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«Trittst im Morgenrot daher» summt diese Auswahl nur noch vor dem TV mit.<br data-editable="remove">
«Trittst im Morgenrot daher» summt diese Auswahl nur noch vor dem TV mit.
Bild: KEYSTONE

Die Nati der Vergessenen – 11 Schweizer, deren Karriere ganz anders verlief als erhofft

Sie spielten alle für die Schweizer Nationalmannschaft, sie galten als Hoffnungsträger, als künftige Stars. Dann geriet ihre Karriere ins Stocken. Heute spielen sie zwar noch Fussball, aber das Rampenlicht gehört anderen. Die Nati der Vergessenen.
02.10.2015, 18:2103.10.2015, 10:33

Wo sie heute spielen

Eldin Jakupovic (31)

Der Glarner hatte 2008 seinen einzigen Länderspieleinsatz. Er hexte Thun in die Champions League, wechselte dann zu Lokomotive Moskau. Nach einer Rückkehr zu GC zog es Jakupovic nach Griechenland (Olympiakos Volos, Aris Saloniki), seit 2012 steht er bei Hull City unter Vertrag.

Jakupovic 2014 gegen Arsenals Danny Welbeck.<br data-editable="remove">
Jakupovic 2014 gegen Arsenals Danny Welbeck.
Bild: Catherine Ivill/freshfocus

Vincent Rüfli (27)

Der Verteidiger machte 2011 sein einziges Nati-Spiel, als er bei Servette einen Lauf hatte. Rüfli wechselte 2013 nach Sion, wo er in dieser Saison zwischen Startelf und Ersatzbank pendelt.

Rüfli (links) kürzlich gegen den Vaduzer Thomas Feteke.<br data-editable="remove">
Rüfli (links) kürzlich gegen den Vaduzer Thomas Feteke.
Bild: KEYSTONE

Heinz Barmettler (28)

Er ist immer noch Nationalspieler – für die Dominikanische Republik, das Land seiner Mutter. Barmettler wurde mit dem FC Zürich zwei Mal Schweizer Meister, wollte dann die Fussballwelt erobern. Das ging schief. Bei Inter Baku wurde Barmettler nicht glücklich, er ging nach Vaduz, zu Real Valladolid nach Spanien und spielt heute in der Dominikanischen Republik für Cibao.

Nati-Rekordtorschütze Alex Frei verfolgt 2009 den FCZ-ler Barmettler.<br data-editable="remove">
Nati-Rekordtorschütze Alex Frei verfolgt 2009 den FCZ-ler Barmettler.
Bild: KEYSTONE

Jonathan Rossini (26)

2010 bot Ottmar Hitzfeld den damals 20-Jährigen überraschend für ein Testspiel gegen Uruguay auf. Der Tessiner packte seine Chance nicht und verschwand in der Folge in der Versenkung. Heute spielt Rossini in Italiens 3. Liga bei Savona. Was für ein Kontrast zu Xherdan Shaqiri, der im selben Länderspiel sein Debüt gab!

Als Spieler von Sassuolo versuchte Rossini 2013 vergeblich, Inter-Angreifer Diego Milito am Schuss zu hindern.<br data-editable="remove">
Als Spieler von Sassuolo versuchte Rossini 2013 vergeblich, Inter-Angreifer Diego Milito am Schuss zu hindern.
Bild: AP

Gaetano Berardi (27)

Im Sommer 2011 spielte der Aussenverteidiger gegen Liechtenstein – das war's. Für Brescia und Sampdoria absolvierte er 53 Serie-A- und 87 Serie-B-Partien, seit einem Jahr ist Berardi bei Leeds United. Beim Traditionsklub in Englands zweithöchster Liga ist er seit dem Frühling Stammspieler.

So stellt man sich die Championship vor: Berardi wird von Sunderlands Connor Wickham bedrängt.<br data-editable="remove">
So stellt man sich die Championship vor: Berardi wird von Sunderlands Connor Wickham bedrängt.
Bild: Getty Images Europe

Matias Vitkieviez (30)

Sein einziges Länderspiel war denkwürdig – für Vitkieviez und Lionel Messi. Als der Schweizer in der 86. Minute eingewechselt wurde, stand es noch 1:1, dann schoss Messi noch zwei Tore zu seinem Hattrick und dem 3:1-Sieg für Argentinien. Vitkieviez, der bei Servette, YB und St.Gallen war, ist seit dem Sommer zurück in Genf, spielt in der Promotion League.

Vitkieviez hat mit dem Traum von der ganz ganz grossen Karriere abgeschlossen.<br data-editable="remove">
Vitkieviez hat mit dem Traum von der ganz ganz grossen Karriere abgeschlossen.
Bild: KEYSTONE

Sandro Burki (30)

Nach dem U17-Europameistertitel versuchte der Mittelfeldspieler sein Glück bei Bayern München. Es folgten Wanderjahre (YB, Wil, Vaduz) und schliesslich mit 21 Jahren der Wechsel zum FC Aarau. Dort ist Burki seither ein unangefochtener Leader, momentan in der Challenge League. Seine einzigen fünf Länderspielminuten absolvierte er 2008.

Auch wenn es bei Bayern nicht geklappt hat: Verstecken muss sich Burki nicht.<br data-editable="remove">
Auch wenn es bei Bayern nicht geklappt hat: Verstecken muss sich Burki nicht.
Bild: Urs Lindt/freshfocus

Moreno Costanzo (27)

Im Sommer 2010 gehörte dem feinen Techniker aus dem Toggenburg für eine kurze Zeit die Welt. Beim Debüt gegen Österreich schoss der Joker gleich mit der ersten Ballberührung das Siegtor zum 1:0. Es folgten dennoch bloss sechs weitere Länderspiele. Bei YB verloren sie Anfang Jahr die Geduld mit dem fragilen Costanzo. Er wurde erst an Aarau ausgeliehen und im Sommer an Vaduz.

Böse Zungen behaupten, Costanzo (gegen Thuns Nicola Schindelholz) habe mit dem Wechsel zu Vaduz immerhin den Sprung ins Ausland geschafft.<br data-editable="remove">
Böse Zungen behaupten, Costanzo (gegen Thuns Nicola Schindelholz) habe mit dem Wechsel zu Vaduz immerhin den Sprung ins Ausland geschafft.
Bild: KEYSTONE

Alberto Regazzoni (32)

Der Tessiner stürmte als 23-Jähriger mit dem FC Sion zum Cuspieg. Regazzonis Laufbahn war danach ein stetes Auf und Ab. Rasch folgten drei Länderspiel-Einsätze, verbunden mit der Hoffnung auf die Teilnahme an der EM im eigenen Land. Daraus wurde nichts. Überspitzt formuliert: Wo Regazzoni war, da gab's früher oder später Zoff. Vor einem Jahr wechselte er zurück in den Süden, ist Captain des FC Chiasso in der Challenge League.

Regazzoni im Nord-Süd-Gipfel zwischen Schaffhausen und Chiasso.<br data-editable="remove">
Regazzoni im Nord-Süd-Gipfel zwischen Schaffhausen und Chiasso.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Innocent Emeghara (26)

Der Stürmer mit nigerianischen Wurzeln durchlebt zweifellos eine höchst interessante Laufbahn. Bei Winterthur schaffte der pfeilschnelle Emeghara den Durchbruch, er ging zu GC, wo er zwar Tore schoss, aber noch mehr Chancen vergab. Er wechselte zu Lorient, dann zu Siena und Livorno und 2014 nach Aserbaidschan zu Karabach Agdam. Emeghara verschwand vom Schweizer Radar, weshalb Anfang Jahr die Meldung überraschte: Er wechselte in die MSL zu den San José Earthquakes, verdient dort als einer der drei pro Teams erlaubten Stars eine Million Dollar im Jahr. Nach einer Knieoperation ist er momentan nur Zuschauer.

Hilft auch in der Defensive: Emeghara jagt Chicagos Quincy Amarikwa.<br data-editable="remove">
Hilft auch in der Defensive: Emeghara jagt Chicagos Quincy Amarikwa.
Bild: Getty Images North America

Nassim Ben Khalifa (23)

Eskisehir, Anatolien, Türkei: Seit diesem Sommer die Heimat von Nassim Ben Khalifa. Man hatte anderes erwartet, als der Star der U17-WM nach dem sensationellen Titelgewinn mit der Schweiz im Jahr 2009 auf der Bildfläche erschien. Im Sommer darauf zog es Ben Khalifa von GC nach Wolfsburg. Dort fasste er nicht Fuss, er kehrte via Nürnberg und YB zu den Hoppers zurück, aber den hohen Erwartungen wurde er nie gerecht. In der Süper Lig bei Ex-GC-Trainer Michael Skibbe wartet er noch auf einen Treffer.

Ben Khalifa deckt den Ball gegen Bursaspors Dany Nounkeu ab.<br data-editable="remove">
Ben Khalifa deckt den Ball gegen Bursaspors Dany Nounkeu ab.
Bild: Seskimphoto

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Clank
02.10.2015 18:34registriert Mai 2015
Könnt ihr euch noch an Vonlanthen erinnern. Schoss damals als jüngster Spieler überhaupt ein Tor in einer EM. Wahrscheinlich Höhepunkt seiner Karriere.
580
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Zum Kommentar
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Amboss
02.10.2015 20:40registriert April 2014
Genialer Artikel. Vielen Dank.
Es ist einfach unglaublich, wo es überall Profi-Fussball gibt...


PS: Werden wir echt Shaqiri in zwei, drei Jahren auch in der Liste der Nati der Vergessenen sehen?
254
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Zum Kommentar
26
Die Schweizer fliegen mit dem «Gölä-Effekt» weiterhin auf Titelkurs
Die Schweizer gewinnen in Helsinki nie gewöhnlich. Sie bieten in jedem Spiel beste Unterhaltung. Nun auch gegen Frankreich beim 6. Sieg in Serie (5:2 nach 0:2).

Wir sind zwar noch lange nicht Weltmeister. Bis zum grossen Augenblick braucht es mindestens noch drei Siege (Viertelfinal, Halbfinal, Final).

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