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Dicker Fettnapf: «Nicht Frauenfussball, der Frauensport allgemein ist nicht wert, geschaut zu werden.»
Dicker Fettnapf: «Nicht Frauenfussball, der Frauensport allgemein ist nicht wert, geschaut zu werden.»Bild:  twitter/Andy_Benoit

«Frauensport ist nicht wert, geschaut zu werden» – US-Journalist löst mit Sexismus-Pöbelei einen herrlichen Shitstorm aus

Da hat sich Andy Benoit, seines Zeichens Journalist bei «Sports Illustrated», etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Über Twitter posaunt er, Frauensport sei nicht sehenswert, und kriegt danach ordentlich auf die Kappe. 
26.06.2015, 10:4626.06.2015, 17:04

Die National Football League (NFL) ist nur etwas für echte Testosteron-Bolzen. Für richtige Männer, die ihr Abendessen noch eigenhändig jagen, für Männer wie Andy Benoit. Was da natürlich nicht fehlen darf: Die Diskreditierung von Frauensport. Was wagen es diese zarten Wesen überhaupt, sich mit sowas Männlichem wie Sport zu beschäftigen?

Vorurteile im Frauenfussball: Diesen Satire-Beitrag sollte sich Andy Benoit gönnen.YouTube/Alex Dutler

Andy Benoit ist Football-Journalist bei «Sports Illustrated» und machte schon öfters mit frauenfeindlichen Tweets auf sich aufmerksam. Nun hat der «Experte» aber definitiv übers Ziel hinausgeschossen.

Der Chauvinist in seinem Element

Ausschlaggebend für die Twitter-Fehde ist ein Traumtor von Lucy Bronze, welches Mark Mravic, ebenfalls Journalist in der Football-Sektion von «Sports Illustrated», zu diesem Tweet in Richtung Andy Benoit verleitet:

Das lässt Hobby-Chauvinist Andy Benoit natürlich nicht auf sich sitzen, er holt sofort zum Rundumschlag gegen den Frauensport aus: «Nicht Frauenfussball ... Frauensport im Generellen ist es nicht wert, geschaut zu werden.»

Es windet, ist das etwa ein Shitstorm?

Verständlicherweise dauert es nicht lange, bis sich die Fans des Frauensports wehren und den Tweet als engstirnig, sexistisch und frauenfeindlich bezeichnen.

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Tweet Andy Benoit
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Der Versuch von Benoit, den Kommentar zu bereinigen, misslingt: «Frauen sind genau so gut wie Männer im Allgemeinen, besser in vielen Aspekten, ihr Sport ist nur weniger unterhaltsam. TV-Quoten stimmen mir übrigens zu.»

Kurze Zeit später löscht Benoit beide Tweets von seinem Account. Zu spät, die Medien haben bereits Lunte gerochen. Neben verschiedenen Zeitungen und Onlineportalen bekommt auch die Late Night Show mit Seth Meyers davon Wind: Ein gefundenes Fressen.

«Echt? Frauensport ist nicht sehenswert? Ich denke, viele Leute würden es lieben, wenn du das zu Serena Williams sagst.»
Amy Poehler

In der Rubrik «Really?! With Seth and Amy» mit Comedy-Star Amy Poehler schiessen sie herrlich gegen Andy Benoit. Diese vier Minuten solltest du dir wirklich gönnen.

Die Tatsache, dass Benoits Arbeitgeber, «Sports Illustrated», ein Magazin zu Frauen-Swimsuits verlegt, stärkt die Position von Benoit nicht sonderlich: «Du arbeitest für «Sports Illustrated» und du sprichst von Sport? Ausser es ist für euch ein Sport, wenn sich Frauen beide Brüste mit nur einem Arm decken können», witzelt Seth Meyers.

Auf den Punkt bringt es schliesslich Amy Poehler:

«Keine weiteren Tweets, Benoit. Du bist zu dumm.»
Amy Poehler

Und was macht eigentlich Andy Benoit? Er wendet sich vorerst von Kritik am Frauensport ab und wettert gegen Pferderennen. Da bahnt sich vielleicht schon der nächste Shitstorm an.

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