DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lassen wir zunächst die Anzeigetafel sprechen.
Lassen wir zunächst die Anzeigetafel sprechen.Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

He Büne, hast du gesehen? Liverpool gegen Dortmund, DAS war echter Fussball

Es gibt wenige Spiele, die die Bezeichnung «instant classic» verdienen. Das 4:3 von Liverpool gegen Dortmund definitiv schon. Und das nicht nur wegen dem verrückten Spielverlauf, sondern weil wir an diesem Abend Fussball in jedem Aspekt so gesehen haben, wie wir ihn lieben.
15.04.2016, 11:0115.04.2016, 12:34
Donat Roduner
Donat Roduner
Folgen
Fan-Battle in der Innenstadt.
sport1

An der Anfield Road trafen sich gestern Abend zwei Mannschaften, zwei Vereine, die genau das Spiel verdienten, das sie gespielt haben. In der Arbeiterstadt Liverpool sind die Leute noch richtig stolz auf ihren Fussballklub (auf beide, genau genommen – Everton ist ja auch noch da) und dasselbe muss auch von der Arbeiterstadt Dortmund gesagt werden.

Gänsehautstimmung!
streamable

Ob die Fans im Stadion voraussahen, dass sie Zeugen eines der besten Fussballspiele des Jahrzehnts werden würden? Wohl kaum. Aber ihre Einstimmung auf den Match war dem, was noch folgen sollte, absolut würdig. Die Rezitation von «You'll never walk alone», der Hymne beider Vereine, war fantastisch. Beide Fanlager stimmten inbrünstig mit ein. 

Leidenschaft und Überzeugung

Was den Abend zu einem unvergessenen machen sollte, war aber selbstredend die Leistung der Akteure auf dem Rasen. Die 22 Mann in Rot und Schwarz-Gelb zeigten Fussball, wie wir ihn lieben. Geradlinig, solidarisch, leidenschaftlich und ohne unnötigen Schnickschnack – was in der heutigen Zeit leider nicht selbstverständlich ist.

Bestes Beispiel für die Emotionen, die im Spiel waren: Liverpools Trainer Jürgen Klopp.<br data-editable="remove">
Bestes Beispiel für die Emotionen, die im Spiel waren: Liverpools Trainer Jürgen Klopp.
Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Die Leistung der Dortmunder soll damit nicht abgewertet werden, aber das Salz in der Suppe war, was Liverpool in der zweiten Halbzeit zu leisten imstande war. Angestachelt von einem «Schwur» mit Trainer Jürgen Klopp glaubten die «Reds» unablässig an den Sieg.

Das Anrennen nach dem 3:1 für Dortmund durch Marco Reus, das eigentlich das Weiterkommen des BVBs besiegelte, war Fussball in Reinform. Es gab nur den Willen, den Kampf und die Überzeugung. Auf beiden Seiten keine Schwalben, kein Zeitspiel, kein Simulieren – nur purer Fussball, der auch Büne Huber gefallen hätte. Viele Spieler trugen zwar die von ihm gehassten Unterarmtattoos, doch gespielt wie eine «Pussy» hat definitiv keiner.

Die Liverpooler drehen ab nach dem Siegestor durch Dejan Lovren (#6).
Die Liverpooler drehen ab nach dem Siegestor durch Dejan Lovren (#6).Bild: Darren Staples/REUTERS

Pandemonium

Wenn eine Mannschaft zu Comebacks fähig ist, dann Liverpool. Das haben die «Reds» schon 2005 beim Wunder von Istanbul bewiesen. Dass die damaligen Champions-League-Sieger diese Leistung in ähnlicher Form wiederholen konnten, ist dennoch beachtlich und löste im Stadion (wie überall) Ekstase aus. Oder Pandemonium, wie die Briten so schön sagen, den positiv angehauchten Höllensturm.

So schön und ausgelassen die Liverpooler jubelten, so gross war die Enttäuschung bei den Dortmundern, aber genauso viel Klasse zeigten sie in der Niederlage. «Wir konnten nicht gewinnen wie Champions, darum benehmen wir uns wenigstens wie solche», brachte das BVB-Trainer Thomas Tuchel treffend auf den Punkt. 

Es war also vor, während und nach dem Spiel ein perfekter Fussballabend. Einer, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Frage stellt sich: Wieso kann Fussball nicht immer so sein? Dann könnten die ewigen Nörgler und Hater nämlich einpacken.

Die 20 besten Fussballstadien Europas

1 / 23
Die 20 besten Fussballstadien Europas
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
-woe-
15.04.2016 12:33registriert Dezember 2015
Ja, das gestrige Spiel hat wirklich Freude gemacht. So sollte es immer sein. Kein Zeitspiel, keine Schwalben, keine sterbenden Schwäne und andere Pussies.

Das lag eindeutig daran, dass keine italienische oder spanische Diven-Truppe beteiligt war.
8111
Melden
Zum Kommentar
avatar
länzu
15.04.2016 13:34registriert April 2014
Übrigens: kleine Randbemerkung. Habt ihr gesehen, wie die BVB-Fans dem Kloppo nach dem Spiel applaudiert haben, als er ihnen in die Fankurve zuwinkte. Das ist auch grosse Klasse. Der Club kann stolz sein, auf diese Anhänger.
351
Melden
Zum Kommentar
avatar
FCZBVB180
15.04.2016 11:31registriert März 2016
Ich war letzte Woche in Dortmund und muss sagen, sowas habe ich noch nie gesehen! Vor und nach dem Spiel waren über gemische Fanlager zu sehen. Man hat zusammen getrunken, gesungen, gefeiert etc. Plus war der gegenseitige Respect risen gross. War wirklich schön mitanzusehen, wäre auch ohne Polizei alles super verlaufen. Die Pool-Fans kauften such im Fanshop alles Sachen vom BVB und nach dem Spiel sah man überall schwarzgelbe Engländer! Herrlich sowas!

Trotzdem, hört bitte auf so viele Artikel vom gestrigen Spiel zu machen, es schmerzt......
439
Melden
Zum Kommentar
19
Das beste Tennis-Match aller Zeiten – Federer verliert seine Wimbledon-Krone an Nadal
6. Juli 2008: Vier Stunden und 48 Minuten Hochspannung – in ihrem dritten Final-Duell in Wimbledon in Serie verliert Roger Federer erstmals gegen seinen Erzrivalen Rafael Nadal. Der epische Fünfsätzer gilt als bestes Tennis-Match aller Zeiten.

Es ist das ewige Duell dieser Ära. Auf der einen Seite Roger Federer, der Rasenkönig mit fünf Wimbledon-Titeln in Serie in der Tasche. Der feingliedrige Künstler mit der virtuosen Technik. Auf der anderen Seite Rafael Nadal, der Sandkönig mit vier French-Open-Titeln in Serie in der Tasche. Der muskelbebackte Kämpfer mit dem unbändigen Willen.

Zur Story