«Junge Tat»-Anführer attackierten Journalisten in Deutschland
Ende Januar traf sich die rechtsextreme Szene in Schnellroda in Ostdeutschland. Mit dabei waren unter anderem auch Vertreter der Schweizer Gruppe «Junge Tat» sowie der österreichische Rechtsextreme Martin Sellner und die AfD-Jugend. Medienberichten zufolge kam es dabei zu Übergriffen auf Journalisten und Fotografen.
Konkret hätten damals knapp 30 teils vermummte Rechtsextreme Journalisten und Fotografen des Mediennetzwerks Recherche-Nord bedrängt. Dieses postete vor einigen Tagen ein Video von den Vorfällen auf «X».
Gewalt ist bei den „Neuen Rechten“ in Schnellroda nichts neues - erneut sichtbar am 24.01., als zahlreiche Funktionäre von AfD und „Identitärer Bewegung“ Journalist:innen attackierten.
— recherche-nord (@recherchenorth) February 2, 2026
Dank geht an die Securities: dank ihnen blieb Schlimmeres aus.
Video: https://t.co/F8v5OU0PCP pic.twitter.com/jieZy1MteJ
Wie der «Blick» nun schreibt, sollen dabei auch Vertreter der Jungen Tat handgreiflich geworden sein: «In vorderster Reihe mit dabei waren die mehrfach vorbestraften Anführer Manuel Corchia und Tobias Lingg», heisst es im Bericht. Corchia soll einem Journalisten gegen die Kameralinse geschlagen und Lingg Fotografen mit Wasser bespritzt haben. Verletzt wurde demnach niemand.
Gegenüber dem Blick bestätigt die Polizei, dass Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahls eingeleitet wurden.
Dies ist insofern brisant, als die beiden Anführer der Jungen Tat sich in wenigen Monaten in der Schweiz vor Gericht verantworten müssen. Sie sind wegen einer ganzen Reihe von Straftaten angeklagt. Die Aktion der zwei Schweizer Rechtsextremisten in Deutschland dürfte darum auch die Schweizer Staatsanwaltschaft interessieren. (ome)
