Nächster Rückschlag für die Berner: YB gewinnt schon wieder nicht gegen GC
GC – YB 1:1
Den Young Boys misslingt die Bestätigung für den Sieg gegen den FC Zürich vor einer Woche. Bei den Grasshoppers reicht es nur zu einem 1:1.
Es bleibt dabei: Das Team von Trainer Gerardo Seoane ist ein fragiles Konstrukt, das bei Gegenwind rasch ins Wanken gerät. Der sehenswerte Treffer von Alvyn Sanches nach einer halben Stunde zum 1:0 war der verdiente Lohn für eine solide erste Halbzeit, bremste aber auch die Angriffsbemühung der zunehmend passiv agierenden Gäste.
Nach dem Seitenwechsel waren die Berner nicht nur offensiv zurückhaltend, sondern schwächten sich zum wiederholten Mal in dieser Saison selber. Innenverteidiger Gregory Wüthrich sah in der 66. Minute für eine zweite übermotivierte Intervention die Gelb-Rote Karte. Die Verunsicherung in den Reihen von YB war danach zunehmend greifbar und gipfelte im 1:1, das der österreichische Verteidiger Maximilian Ullmann wunderschön erzielte, nachdem die Berner es mehrmals verpasst hatten, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern.
Das Happy-End mit dem auf beiden Seiten dringend benötigten Vollerfolg blieb aus. Die Grasshoppers taten in der Schlussphase mehr für die drei Punkte, die Berner kamen ihnen aber näher. In der 90. Minute erzielte Darian Males das vermeintliche 2:1, das Schiedsrichter Turkes dank der Videobilder zu Recht wegen eines Fouls zu Beginn der Aktion annullierte.
Grasshoppers - Young Boys 1:1 (0:1)
5284 Zuschauer. - SR Turkes.
Tore: 31. Sanches (Fernandes) 0:1. 79. Ullmann 1:1.
Grasshoppers: Hammel; Stroscio, Diaby, Mikulic; Diarrassouba (67. Ngom), Meyer, Hassane (87. Abrashi), Krasniqi; Tsimba, Frey (67. Ullmann), Plange (46. Marques).
Young Boys: Keller; Janko, Wüthrich, Lauper (63. Bukinac), Benito; Virginius (62. Fassnacht), Gigovic (80. Raveloson), Fernandes, Monteiro; Sanches (68. Zoukrou); Bedia (80. Males).
Bemerkungen: 66. Gelb-Rote Karte gegen Wüthrich.
Verwarnungen: 38. Fernandes, 42. Wüthrich, 86. Monteiro, 95. Abrashi.
Winterthur – Lugano 1:1
Der FC Winterthur verpasst gegen den eine gute halbe Stunde lang in Unterzahl agierenden FC Lugano den möglichen Heimsieg unglücklich. Zum 1:1-Schlussstand führt ein strenger Penalty.
Der Zeitpunkt schien ideal für den FC Winterthur, um in der 23. Runde erstmals in dieser Saison ohne Gegentor zu bleiben. Nach dem Führungstreffer von Andrin Hunziker in der 61. Minute konnte das Team von Patrick Rahmen den Vorsprung mit einem Spieler mehr verteidigen, weil kurz vor dem 1:0 Uran Bislimi für ein etwas zu hartes Einsteigen die zweite Gelbe Karte gesehen hatte.
In der 80. Minute kam das enttäuschend spielende Lugano aber doch noch zu seinem Treffer. Alexandre Jankewitz hielt Gegenspieler Damian Kelvin nach einem Freistoss ein Spur zu lange am Trikot zurück. Den streng gepfiffenen Penalty verwertete Anto Grgic gewohnt sicher. Später hatte Lugano sogar noch die Möglichkeit zum zweiten Treffer. Der Kopfball von Kelvin prallte in der Nachspielzeit von der Latte ab.
Über den einen Punkt dürfte sich bei Lugano, das acht Punkte hinter Leader Thun zurückliegt, niemand mehr gefreut haben als Lukas Mai. Der deutsche Verteidiger verschuldete das 0:1 keine 30 Sekunden nach seiner Einwechslung, indem er den Ball gegen Théo Golliard vertändelte. Dieser lieferte den Assist zu Hunzikers achtem Saisontreffer.
Winterthur - Lugano 1:1 (0:0)
7100 Zuschauer. - SR Piccolo.
Tore: 61. Hunziker (Golliard) 1:0. 80. Grgic (Penalty) 1:1.
Winterthur: Kapino; Citherlet, Arnold, Durrer; Sidler (86. Dansoko), Kasami (86. Maksutaj), Jankewitz, Golliard (76. Schneider), Smith (76. Diaby); Buess (71. Maluvunu), Hunziker.
Lugano: Saipi; Zanotti, Kelvin, Papadopoulos (73. Koutsias); Cimignani, Bislimi, Grgic, Daniel Dos Santos (73. Bottani), Mahou (60. Mai); Behrens, Steffen (89. Kendouci).
Bemerkungen: 56. Gelb-Rote Karte gegen Bislimi.
Verwarnungen: 22. Grgic, 34. Steffen, 39. Mahou, 45. Bislimi, 60. Sidler, 74. Smith, 78. Diaby, 79. Jankewitz.
Sion – Luzern 0:0
Sion und Luzern gelingen wenige Tage nach der Cup-Enttäuschung keine Tore. Die Innerschweizer waren dem Sieg näher.
Das Remis war aus statistischer Sicht vorprogrammiert. Für Sion war es das vierte in Serie, für Luzern das dritte in Folge. Während die Walliser eher von einem gewonnenen Punkt sprechen konnten, war es für den FC Luzern ein ärgerliches Unentschieden. Zumindest in der ersten Halbzeit hätte der Gast mehr aus seiner Überlegenheit machen sollen. Es fehlte nicht an Möglichkeiten. Die beste hatte Matteo Di Giusto schon in der 8. Minute. Sein Schuss prallte von der Latte ab.
Der eine Zähler ist für Luzern, das wie Sion als Favorit in dieser Woche im Cup-Viertelfinal scheiterte, zu wenig. Der Rückstand auf den FC Sion, der als Siebter derzeit den Vorstoss in die Meisterrunde auf sicher hätte, beträgt weiterhin zehn Punkte.
Sion - Luzern 0:0
8350 Zuschauer. - SR Blanco.
Sion: Racioppi; Hefti, Hajrizi, Kronig, Marquinhos Cipriano; Chipperfield (68. Kololli), Kabacalman (68. Diack), Baltazar Costa; Berdayes (68. Lukembila), Nivokazi (82. Boteli), Chouaref (92. Llukes).
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, Fernandes; Lucas Ferreira, Owusu, Abe (89. Winkler), Di Giusto (89. Karweina); von Moos (70. Kabwit), Villiger (82. Grbic).
Verwarnungen: 18. Freimann, 35. Villiger, 50. Dorn, 77. Hefti, 79. Lucas Ferreira, 91. Marquinhos Cipriano, 91. Grbic. (riz/sda)
