Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Players of the Chinese Super League team Wuhan Zall arrive at the Atocha train station in Madrid, Spain, Saturday, Feb. 29, 2020. The Chinese first-division soccer club from the city of Wuhan enters its second month in Spain without knowing when it will be able to return home. . It hasn't been easy for the nearly 50 members of the Wuhan Zall squad, but on Sunday they will get some reprieve from their ordeal by attending the Spanish league

Die Spieler des FC Wuhan können noch nicht nach Hause, aber immerhin ins Heimatland zurückkehren. Bild: AP

FC Wuhan kehrt nach China zurück: «Werden uns sicherer fühlen als in Spanien»



Nach mehrwöchigem (Zwangs-)Trainingslager in Spanien kehrt der FC Wuhan Zall nach China zurück. Hinter den Fussballern des FC Wuhan Zall liegt ein Odyssee. Das Team des spanischen Trainers José Gonzalez war Ende Januar nach Spanien gereist. Wegen des Ausbruchs des Coronavirus mussten die Spieler und ihr Coach länger als ursprünglich veranschlagt dort verbleiben. Die chinesische Stadt Wuhan mit ihren etwas mehr als 8 Millionen Einwohnern gilt als der Ursprung der Corona-Krise.

Als das Team in Spanien ankam, wurden die Spieler angeschaut, als wären sie «Viren auf zwei Beinen», berichtete der Trainer. «Das war absolut so», sagte Gonzalez in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» kurz vor der Rückreise nach China. Dass sein Team abreiste, wenige Stunden, bevor Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez wegen des Coronavirus den Alarmzustand im Land ausrief, sieht Gonzalez als Déjà-vu-Erlebnis. «Ein wenig schon, ja. Das kann man nicht von der Hand weisen. Was sollen wir machen? Es ist, wie es ist.»

Der FC Wuhan war zuvor nie in einem Risikogebiet. «Wir haben Wuhan ja schon am 3. Januar verlassen. So wie es geplant war. Die Mannschaften aus dem Norden fliehen vor dem harten Klima in den Süden. Da ist das Wetter angenehmer. Auch unser anschliessendes Trainingslager in Sotogrande, etwa 60 Kilometer südlich von Marbella, war geplant und keine überstürzte Flucht.»

Sein Team werde nun nicht zurück in die noch immer abgeriegelte Stadt Wuhan, sondern nach Peking reisen. «Nach der Ankunft geht es für uns erst einmal in Quarantäne. Wie für jeden, der in Peking ankommt», sagte Gonzalez. «Wir werden uns in China sicherer fühlen als in Spanien. Die Zahlen von Ende vergangener Woche sprechen nur von einem Dutzend Neuinfektionen, die meisten davon in Wuhan.»

epa08178331 Players of the Chinese Super League team Wuhan Zall go through their warm-up routine during a training camp in San Roque, Cadiz, Spain, 30 January 2020. Wuhan is the city at the center of the coronavirus outbreak. The death toll from the outbreak of coronavirus in China has reached 170 and infected close to 8,000 people worldwide, according to media reports.  EPA/DAVID ARJONA

Die Zeit im spanischen Exil hat nach eineinhalb Monaten ein Ende gefunden. Bild: EPA

Das Problem sei jetzt hier, erklärte Gonzalez kurz vor dem Abflug aus Malaga, wo die Spieler gemäss «AS» am Samstag mit Schutzmasken in den Flieger stiegen. Von einer «Flucht», wie einige Medien schrieben, wollte Gonzalez aber nicht sprechen.

Die Überlegungen seien aber eher terminlich begründet gewesen. Die chinesische Super League soll nach der Verschiebung nun Anfang Mai beginnen. «Wenn wir jetzt zurückkehren und die zweiwöchige Quarantäne hinter uns lassen, werden wir einen Monat haben, um uns gezielt auf den Ligastart vorzubereiten», sagte Gonzalez. (pre/sda)

Coronavirus: Was du wissen musst

«Bleiben Sie zuhause»: Unispital-Prof erklärt, was jetzt angesagt ist

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Schweiz isoliert sich für die Älteren – und diese «nehmen es zu wenig ernst»

Mit viel Nachdruck appellierte der Bundesrat an die Menschen ab 65 Jahren, Kontakte zu meiden und zu Hause zu bleiben. Ein Blick auf die Strassen zeigt: Noch immer sind sie unterwegs. Die Pro Senectute arbeitet mit Hochdruck daran, das Bewusstsein zu verschärfen.

Ein Blick in die Kommentarspalten verschiedenster Artikel von watson zeigt: Viele Leser sind verärgert über die Senioren, die sie auf den Strassen, in den Lebensmittelläden oder in den Zügen gesichtet haben.

>>> Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Auch Daniel Koch, Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), betonte in einem Interview mit Radio SRF nochmal die Dringlichkeit. «Es muss sich jetzt etwas ändern. Die älteren Menschen müssen sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel