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«Finger im Po, Mexiko» – so leiden die deutschen Kollegen bei ihrer Spielanalyse

Timo Stein / watson.de



Die deutsche Fussballnationalmannschaft startete gegen Mexiko ins WM-Turnier. Spiel und Ergebnis waren aus deutscher Sicht... seien wir ehrlich: optimierbar.

Deutschland verlor mit 0:1.

Das Chaos aber, das sich vor allem in der deutschen Spielhälfte ausbreitete, deutete sich bereits vor dem Spiel an.

Rätselraten vor dem Anpfiff:

Özil oder Reus? Der gutriechende Draxler

Die entscheidenden Fragen vor dem Spiel waren andere: Würde Jogi Löw gegen die wütende Volkseele aufstellen und den Erdogangate-belasteten Özil bringen? Und welches Parfüm hat Julian Draxler aufgetragen?

Draxler sagte nämlich dem Magazin «GQ» es sei ein Ritual, sich vor jedem Spiel zu parfümieren. 

«Immer nach dem Aufwärmen, mache ich mir nochmal drei Spritzer drauf.»

Julian Draxler, parfümiert.

Aha.

Die Aufstellungsfrage war dann auch schnell geklärt: Özil spielte. 

NaHuh! So würde Deutschland spielen, wenn sie Isländer wären:

Bild

Reus nicht. Zumindest nicht von Anfang an. Marvin Plattenhardt schon. 

Nein, nicht der...

Plattenhardt stand in der Startaufstellung. Denn Jonas Hector hatte Schnupfen.

Dann. Endlich. Anpfiff.

Und das ZDF legte los wie die Mexikaner auf dem Platz.

Dort stand es nach 20 Sekunden schon 3:0:

Und das fanden wir wirklich nicht witzig. Ok doch.

Das aber auch.

Fussballerisch legten die Mexikaner los wie die Feuerwehr, liefen mehrmals an der Abwehr vorbei und auf Neuer zu. Ausgestorbene Fussballkommentatorenfloskeln wie «Im deutschen Strafraum brennt es lichterloh» hätten spätestens hier wieder ihre Berechtigung gehabt.

Fiesta Mexicana. Mexiko wurde immer besser.

Deutschland nicht. Weder auf noch neben dem Platz...

Tooooooooaaaa

In der 35. Minute schoss Mexiko das 1:0. Und das verdient.

Torschütze: Hirving Rodrigo Lozano Bahena. Allein der Name sollte 3 Punkte wert sein.

Die Gratulanten kamen sogar aus der Vergangenheit:

Die Gründe für das Hochgeschwindigkeitsauftreten der Mexikaner waren schnell gefunden:

1. Escortpartys

2. Plattenhardt

«Mexiko will es wild und bekommt es wild» – Halbzeit

ZDF-Kommentator Oliver Schmidt analysierte nach Abpfiff der ersten Halbzeit dann auch messerscharf:

«Es braucht eine Leistungssteigerung.»

Und:

«Mexiko will es wild und bekommt es wild.»

Zwischenfazit:
Deutschland spielte wie Werder Bremen unter Dixie Dörner: ohne Aussenverteidiger.

Und Mexiko hatte Ted Mosby im Tor:

Anpfiff zweite Halbzeit

Ähnliches Bild auf dem Platz: Die Aussenverteidiger wurden immer noch gesucht.

Und Tugenden:

In der 59. Minute dann wechselte Löw die Hoffnung ein. Sie hörte auf den Namen Reus.

Deutschland aber lag weiter hinten. Auf dem Platz. Nicht aber im Wortspiel:

Auch ZDF-Chefrhetoriker Schmidt zeigte sich weiter in Hochform:

«Es gibt immerhin Läufe in die Tiefe. Aber keine Pässe.»

Die bessere Abwehr stand beim HSV auf dem Feld...

Dann die 79. Minute. Jögi Löw löste die Viererkette jetzt auch offiziell auf. Und brachte Gomez für Plattenhardt.

Was ZDF-Schmidt zu folgender Erkenntnis führte: «Vielleicht bringt Mario Gomez ja den Abschluss hinein.»

Die Leistung von Thomas Müller fasste er im Übrigen so zusammen:

«Tausendmal geflankt, tausendmal ist nichts passiert.»

Ja, jetzt half nur noch die Erinnerung an die gute alte Zeit:

Wir unterbrechen das laufende Programm für einen wichtigen Tweet:

86. Minute. Es kam der bessere Sané. Laut Löw. Der hiess Brandt, konnte aber auch nichts mehr reissen. 

Mexiko schlug Deutschland mit 1:0.

Fazit: Nach Abpfiff roch Draxler immer noch nach Blume. In Russland brachten die Mexikaner die deutsche Abwehr zum Wackeln. Zuhause in Mexiko gleich die ganze Welt. 

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

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Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland
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