DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05259330 Liverpool's fans celebrate after their team's victory against Borussia Dortmund in the UEFA Europa League quarter final second leg soccer match between Liverpool FC vs Borussia Dortmund, at Anfield in Liverpool, Britain, 14 April 2016.  EPA/PETER POWELL

Lassen wir zunächst die Anzeigetafel sprechen. Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

He Büne, hast du gesehen? Liverpool gegen Dortmund, DAS war echter Fussball

Es gibt wenige Spiele, die die Bezeichnung «instant classic» verdienen. Das 4:3 von Liverpool gegen Dortmund definitiv schon. Und das nicht nur wegen dem verrückten Spielverlauf, sondern weil wir an diesem Abend Fussball in jedem Aspekt so gesehen haben, wie wir ihn lieben.

Donat Roduner
Donat Roduner



abspielen

Fan-Battle in der Innenstadt.
sport1

An der Anfield Road trafen sich gestern Abend zwei Mannschaften, zwei Vereine, die genau das Spiel verdienten, das sie gespielt haben. In der Arbeiterstadt Liverpool sind die Leute noch richtig stolz auf ihren Fussballklub (auf beide, genau genommen – Everton ist ja auch noch da) und dasselbe muss auch von der Arbeiterstadt Dortmund gesagt werden.

abspielen

Gänsehautstimmung!
streamable

Ob die Fans im Stadion voraussahen, dass sie Zeugen eines der besten Fussballspiele des Jahrzehnts werden würden? Wohl kaum. Aber ihre Einstimmung auf den Match war dem, was noch folgen sollte, absolut würdig. Die Rezitation von «You'll never walk alone», der Hymne beider Vereine, war fantastisch. Beide Fanlager stimmten inbrünstig mit ein. 

Leidenschaft und Überzeugung

Was den Abend zu einem unvergessenen machen sollte, war aber selbstredend die Leistung der Akteure auf dem Rasen. Die 22 Mann in Rot und Schwarz-Gelb zeigten Fussball, wie wir ihn lieben. Geradlinig, solidarisch, leidenschaftlich und ohne unnötigen Schnickschnack – was in der heutigen Zeit leider nicht selbstverständlich ist.

epa05259253 Liverpool's coach Jurgen Klopp (L) celebrates a goal during the UEFA Europa League quarter final second leg soccer match between Liverpool FC and Borussia Dortmund at Anfield in Liverpool, Britain, 14 April 2016.  EPA/PETER POWELL

Bestes Beispiel für die Emotionen, die im Spiel waren: Liverpools Trainer Jürgen Klopp.
Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Die Leistung der Dortmunder soll damit nicht abgewertet werden, aber das Salz in der Suppe war, was Liverpool in der zweiten Halbzeit zu leisten imstande war. Angestachelt von einem «Schwur» mit Trainer Jürgen Klopp glaubten die «Reds» unablässig an den Sieg.

Das Anrennen nach dem 3:1 für Dortmund durch Marco Reus, das eigentlich das Weiterkommen des BVBs besiegelte, war Fussball in Reinform. Es gab nur den Willen, den Kampf und die Überzeugung. Auf beiden Seiten keine Schwalben, kein Zeitspiel, kein Simulieren – nur purer Fussball, der auch Büne Huber gefallen hätte. Viele Spieler trugen zwar die von ihm gehassten Unterarmtattoos, doch gespielt wie eine «Pussy» hat definitiv keiner.

Referenz: Der legendäre Fussball-Rant von Büne Huber. video: teleclub

Football Soccer - Liverpool v Borussia Dortmund - UEFA Europa League Quarter Final Second Leg - Anfield, Liverpool, England - 14/4/16
Liverpool's Dejan Lovren celebrates scoring their fourth goal with teammates
Reuters / Darren Staples
Livepic
EDITORIAL USE ONLY.

Die Liverpooler drehen ab nach dem Siegestor durch Dejan Lovren (#6). Bild: Darren Staples/REUTERS

Pandemonium

Wenn eine Mannschaft zu Comebacks fähig ist, dann Liverpool. Das haben die «Reds» schon 2005 beim Wunder von Istanbul bewiesen. Dass die damaligen Champions-League-Sieger diese Leistung in ähnlicher Form wiederholen konnten, ist dennoch beachtlich und löste im Stadion (wie überall) Ekstase aus. Oder Pandemonium, wie die Briten so schön sagen, den positiv angehauchten Höllensturm.

Die entscheidenden Szene im LFC-Radio kommentiert von Steve Hunter und Vereinslegende John Aldridge.

So schön und ausgelassen die Liverpooler jubelten, so gross war die Enttäuschung bei den Dortmundern, aber genauso viel Klasse zeigten sie in der Niederlage. «Wir konnten nicht gewinnen wie Champions, darum benehmen wir uns wenigstens wie solche», brachte das BVB-Trainer Thomas Tuchel treffend auf den Punkt. 

Es war also vor, während und nach dem Spiel ein perfekter Fussballabend. Einer, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Frage stellt sich: Wieso kann Fussball nicht immer so sein? Dann könnten die ewigen Nörgler und Hater nämlich einpacken.

Die 20 besten Fussballstadien Europas

Hobby-Fussballer aufgepasst! Wayne Rooney zeigt dir, wie allerletzter Einsatz geht

Link zum Artikel

Bend it like Sturridge – das sind die 13 besten Aussenrist-Tore aller Zeiten

Link zum Artikel

Gesucht! Das schönste Tor der WM-Vorrunde – Coutinho, Kroos oder doch Ronaldo?

Link zum Artikel

Diese 17 Hammer-Treffer streiten um das Tor des Jahres 2017 

Link zum Artikel

27 zeitlose Klassiker: Die  schönsten Tore der Schweizer Nati

Link zum Artikel

Iniesta erzielt sein erstes Tor in Japan – es ist wunderschön und von Podolski vorgelegt

Link zum Artikel

Barças Penalty-Pass: Der endete auch schon sehr peinlich – und Cruyff war nicht der Erfinder

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vom 2:5 zum 6:5 – GC holt sich im Cup-Halbfinal den wohl dramatischsten Derbysieg

3. März 2004: Bei GC macht sich im Derby nach gut 60 Minuten die Angst vor einer Kanterniederlage breit. Doch die Hoppers kommen zurück – und sorgen für eines der denkwürdigsten Cup-Spiele der Schweizer Fussballgeschichte.

63 Minuten sind im altehrwürdigen Hardtum gespielt, als sich für die heimischen Grasshoppers eine kolossale Blamage anzubahnen scheint. 2:5 liegen die Hoppers im Cup-Halbfinal zurück, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen FC Zürich. Der FCZ, trainiert vom jungen Lucien Favre, hat von erstaunlichen Schwächen in der Hoppers-Abwehr profitieren können.

Schon früh liegt GC mit 0:2 zurück. Daniel Gygax trifft nach sechs Minuten zur Führung, der zweite Treffer ist ein Slapstick-Eigentor, verursacht …

Artikel lesen
Link zum Artikel