfolgreiche junge Lady» gewesen, die «alles mögliche gewonnen» hatte, jedoch sei in der Öffentlichkeit weniger gezeigt worden, wie es ihr als Mensch gegangen sei.

Anlaufstellen für Opfer von sexueller Gewalt
Sexuelle Übergriffe können in den unterschiedlichsten Kontexten stattfinden. Hilfe im Verdachtsfall oder bei erlebter sexueller Gewalt bieten etwa die kantonalen Opferhilfestellen oder die Frauenberatung Sexuelle Gewalt. Für Jugendliche oder in der Kindheit sexuell ausgebeutete Erwachsene gibt es in Zürich die Stelle Castagna. Betroffene Männer können sich an das Männerbüro Zürich wenden. Wenn du dich sexuell zu Kindern hingezogen fühlst oder jemanden kennst, der diese Neigung hat, kann dir diese Stelle weiterhelfen.

Zu der Zeit damals fand sie nun drastische Worte: «Ich habe zum Glück das Ganze überlebt, dankenswerterweise auch wegen meines Hundes, der hat dann wieder ganz viel Licht in mein Leben gebracht.»

Sie sei nach dem Vorfall insgesamt 14 Wochen in Therapie gewesen. «Die Goldmedaille habe ich nie wieder angeschaut», erklärte sie und ergänzte: «Ich habe psychologisch sehr viel an dem Wort China gearbeitet.»

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Die Tschechin verbrachte 14 Wochen in Therapie.Bild: www.imago-images.de

Abgesehen von der psychologischen Arbeit hat sie jedoch noch eine weitere Sache geändert. Sie tritt aktuell nicht mehr für Österreich an, sondern ist in den tschechischen Verband gewechselt. Auf die Frage, ob die damaligen Erlebnisse auch mit in den Nationenwechsel gespielt hätten, antwortete sie vielsagend: «Es ist gut so, wie es ist.» (riz/tonline)

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