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Rodrygo braucht nicht lange, bis er zum ersten Mal im Real-Trikot jubeln kann.
Rodrygo braucht nicht lange, bis er zum ersten Mal im Real-Trikot jubeln kann.Bild: AP

Neuzugang Rodrygo (18) trifft bei Real-Debüt nach 95 Sekunden und schnappt Beckhams Marke

26.09.2019, 09:1526.09.2019, 15:52

Trotz mässigem Saisonstart steht Real Madrid nach sechs Spielen an der Spitze der spanischen Primera Division. Gestern Abend gewannen die Königlichen 2:0 gegen CA Osasuna. Als Torschützen zeichneten sich zwei brasilianische Teenager aus.

Für das 1:0 sorgte Vinicius Junior, der letzte Saison bereits zu regelmässigen Einsätzen kam und durch seine flinken Dribblings beeindruckte. Sein Makel: Er traf in 18 Partien als Flügelspieler nur ein einziges Mal. Nun hat der 19-Jährige in seinem fünften Saisonspiel diese Marke bereits eingestellt – sein Schlenzer zum 1:0 war Extraklasse.

Das 1:0 durch Vinicius Junior.Video: streamable

Nach 71 Minuten hatte Vinicius Feierabend – er wurde ersetzt durch den ein Jahr jüngeren Rodrygo. Der ist ebenfalls Brasilianer und ebenfalls ein richtig guter Kicker. Im Sommer überwies Real Madrid für seine Dienste 40 Millionen Euro an den FC Santos, den Saisonstart verpasste Rodrygo wegen einer Oberschenkelverletzung jedoch.

Nun also das Debüt von Rodrygo, der 18-jährige Brasilianer mit Jahrgang 2001 brauchte gerade mal 95 Sekunden, um bereits ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Auf dem linken Flügel lanciert, zieht er mit Tempo zu Mitte: Eine feine Körpertäuschung, ein Schuss und drin war der Ball.

Rodrygo erzielt das 2:0 für Real Madrid.Video: streamable

Schneller hat in der Geschichte von Real Madrid nur ein Spieler bei seinem Debüt getroffen. Die bislang zweitschnellste Marke stammt von einem gewissen David Beckham, der 2003 nach 124 Sekunden gegen Real Betis traf.

Das Debüt und das Tor von Beckham.Video: YouTube/NO
Die «Galacticos» beim Beckham-Debüt – eine Mannschaft aus lauter Stars.
Die «Galacticos» beim Beckham-Debüt – eine Mannschaft aus lauter Stars.screenshot: transfermarkt

Schneller als Rodrygo war bei Real Madrid nur noch ein anderer Brasilianer. Ronaldo traf 2002 beim Debüt nach 62 Sekunden.

Ronaldo wird in seinem ersten Spiel für Real eingewechselt und trifft sofort.Video: YouTube/Ramazanov

Begeistert war nach der Partie Trainer Zinédine Zidane, der an der Pressekonferenz über die grossartige Leistung seiner beiden Brasilianer sagte:

«Wir vergessen oft, wie alt die beiden sind. Sie sind sehr jung. Als sie getroffen haben, hat man gesehen, wie viel es ihnen bedeutet, im Bernabéu zu treffen. Ich freue mich, weil Vinícius sehr froh war, grosse Lust auf das Spiel hatte. Sein Tor hat ihm sehr gut getan.
Dasselbe gilt für Rodrygo. Den Ball zwei Minuten nach der Einwechslung so anzunehmen … das ist der helle Wahnsinn! Danach hat er auch noch sehr gut abgeschlossen. Tore gefallen mir, gute Annahmen mag ich aber lieber. Nochmal: Das war Wahnsinn. So soll es weitergehen.»

100 Millionen Euro für Eden Hazard, 60 Millionen für Luka Jovic – die beiden «Königstransfers» des Sommers sind bisher noch ohne Saisontor. Zum Glück für Zidane sind nun zwei Brasilianer in die Bresche gesprungen – und mit der Tabellenführung im Rücken schliesst der Trainer die Pressekonferenz: «Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.»

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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anonymer analphabet
26.09.2019 09:34registriert April 2016
"Tore gefallen mir, gute Annahmen mag ich aber lieber" finde ich eine schöne Aussage von Zizou :-)
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Cristiano Ronaldo passt nicht mehr zu ManUnited – nur will ihn sonst niemand
Beim 0:4 in Brentford wurde wieder einmal deutlich: Cristiano Ronaldo und Manchester United, das passt nicht mehr so richtig. Der Portugiese erfüllt nicht, was Trainer Erik ten Hag von ihm erwartet. Nur gestaltet sich die Suche nach einem neuen Klub weiterhin schwierig.

Die Stimmung war schlecht, als die Manchester-United-Profis am Sonntag zum Straftraining antraben mussten. Natürlich, hatten sie doch am Vortag 0:4 in Brentford verloren. Eine Blamage für den einstigen englischen Vorzeigeklub. Aber eigentlich auch nur eine weitere Episode in der Geschichte seines Niedergangs. Am Samstag gab die Leistung seiner Mannschaft Erik ten Hag Anlass zu einer Wutrede: «Ich hätte am liebsten alle ausgewechselt.»

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