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Zeigt es mit den Fingern seiner rechten Hand an: Lucas Da Cunha ist Doppeltorschütze.
Zeigt es mit den Fingern seiner rechten Hand an: Lucas Da Cunha ist Doppeltorschütze.Bild: keystone

Da Cunha schiesst Lausanne auf Rang 2 – kein Sieger zwischen St.Gallen und Zürich

03.04.2021, 22:2203.04.2021, 23:07

Lausanne – Luzern 2:1

Ein 19-jähriger Franzose war der Matchwinner im neuen Lausanner Stade de la Tuilière. Lucas Da Cunha, ausgeliehen vom Partnerklub Nizza, schoss vor der Pause zwei Tore. Zu mehr als dem Anschlusstreffer durch Ibrahima Ndiaye war Luzern in der Folge nicht in der Lage.

Lausanne-Sport schloss damit in der Tabelle zum Rivalen Servette auf. Wie die Genfer hat der Aufsteiger nun 37 Zähler auf dem Konto. Da Cunha hat einen Lauf: Es waren seine Liga-Treffer drei und vier seit Anfang März.

Luzern-Goalie Marius Müller mit einem Bewerbungsfoto fürs Eidgenössische Turnfest.
Luzern-Goalie Marius Müller mit einem Bewerbungsfoto fürs Eidgenössische Turnfest.Bild: keystone

Nach einer halben Stunde ohne Torchancen beiderseits und mit einer leichten Dominanz der Luzerner fiel das 1:0 aus dem Nichts respektive aus rund 25 Metern. Gegen Lucas Da Cunhas Schuss, der beim Pfosten ins Tor drang, konnte Goalie Marius Müller trotz der grossen Distanz nichts ausrichten. Die Waadtländer waren jetzt eine Zeit lang aufgedreht, und noch vor der Pause erhöhte Da Cunha nach perfekter Vorarbeit von Toichi Suzuki auf 2:0. Der japanische Flügelspieler ist immer mehr eine Verstärkung für Lausanne.

Luzern kam im Lauf der Partie zu ein paar guten Chancen und überzeugte mit einer druckvollen Schlussoffensive. Als das Übel der Innerschweizer erwies sich einmal mehr das Defensivspiel. In den 27 Spielen kassierte der FCL 45 Tore – mehr als jedes andere Team.

Lausanne-Sport - Luzern 2:1 (2:0)
SR Schnyder.
Tore: 31. Da Cunha (Loosli) 1:0. 40. Da Cunha (Suzuki) 2:0. 71. Ndiaye (Schaub) 2:1.
Lausanne-Sport: Diaw; Loosli, Jenz, Flo; Boranijasevic, Puertas, Kukuruzovic, Suzuki (84. Nanizayamo); Da Cunha (72. Barès); Guessand (78. Bolingi), Mahou (72. Ouattara).
Luzern: Müller; Grether (72. Schwegler), Knezevic, Burch, Frydek; Tasar (56. Ndiaye), Ugrinic, Emini (72. Wehrmann), Alabi (56. Alounga); Schürpf, Schaub.
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Turkes, Geissmann, Elton Monteiro, Thomas, Schmidt, Zohouri und Falk (alle verletzt). Luzern ohne Sorgic, Schulz, Ndenge, Sidler und Binous (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Jenz (Foul), 30. Diaw (Unsportlichkeit), 37. Alabi (Foul).

St.Gallen – Zürich 1:1

Der FCSG hätte mit einer guten Leistung in der zweiten Halbzeit den Sieg verdient gehabt. Aber die St.Galler müssen sich mit einem 1:1 begnügen. Das Unentschieden beendet eine seltsame Serie in den Duellen zwischen den Ostschweizern und den Zürchern: In den letzten fünf Liga-Begegnungen gewann stets der Gast.

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein waren beide Mannschaften mit ihrem Defensivspiel dominant, sodass keine wirklich guten Torchancen auszumachen waren. So war denn das erste Tor des Spiels buchstäblich ein Versehen. Unmittelbar vor der Pause wollte St.Gallens Goalie Lawrence Ati-Zigi den Ball aus dem Strafraum fausten. Er traf den Ball nicht, aber versehentlich den Kopf von Assan Ceesay. Schiedsrichter Alessandro Dudic hatte keine andere Wahl, als den Penalty zu verhängen, den Benjamin Kololli mit einem Flachschuss souverän verwertete.

Kopf statt Ball – Espen-Goalie Zigi verschuldet den Penalty, der zum 0:1 führt.
Kopf statt Ball – Espen-Goalie Zigi verschuldet den Penalty, der zum 0:1 führt.Bild: keystone

Eine andere Wahl hätte Dudic vermutlich in der 67. Minute gehabt. Er stellte St.Gallens Captain Jordi Quintilla mit Gelb-rot vom Platz. Die entscheidende zweite Verwarnung gegen den Spanier schien sehr streng zu sein. Sie unterbrach eine Druckphase der Ostschweizer. Kurz vorher hatte Victor Ruiz mit einem Weitschuss den Pfosten getroffen. Den Nachschuss von Chikwubuike Adamu parierte Goalie Yanick Brecher mit einer tollen Parade.

Aber die Zürcher hielten die Hoffnungen der St.Galler am Leben. Sie spielten in Überzahl sehr passiv und liessen sich weiterhin in ihre Platzhälfte drängen. Sie versuchten dem Anschein nach nicht, das wohl vorentscheidende 2:0 zu suchen. Die Strafe folgte auf dem Fuss: Der eingewechselte Kwadwo Duah, nunmehr neunfacher Torschütze in dieser Meisterschaft, traf mit einem abgefälschten Weitschuss. Wenig später wurde auch ein Zürcher, Ousmane Doumbia, mit Gelb-rot verabschiedet. Von diesem Moment an war die Passivität der Mannschaft von Trainer Massimo Rizzo wieder angebracht und verständlich.

St.Gallen - Zürich 1:1 (0:1)
SR Dudic.
Tore: 45. Kololli (Foulpenalty) 0:1. 76. Duah 1:1.
St.Gallen: Ati-Zigi; Lüchinger (46. Youan), Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (81. Cabral); Stillhart; Adamu, Guillemenot (46. Duah).
Zürich: Brecher; Rohner, Hekuran Kryeziu, Nathan, Aliti; Dzemaili, Doumbia; Tosin, Schönbächler (65. Seiler), Kololli (81. Gnonto); Ceesay (65. Kramer).
Bemerkungen: St.Gallen ohne Babic, Traorè und Kräuchi (alle verletzt). Zürich ohne Omeragic, Sobiech, Khelifi (alle verletzt) und Marchesano (krank). 66. Pfostenschuss Ruiz. 67. Gelb-rote Karte gegen Quintilla (Foul). 81. Gelb-rote Karte gegen Doumbia. Verwarnungen: 7. Schönbächler (Foul), 29. Adamu (Foul), 32. Rohner (Foul), 33. Doumbia (Foul), 43. Quintilla (Foul), 44. Lüchinger (Foul), 45. Ati-Zigi (Foul), 61. Dzemaili (Reklamieren).

Die Tabelle

(ram/sda)

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