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ARCHIVBILD ZUR ENTLASSUNG DES TRAINERS UND SPORTCHEFS BEI GC --- GC Trainer Thorsten Fink spricht mit Bujar Lika waehrend dem Training, aufgeommen am Mittwoch,  25, April 2018 in Niederhasli. (KEYSTONE/Ennio Leanza).

GC-Spieler im Training auf dem Campus in Niederhasli. archivBild: KEYSTONE

Interview

Der neue Sportchef bekräftigt: «GC hat nichts mit den ‹Wolves› zu tun»

Markus Brütsch / CH Media



Der Holländer Bernard Schuiteman würde seine Arbeit bei GC liebend gerne per sofort im Campus in Niederhasli aufnehmen. Wegen des Coronavirus aber sitzt der neue Sportchef der Zürcher vorerst nur auf gepackten Koffern zuhause in Österreich. Der 46-Jährige hatte nach Profijahren in Holland, Deutschland, Österreich und Zypern die UEFA-Trainerlizenz erworben und in Akademien gearbeitet. Dann wurde er Scout; zuletzt für die Wolverhampton Wanderers in der Premier League.

Wie geht es Ihnen?
Bernard Schuiteman:
Gesundheitlich ist bei meiner Lebensgefährtin und mir alles okay. Wir halten uns strikt an die Vorgaben, welche die österreichische Regierung aufgestellt hat.

Bernard Schuiteman

Bild: GCZ

Verrückt: Ihr Amtsantritt bei GC erfolgt aus dem Homeoffice.
Ich habe fast schon viereckige Augen von der Arbeit am Bildschirm. Sobald es die Coronakrise zulässt, werde ich nach Niederhasli reisen.

Was reizt Sie am neuen Job?
Ich bin schon lange in diesem Geschäft tätig. Es war immer in meinem Hinterkopf, eine solche Rolle mal anzunehmen. Ich habe bewusst lange gewartet und wollte in verschiedenen Bereichen Erfahrungen sammeln. Als Scout habe ich die Märkte kennen gelernt und ein grosses Netzwerk aufgebaut. Mir war klar, dass man als Sportchef auch eine gewisse menschliche Reife braucht.

Aber warum GC?
Ich komme schon sehr lange in den Letzigrund und war oft bei Spielen in der Schweiz. GC hat mich von Anfang an gereizt. Ich habe immer viel Potenzial gesehen und fand es schade, wie es stufenweise runtergegangen ist.

Hat Ur-Hopper Erich Vogel Sie geholt?
Nein, überhaupt nicht. Ich habe ihn vor einem Jahr mal getroffen. Es war interessant. Uns verbindet eine enorme Fussballleidenschaft.

Wenn Vogel Sie nicht geholt hat, dann wohl der neue GC-Präsident Sky Sun. Mit ihm haben Sie zuletzt bei den Wolverhampton Wanderers zusammengearbeitet.
Das Konsortium, das GC gekauft hat, ist an mich herangetreten. Ja, Sky Sun kannte mich von Wolverhampton. Wir schätzen uns und er hat gemeint, er brauche jemanden, der die Region und die Sprache kennt. Aber: GC ist und bleibt ein eigenständiger Verein und hat nichts mit den Wolves zu tun. Auch wenn es Berührungspunkte gibt.

Wer ist Sky Sun?
Ich habe ihn wie Jeff Shi, den Präsidenten von Wolverhampton, als lernwilligen, wissbegierigen, hart arbeitenden und aufgeschlossenen Menschen kennen gelernt. Was für die Fans wichtig zu wissen ist: Die Chinesen wollen gerne gemeinsam mit dem bestehenden Verein den Weg nach oben schaffen. Wenn man bei Wolverhampton ins Trainingszentrum kommt, spürt man eine englische DNA. Man wird auch in Niederhasli weiter die GC-DNA spüren.

Wie gut kennen Sie die Besitzerin Jenny Wang?
Noch gar nicht.

Was sind die geschäftlichen Absichten der neuen Besitzer?
Sie wollen den Verein auf ein hohes Niveau führen. Dann haben alle etwas davon. Die Chinesen, die Spieler, die Mitarbeiter und die Fans.

Wird GC nun mit der grossen Kelle anrichten und tolle Spieler nach Niederhasli holen?
Was die Finanzen betrifft, wird Shqiprim Berisha zuständig sein. Ich bin für den sportlichen Bereich wie die Kaderzusammenstellung verantwortlich. Aber zuerst müssen wir wissen, in welcher Liga wir in der nächsten Saison spielen. Der Aufstieg ist das Ziel.

Werden Sie mit dem einflussreichen Berater Jorge Mendes zusammenarbeiten? Er hat Wolverhampton stark und erfolgreich geprägt.
Wir werden sicher auch mal mit ihm reden. Aber wir sind offen für alle Berater, die junge, hungrige Spieler mit Potenzial zu uns bringen möchten.

Bleibt Goran Djuricin Trainer?
Ja, wir haben heute ein sehr gutes Gespräch gehabt. Seit seinem Amtsantritt hat das Gesicht der Mannschaft gut ausgesehen und es gab absolut keine Gedanken, den Trainer zu wechseln.

Wann haben Sie GC letztmals spielen sehen?
Am Freitag, dem 13. März! Das war ein Testspiel in Schaffhausen hinter verschlossenen Türen. Aber ich habe mich irgendwie reingeschmuggelt. Seither bin ich hier zuhause in der Nähe von St.Pölten. Und warte.

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Kritiker 12.04.2020 10:42
    Highlight Highlight Ein bisschen suffisant, wenn "Kommunisten" die "Kapitalisten" übernehmen. Wir stehen definitiv vor einer Zeitenwende.
  • Stambuoch 12.04.2020 09:06
    Highlight Highlight Ja genau, wer's glaubt...nur RB wäre noch schlimmer gewesen.

    Die chinesische PR-Strategie wird schon implementiert beim GC.

    https://www.bazonline.ch/so-fragwuerdig-sind-die-methoden-der-neuen-gc-besitzer-946213045720
  • Rochade 12.04.2020 08:08
    Highlight Highlight Ausser ein paar Hooligans hat GC kaum noch Fans und ein Fussball Station fehlt ja auch noch. Klar mit Geld lässt sich viel verändern aber es wird kaum wirklich gute Spieler auf dem Markt haben die gerne zu GC kommen möchten. Bin mal gespannt wie viele Jahre es dauert bis GC aufsteigt und ob die Chinesen auch durchhalten, viel Glück ;-)
    • Pisti 12.04.2020 13:08
      Highlight Highlight Die Spieler gehen vor allem zu dem Verein wo sie am meisten verdienen können in der Schweiz. Ob das jetzt YB, Basel, Sion, GC oder der FC Wil ist spielt überhaupt keine Rolle.
      Wenn die Chinesen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, wird GC ziemlich schnell wieder oben mitspielen.
  • Therealmonti 12.04.2020 07:02
    Highlight Highlight Na ja. Von China aus gesehen kann man schon sagen, St. Pölten sei in der Region von Niederhasli. Und einigermassen Deutsch spricht ja wohl praktisch jeder Holländer, chottverdechelen! Abwarten, was da mit GC nun passiert. Positiv ist auf jeden Fall, dass Anliker und Bickel weg sind.
  • Zanzibar 11.04.2020 21:29
    Highlight Highlight Man kann davon halten was man will. Ich habe das Gefühl dass es seriöser ist als bei Wil mit den Türken oder bei Xamax mit Tschagaev. In 6 Monaten wissen wir mehr. Ich glaube GC als Verein kann mehr profitieren als verlieren. Der einzige Fehler ist, dass bereits wieder von der nationalen Spitze gesprochen wird. Wenn die Verantwortlichen überheblich sind wird es nicht funktionieren.
  • elco 11.04.2020 21:10
    Highlight Highlight Was motzt ihr blöd rum? Die Verkaufsverhandlungen sind abgeschlossen, Zürcher wollten oder konnten nicht mitbieten. Das ist nicht das Problem von Frau Wang.
    Hopp GC-Züri!
    • Ganjaflash 12.04.2020 01:17
      Highlight Highlight Die sind doch alle nur neidisch, weil GC wieder der beste Club der Schweiz wird.
    • Chrigi-B 12.04.2020 09:04
      Highlight Highlight Korrektur:

      Hopp GC-Niederhasli
  • Philipp L 11.04.2020 19:56
    Highlight Highlight Natürlich wird es verbindungen zu den wolves/ mendes geben. Man wird den kleinsten Teil in diesem Konzept sein aber GCZ wird davon langfristig enorm profitieren. Daher werden es die Fans ganz schnell wieder vergessen
  • Wasmanvonhieraussehenkann 11.04.2020 18:42
    Highlight Highlight GC hat mit den Wolves nichts zu tun. Sagt der Sportchef der von den Wolves zu GC kam. Und zwei Leihspieler haben den selben Weg gemacht (gemäss Transfermarkt) 🤔
  • rychro 11.04.2020 18:30
    Highlight Highlight Wir schätzen uns und er hat gemeint, er brauche jemanden, der die Region und die Sprache kennt.

    Darum holen sie eine Holländer der in Österreich wohnt...
    • Burkis 12.04.2020 10:06
      Highlight Highlight Der Schuiteman war in England als Scout unter anderem für die Schweiz zuständig. Der Fussball und die Vereine werden ihm also vertrauter sein als man meint. Zudem spricht er deutsch. Finde es gut das es neue Köpfe gibt im Schweizer Fussball und keiner der üblichen Verdächtigen.
    • Antiklaus 12.04.2020 10:26
      Highlight Highlight Das die Chinesen auf der ganzen Welt alles zusammen kaufen ist klar, aber jetzt sogar Ramsch wie GCZ ist unglaublich
    • socrates2222 13.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Denke nicht, dass GC so ein Ramsch ist! Gute Führung mit ensprechendem Personal und chinesischem Druck, wird mit Sicherheit eine entsprechende Leistung erzeugen! Eine zusätzliche Topmannschaft wird auch der Schweiz gut tun.

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