2. Loïc Meillard (SUI) +0,35
3. Linus Strasser (GER) +0,53
4. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) +0,57
7. Tanguy Nef (SUI) +0,81
10. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,98
12. Daniel Yule (SUI) +1,38
Meillard verpasst Sieg im Kitzbühel-Slalom – Feller nach Triumph überwältigt
Als Meillard ins Ziel fuhr und auf der Anzeigetafel ein Rückstand von 0,35 Sekunden erschien, gab es bei den zahlreichen Heimfans kein Halten mehr. Derweil stand Feller im Zielraum, hielt die Ski in die Höhe und konnte es wohl selbst kaum fassen. Dem 33-Jährigen, der in dieser Saison lange nicht in Tritt gekommen war, gelang nach Rang 5 in Adelboden nun in Kitzbühel defintiv der grosse Befreiungsschlag.
Fast zwei Jahre nach seinem letzten Erfolg feierte Feller seinen siebten Weltcupsieg, den er wie alle bisherigen im Slalom errungen hat. Es war nach Flachau und Gurgl sein dritter Heimsieg, drei weitere hatte der Österreicher in der Schweiz gefeiert (Lenzerheide, Wengen und Adelboden). «Nachdem ich so lange auf den Erfolg hier warten musste, ist die Genugtuung nun riesig», sagte Feller im Interview mit SRF. «Ich hätte jede Gams genommen. Dass es die goldene ist, ist einfach unglaublich.»
Das sagte Manuel Feller:
Meillard in Kitzbühel oft mit Mühe
Meillard lag nach dem ersten Lauf in Führung und nahm einen Vorsprung von 48 Hundertsteln auf Feller mit. Diesen verlor er jedoch schnell, am Ende resultierte nur die 17.-beste Laufzeit. Immerhin klassierte sich der 29-jährige Romand noch vor dem Deutschen Linus Strasser auf Rang 2. Damit stand der Weltmeister in diesem Winter zum dritten Mal auf dem Slalom-Podest. In Val d'Isère war er ebenfalls Zweiter geworden, in Alta Badia hatte er Rang 3 belegt.
Das sagte Loïc Meillard.
«Klar, der Sieg wäre schön gewesen, aber ich bin froh, dass ich auf dem Podest stehe», sagte Meillard. Denn auf der Piste von Kitzbühel habe er noch nie ein gutes Gefühl gehabt. Sein bisheriges Bestresultat war ein 6. Rang, den er vor drei Jahren erreicht hatte. Nun lässt sich festhalten: Nach dem schwierigen Saisonstart ist Meillard wieder regelmässig bei den Besten dabei.
Yule erfüllt die Olympia-Kriterien
Tanguy Nef klassierte sich als Siebter zum fünften Mal in diesem Winter in den Top 10. Auf das Podest fehlten dem Genfer 28 Hundertstel. «Es fehlt mir an einigen Stellen ein bisschen der Mut», konstatierte Nef. Trotzdem kann der 29-Jährige dank seiner konstanten Leistungen fest damit rechnen, erstmals an Olympischen Spielen teilzunehmen. «Ich freue mich sehr darauf.»
Das sagte Tanguy Nef:
Auch Daniel Yule erfüllte mit Platz 11 die Olympia-Selektionskriterien – wenn auch auf den letzten Drücker. Zuvor war dies im Schweizer Slalom-Team neben Meillard und Nef auch Matthias Iten gelungen. Insgesamt stehen der Schweiz pro Disziplin vier Startplätze zu; das definitive Aufgebot von Swiss-Ski wird am Montag präsentiert. (nih/sda)
