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Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer hört auf den Video-Referee und korrigiert seine Entscheidung.
Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer hört auf den Video-Referee und korrigiert seine Entscheidung.Bild: Christophe Ena/AP/KEYSTONE

Falls du noch gegen den Videobeweis warst, musst du jetzt für immer schweigen

Beim Testspiel zwischen Frankreich und Spanien hätte Schiedsrichter Felix Zwayer zum grossen Buhmann werden können. Wurde er aber nicht – dank dem Videobeweis.
29.03.2017, 10:4329.03.2017, 14:14

Ach, hätte Deniz Aytekin im Champions-League-Achtelfinal zwischen Barcelona und Paris St-Germain doch nur den Video-Schiedsrichter zur Verfügung gehabt ... hatte er aber nicht, und so verpfiff der deutsche Schiedsrichter das Rückspiel komplett und half so beim katalanischen «Fussballwunder» kräftig mit.

Dass es auch anders gehen würde, zeigte gestern das Duell zwischen Frankreich und Spanien. Die Iberer gewannen den Testspiel-Schlager im Stade de France mit 2:0, hätten ohne Eingreifen des Video-Schiedsrichters aber vielleicht 0:1 verloren.

Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nämlich bei drei spielentscheidenden Situationen zunächst falsch, änderte seine Meinung aber nach Absprache mit Video-Schiedsrichter Tobias Stieler. Dieser sass vor dem Stadion in einem Bus und verfolgte das Spiel auf verschiedenen Monitoren. Einschreiten darf er bei einem Tor, bei einem Penalty, bei einem Platzverweis und bei einer Spielerverwechslung.

Und das tat er dann auch: So wurde ein Abseitstreffer der Franzosen aberkannt, ein Elfmeter für die Spanier gegeben und ein zunächst aberkanntes Abseitstor durch Gerard Deulofeu völlig zu Recht doch noch anerkannt.

68. Minute: Penalty für Spanien gegeben

Koscielny sperrt Deulofeu ohne Ball.Video: streamable

77. Minute: Tor von Deulofeu gegeben

Deulofeu steht beim 2:0 nicht im Abseits.Video: streamable

Das war beste Werbung für den Videobeweis. Erfreulich auch, dass es kein allzu langes Warten gab, bis Zwayer seinen Entscheid jeweils rückgängig machte. Die Besprechungen der beiden Unparteiischen dauerten höchstens 50 Sekunden. Kaum war die Zeitlupe der Szene vorüber, stand der neue Entscheid auch schon fest. Eine Rudelbildung nach der umstrittenen Szene hätte mindestens genau so viel Zeit verschlungen.

Steigerungspotenzial gibt's bei der Gestik der Schiedsrichter. Zwayer drückte jeweils nur seinen Kopfhörer etwas besser ins Ohr und gab dann per Pfiff die Korrektur seines Entscheides bekannt. Besser wäre es, er würde das Konsultieren des Video-Schiedsrichters – analog zum Eishockey – mit einem Zeichen ankündigen und seinen Entscheid dann – analog zum American Football – in aller Kürze über die Stadionlautsprecher erläutern.

Wie stehst du zum Videobeweis?

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