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epaselect epa06829464 Germany's head coach Joachim Loew with fans in front of the hotel in Adler Sochi, Russia, 22 June 2018. Germany will face Sweden in the FIFA World Cup 2018 Group F preliminary round soccer match on 23 June 2018.  EPA/RONALD WITTEK

Naja, Jogi Löws Körpersprache beim Posieren für Fanfotos könnte durchaus etwas besser sein. Bild: EPA/EPA

«Mit Siegeswille und einer anderen Körpersprache» – so will Deutschland zurückschlagen



Nach der 0:1-Niederlage gegen Mexiko müssen die deutschen Fans ernsthaft bangen. Verliert ihre Mannschaft am zweiten Spieltag der Gruppe F auch gegen Schweden und holt Mexiko gegen Südkorea auch nur einen Punkt, scheidet der Weltmeister von 2014 aus.

Joachim Löw ist ausgezogen, als erster deutscher Trainer die Mission Titelverteidigung erfolgreich abzuschliessen. Das ist noch immer gut möglich, doch davon spricht derzeit keiner. Löw und seine Mannen, die mit 10 Siegen durch die 10 Spiele der Qualifikation spaziert waren, stehen vor dem Spiel gegen Schweden plötzlich und unverhofft im rauen Gegenwind.

epa06830841 Germany's head coach Joachim Loew during a press conference at Fisht Stadium in Adler Sochi, Russia, 22 June 2018. Germany will face Sweden in the FIFA World Cup 2018 Group F preliminary round soccer match on 23 June 2018.  EPA/RONALD WITTEK

Jogi Löw wählt seine Worte an der Pressekonferenz mit Bedacht. Bild: EPA/EPA

Es droht dasselbe Schicksal, das vor vier Jahren an der WM in Brasilien auch schon Spanien getroffen hat: Das Out des Titelverteidigers in der Vorrunde. Für die Deutschen käme ein so frühes Ausscheiden einer kapitalen Schmach gleich. Noch nie sind sie in einer Gruppenphase ausgeschieden. Vor 80 Jahren, noch vor dem Zweiten Weltkrieg, scheiterten sie letztmals gleich zu Beginn. Damals begann es gleich mit den Achtelfinals, in denen Deutschland an der Schweiz hängen blieb.

Löw über ...

... Schwächen gegen Mexiko:

«Ballverluste, Konter, grosse Räume. Das ist bei unserer Mannschaft, die viel in der gegnerischen Hälfte spielt, immer ein Thema. Gegen Mexiko hat gar nichts funktioniert. Da hat es in allen Mannschaftsteilen nicht gestimmt. Da war es wichtig, diese Woche noch mal all diese Dinge anzusprechen. Die Kontervermeidung ist ein entscheidendes Thema. Unsere gesamte Spielidee deswegen in Frage zu stellen, ist aber kein Thema.»

... Schwedens Stärken:

«Schweden ist eine verschworene Mannschaft. Alle Spieler arbeiten für den Mitspieler. Sie holen das Maximum heraus. Diese Mentalität ist ihre grosse Stärke. Sie lassen nie nach und kommen zurück. Viele Schweden spielen auch im Ausland und haben internationale Erfahrung.»

... Probleme der Titelverteidiger:

«Die Gegner sind alle top motiviert, den Weltmeister zu schlagen. Es ist nicht leicht, die Gier oben zu halten. 2014 haben es die Spanier nicht auf den Platz gebracht. Wir werden eine Reaktion zeigen. Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir wieder im Rennen. Dann beginnt das Turnier von vorne. Dazu gehört aber auch immer viel Glück.»

... den Siegeswillen:

«Die zwei wichtigsten Waffen sind Siegeswille und eine andere Körpersprache. Das sind die Grundvoraussetzungen. Es ist eine Match der absoluten Hingabe und Aufopferung. Die Einstellung und die Power sind entscheidend.»

... sein Vertrauen in die Mannschaft:

«Wegen einem schlechten Spiel geht das über Jahre erarbeitete Vertrauen nicht verloren. Jetzt stellen wir nicht alles in Frage, das wäre fatal.»

Der Respekt vor dem Gegner ist jedenfalls gross. «Wir werden wohl einem sehr defensiven Block gegenüber stehen und ein schnelles Spiel aufziehen müssen», sagt Thomas Müller. Die Schweden, die mit dem 1:0-Sieg gegen Südkorea ins Turnier starteten, verfügen zwar nicht mehr über ihren Starspieler Zlatan Ibrahimovic, doch mit ihrer disziplinierten Spielweise sind sie ein äusserst unangenehmer Widersacher. Da kann man in den Niederlanden oder in Italien nachfragen. Die beiden grossen Fussball-Nationen bissen sich in der Qualifikation und im Playoff zu dieser WM an den Skandinaviern die Zähne aus und konnten deshalb schon gar nicht erst nach Russland reisen.

epa06831179 Germany's head coach Joachim Loew (C) talks to players during a training session at the Fisht Olympic Stadium in Sochi, Russia, 22 June 2018. Germany will face Sweden  in their FIFA World Cup Group F preliminary round soccer match on 23 June 2018.  EPA/MOHAMED MESSARA

Eine Einheit sollt ihr sein! Bild: EPA/EPA

Eine Frage wird sein, ob das legendäre deutsche Selbstvertrauen auch in Samstagabend in Sotschi (20.00 Uhr) den Unterschied machen wird, oder ob die letzten Ergebnisse nicht doch Spuren auf mentaler Ebene hinterlassen haben. Von den letzten sieben Spielen gewann die deutsche Nationalmannschaft nur eines, den letztlich mit Pfiffen bedachten Test gegen Saudi-Arabien (2:1).

Wenn die Deutschen an einer WM auf die Schweden trafen, behielten sie aber gewöhnlich die Oberhand. Von vier Begegnungen gewannen sie drei, die einzige Niederlage liegt schon 60 Jahre zurück. Damals, an der Heim-WM, stiessen die Schweden am Ende gar in den Final vor.

Gemäss Löw wird Mats Hummels vermutlich nicht spielen können. Der Innenverteidiger verrenkte sich am Donnerstag im Training den Halswirbel. Ihn wird wohl Klubkollege Niklas Süle ersetzen. Jonas Hector steht dagegen ebenso wieder zur Verfügung wie bei den Schweden Victor Lindelöf. Die beiden Verteidiger hatten zuletzt erkrankt gefehlt.

Veränderungen sind Programm

Mexiko schuf sich mit dem Überraschungssieg gegen Deutschland eine Ausgangslage, die es nun zu nutzen gilt. «Der Triumph im Startspiel bringt uns nichts, wenn wir gegen Südkorea keine gute Leistung bringen», sagte Javier Hernandez vor dem Spiel, das in Rostow am Don bereits um 17.00 Uhr – drei Stunden vor der Partie der Deutschen – angepfiffen wird.

Juan Carlos Osorio, der 56-jährige Kolumbianer, der seit Oktober 2015 die Nationalmannschaft Mexikos trainiert, möchte auch die punktelosen Südkoreaner mit einem taktischen Plan überraschen, wie gegen Deutschland. Er gilt als einer, der selbst das kleinste Detail nicht ausser Acht lässt. Bezeichnend war seine Reaktion beim 1:0 von Hirving Lozano. Er setzte sich sogleich hin und machte sich seine Notizen.

epa06831587 Mexico's Marco Fabian (C) jokes with teammates during a training session in Rostov-on-Don, Russia 22 June 2018. Korea Republic will play Mexico in their FIFA World Cup 2018 Group F match 23 June 2018.  EPA/SHAWN THEW

Gelöste Stimmung im Training der Mexikaner. Bild: EPA/EPA

Ständig tüftelt er neue Ideen aus. Die Regel «Never change a winning team» scheint er nicht zu kennen. Osorio steht vor seinem 50. Länderspiel als mexikanischer Coach, und nachdem er bisher in jeder der 49 bisherigen Partien auf eine andere Start-Formation vertraute, dürfte er dies auch am Samstag tun. (pre/sda)

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