DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09209719 The portraits of France's forward Karim Benzema (R) and France's forward Wissam Ben Yedder are displayed on the screen as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Karim Benzema ist im Kader der Franzosen für die bevorstehende Europameisterschaft wieder dabei. Bild: keystone

Benzema ist nach 6 Jahren wieder dabei – der Weltmeister stellt sein EM-Kader vor

Nach der Sextape-Affäre mit Mathieu Valbuena im Jahr 2015 wurde Karim Benzema aus der französischen Nationalmannschaft verbannt. Wie Nationaltrainer Didier Deschamps gestern bekannt gab, wird der 33-Jährige an der EM nun überraschend sein Comeback geben.



Karim Benzema hatte einen guten Tag, als er am 8. Oktober 2015 im französischen Trikot gegen Armenien auflief. Beim 4:0 erzielte er zwei Tore und gab eine Vorlage. Dennoch war dies sein bisher letztes Länderspiel. Nachdem der 33-Jährige in den Fall um eine Erpressung seines Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena verwickelt gewesen sein soll, wurde er von Didier Deschamps nicht mehr berücksichtigt. Der französische Nationaltrainer schloss ein Benzema-Comeback unter ihm noch im Oktober 2019 aus.

epa05063655 (FILE) File picture dated 30 June 2014 of French players Mathieu Valbuena (L) and Karim Benzema prior to the FIFA World Cup 2014 round of 16 match between France and Nigeria at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil. The French soccer federation announced 10 December 2015 that is suspending Karim Benzema from the national soccer team over a sex tape blackmail case involving team-mate Mathieu Valbuena. 

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/JORGE ZAPATA   EDITORIAL USE ONLY

Da war die Welt zwischen Mathieu Valbuena (l.) und Karim Benzema noch in Ordnung. Bild: EPA/EFE FILE

Der Fall Karim Benzema

Im Jahr 2015 soll Karim Benzema in die Erpressung seines Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena involviert gewesen sein. Valbuena wurde mit der Veröffentlichung eines intimen Videos gedroht und Benzema soll ihn dazu gedrängt haben, den Geldforderungen der Erpresser nachzukommen.

Der 33-Jährige handelte angeblich im Auftrag eines Jugendfreundes, der Komplize der Erpresser gewesen sein soll. Im Januar 2021 liess die Staatsanwaltschaft verlauten, dass sich Benzema so wie vier weitere Verdächtige vor Gericht verantworten müssen.

Benzema bekundete seine Unschuld immer wieder, seit Valbuena die Vorwürfe öffentlich gemacht hatte. Keiner der beiden lief seither für die französische Nationalmannschaft auf. Bei Benzema dürfte sich das nun bald ändern.

quelle: «der Spiegel »

Auch der Sohn algerischer Eltern selbst hielt ein Comeback lange Zeit nicht mehr für möglich. Nachdem er aus dem Kader für die Heim-EM 2016 gestrichen worden war, warf er Deschamps vor, sich dem Druck eines rassistischen Teils der französischen Gesellschaft gebeugt zu haben. Vor der WM 2018 sagte er zudem, dass er unter diesem Trainer keine Chance auf eine Rückkehr haben werde.

Die Karriere des Stürmers erlitt durch die Abwesenheit aus der «Équipe Tricolore» aber keinen Knick. Benzema feierte mit Real Madrid einen Erfolg nach dem anderen. Dabei war er neben Spielern wie Cristiano Ronaldo und Luka Modric sicherlich nicht die schillerndste Figur, aber dennoch einer der prägenden Akteure der erfolgreichsten Ära der Königlichen in der Neuzeit. «King Karim» gewann mit den «Blancos» viermal die Champions League und dreimal die spanische Meisterschaft.

Real Madrid's Karim Benzema celebrates with the trophy after the Champions League final soccer match between Real Madrid and Atletico Madrid at the San Siro stadium in Milan, Italy, Saturday, May 28, 2016. Real Madrid won 5-4 on penalties after the match ended 1-1 after extra time.     (AP Photo/Manu Fernandez)

Karim Benzema feiert nach dem Sieg gegen Atlético Madrid den Champions-League-Titel im Jahr 2016. Bild: AP/AP

Doch lange Zeit war egal, wie viele Tore der ehemalige Spieler von Olympique Lyon schoss und wie wichtig er für Real Madrid war. Didier Deschamps setzte im Sturm lieber auf Olivier Giroud und André-Pierre Gignac. Vielleicht ein Grund dafür, dass es im Final der Europameisterschaft 2016 trotz statistischer Überlegenheit nicht zum Sieg reichte.

Nach dem Erfolg an der WM 2018 kann man Deschamps kaum noch einen Vorwurf machen, doch Karim Benzema drängte sich mit seinen Leistungen bei Real Madrid weiter auf. In den letzten drei Saisons erzielte er in Liga und Champions League zusammen immer mindestens 25 Tore und war für Real Madrid in dieser Zeit unverzichtbar.

«Ich bin unglaublich stolz auf die Rückkehr in die französische Nationalmannschaft und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird.»

Nun kommt der Stürmer also sechs Jahre nach seinem Ausschluss doch zu seinem Comeback in der französischen Nationalmannschaft. Dafür sind laut Deschamps einige Schritte notwendig gewesen. Der 52-Jährige habe sich mit Benzema «getroffen und ausführlich mit ihm gesprochen». Nach langen Überlegungen habe er sich dann schliesslich dazu entschieden, den Spieler zu begnadigen und ihn für die EM zu nominieren.

Man darf wohl davon ausgehen, dass Karim Benzema ein fester Bestandteil der Pläne von Didier Deschamps für das bevorstehende Turnier sein wird. Denn sollte er den 33-Jährigen nur auf die Bank setzen wollen, hätte er sich das Ganze auch ersparen können. Frankreich will nach dem WM-Titel nun auch die EM gewinnen und dafür sollen neben Karim Benzema auch diese Spieler sorgen:

Torhüter:

epa09209724 The portraits of France's goalkeeper Hugo Lloris (L), France's goalkeeper Steve Mandanda (C) and France's goalkeeper Mike Maignan (R) are displayed as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces the France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Bild: keystone

Verteidiger:

epa09209723 The portraits of France's defender Lucas Hernandez (C), France's defender Leo Dubois (R) and France's defender Lucas Digne (L) are displayed as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces the France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Bild: keystone

epa09209721 The portraits of France's defender Presnel Kimpembe and France's defender Jules Kounde are displayed as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces the France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Bild: keystone

Mittelfeldspieler:

epa09209722 The portraits of France's midfielder N'Golo Kante (L), France's midfielder Paul Pogba (C) and France's midfielder Thomas Lemar (R) are displayed as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces the France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Bild: keystone

Stürmer:

epa09209720 The portraits of France's forward Kingsley Coman (R), France's forward Karim Benzema (C) and France's forward Wissam Ben Yedder are displayed on the screen as France's head coach Didier Deschamps (unseen) announces France’s squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, on the TV set of French television channel TF1 in Boulogne Billancourt, on the outskirts of Paris, France, 18 May 2021.  EPA/FRANCK FIFE / POOL  MAXPPP OUT

Bild: keystone

French midfileders, top, and forwards appear on a screen as France's head coach Didier Deschamps announces the France's squad list for the UEFA Euro 2020 football tournament, television channel TF1 in Boulogne Billancourt, outsideParis, Tuesday May 18, 2021. France coach Didier Deschamps recalled forward Karim Benzema after nearly six years out for his alleged part in a

Bild: keystone

BILDPAKET -- ZUM JAHRESRUECKBLICK 2018 SPORT, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- France goalkeeper Hugo Lloris lifts the trophy after France won 4-2 during the final match between France and Croatia at the 2018 soccer World Cup in the Luzhniki Stadium in Moscow, Russia, Sunday, July 15, 2018. (AP Photo/Martin Meissner)

Frankreich feierte 2018 den Weltmeistertitel in Russland. Bild: AP

(nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So sehen die Bilder des «Tschutti Heftli» für die EM 2020 aus

1 / 23
So sehen die Bilder des «Tschutti Heftli» für die EM 2020 aus
quelle: tschutti heftli / tschutti heftli
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So schlecht sind Männer im «Schwangersein»: Diese Videos sind der Beweis

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder …

Artikel lesen
Link zum Artikel