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Zwei Neue in Niederhasli: Der portugiesische GC-Trainer João Carlos Pereira und Ming-Yang Yang, der zuletzt Wolverhampton gehörte.
Zwei Neue in Niederhasli: Der portugiesische GC-Trainer João Carlos Pereira und Ming-Yang Yang, der zuletzt Wolverhampton gehörte.Bild: keystone

«Nichts mit den Wolves zu tun» – und hier die Auflistung der neu verpflichteten GC-Spieler

01.09.2020, 08:09

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Abstieg in die Challenge League läuft beim tief gefallenen Rekordmeister GC zum zweiten Mal die Mission «Wiederaufstieg». In der ersten Saison nach dem Debakel wurde dieser verpasst und es blieb kein Stein auf dem anderen, als im Frühling neue Besitzer den Grasshopper Club übernahmen.

Die neuen Besitzer

Nicht alles ist transparent. Aber klar ist: Der Klub gehört jetzt Chinesen. Die mit grosser Wahrscheinlichkeit mit dem einflussreichen Spieleragenten Jorge Mendes verbandelt sind. Der Portugiese vertritt unter anderem die Interessen von Cristiano Ronaldo oder jene von Startrainer José Mourinho, zwei Landsleuten.

Besitzerin von GC ist Jenny Wang, ihrem schwerreichen Gatten Guo Guangchang gehört der Premier-League-Klub Wolverhampton Wanderers. Wang installierte als Präsident der Hoppers Sky Sun, der zuvor im Management der «Wolves» war. Woher auch der neue GC-Sportchef Bernard Schuiteman kam. Und wo der Einfluss von Berater Mendes nicht zu übersehen ist. Trainer Nuno Espirito Santo ist ebenso einer seiner Klienten in Wolverhampton wie es Goalie Rui Patricio ist oder andere Portugiesen wie João Moutinho, Diogo Jota, Pedro Neto oder Daniel Podence.

«GC hat nichts mit den Wolves zu tun.»
Bernard Schuiteman, Sportchef

Doch bei GC wehren sie sich gegen die Feststellung, nur noch ein Rädchen in einer grossen Fussballmaschine zu sein. «GC ist und bleibt ein eigenständiger Verein und hat nichts mit den Wolves zu tun», betonte Sportchef Schuiteman. Und in einem anderen Interview sagte Präsident Sun: «Die Grasshoppers haben nicht mehr oder weniger Beziehungen zu Wolverhampton als zu anderen Klubs im europäischen Fussball.» Ach ja, dann schauen wir doch, woher die bislang 10 (!) neu verplichteten GC-Spieler für die neue Saison kommen und welchen sportlichen Hintergrund sie haben ...

Die neuen Spieler

Renat Dadashov 🇦🇿
21, Sturm
Ausgeliehen von Wolverhampton Wanderers

Connor Ronan 🇮🇪
22, Mittelfeld
Ausgeliehen von Wolverhampton Wanderers

Ming-Yang Yang 🇨🇭
25, Zentrales Mittelfeld
Kommt von Wolverhampton Wanderers

Eliseu Mendja Nadjack 🇬🇼
26, Abwehr rechts
Kommt von Rio Ave (Portugal)
Berater: Jorge Mendes

André Santos 🇵🇹
31, Defensives Mittelfeld
Kommt von Belenenses (Portugal)

Nuno Pina Nunes 🇵🇹
21, Defensives Mittelfeld
Ausgeliehen von Chievo Verona (Italien)
Portugiese, der im Wallis aufgewachsen ist

Cristian Ponde 🇵🇹
25, Sturm
Zuletzt seit Januar 2020 vereinslos

Shkelqim Demhasaj 🇽🇰
24, Sturm
Kommt vom FC Luzern

Dominik Schmid 🇨🇭
22, Abwehr links
Kommt von Wil, gehörte dem FC Basel

Oscar Correia 🇨🇭
22, Mittelfeld
Kommt von Etoile Carouge

João Carlos Pereira 🇵🇹
55, Trainer
Kam mit vier portugiesischen Assistenztrainern

Der neue Trainer stellt sich vor.Video: YouTube/Grasshopper Club Zürich

Die neue Challenge-League-Saison beginnt in zweieinhalb Wochen am 18. September. Der Spielplan ist noch nicht veröffentlicht worden.

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Konrad Konterbier
01.09.2020 08:06registriert Juli 2019
Könnte natürlich daran liegen, dass es als NLB Verein nicht wirklich einfach ist neue Spieler zu bekommen. Und spielt es denn wirklich eine Rolle ob die neuen Spieler nun Portugiesen sind oder Albaner, Türken, Spanier, was auch immer? Haben die Spieler anderer schweizer Vereine mehr Bezug zu ihrem Team? Der Bezug zum Verein bleibt gleich klein.
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Mätse
01.09.2020 08:27registriert September 2015
Es ist schon merkwürdig, dass praktisch jeden Tag eine Neuverpflichtung von einem Spieler aus irgendeinem Land mit Bezug zu Hintermännern vermeldet wird.
GC wird gerade auseinandernommen und ein paar Tage vor Meisterschaftsstart komplett neu zusammengewürfelt.
Passen diese Spieler zusammen? Was hat man für eine Strategie (eigener Nachwuchs oder lokale Spieler scheint es jedenfalls nicht zu sein)? Ob das gutgeht?
Und woher hat man auf einmal so viel Geld?

Da schwelgen wir besser noch ein bisschen in der guten alten Zeit. Danke für den "unvergessen" Artikel zum Abschied auf dem Hardturm.
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Jekyll & Hyde
01.09.2020 15:27registriert Januar 2017
Ich denke diese Abwehrhaltung "Nix mit den Wanderers zu tun" kam daher, das dier ersten Vergleiche mit RedBull Salzburg/RasenBall Leipzig gezogen wurde.

Die neuen Eigentümer wollten den Klub aber nicht "umdesignen" und die Geschichte unterdrücken, sondern als eigenständiger Klub mit gutem Netzwerk zu den Wanderers / Mendes positionieren. Klappt bis jetzt.
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