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Spain's captain Sergio Ramos reacts during the UEFA Nations League soccer match between Ukraine and Spain at the Olimpiyskiy Stadium in Kyiv, Ukraine, Tuesday, Oct.13, 2020. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Sergio Ramos wird erstmals seit 2004 ein grosses Turnier verpassen. Bild: keystone

«Es tut weh» – so reagiert Sergio Ramos auf sein EM-Aus



Sergio Ramos wurde mit Spanien Welt- und zweimal Europameister, derzeit ist er Captain der «Furia Roja» und mit 179 Länderspielen auch deren Rekordspieler. Bei der bevorstehenden EM wird der 35-Jährige nun aber nicht dabei sein. Trainer Luis Enrique verzichtet wegen mangelnder Fitness auf die Dienste von Ramos, der damit erstmals seit 2004 ein grosses Turnier verpasst.

Wegen eines Meniskusrisses und einer Sehnenreizung musste der Leitwolf zuletzt immer wieder pausieren, in diesem Jahr hat er nur 395 Spielminuten in den Beinen. Ramos war allerdings auf dem Weg der Besserung und wäre bis zur EM wohl wieder fit geworden. Für Enrique war das Risiko aber zu gross. «Es war eine Entscheidung, über die wir viel nachgedacht haben. Ich muss machen, was für das Team am besten ist», erklärte der Nationaltrainer. Die Nachricht überbrachte er dem Routinier persönlich. «Es war ein sehr höfliches und korrektes Gespräch.»

Ramos selbst zeigt sich freilich wenig begeistert von der Entscheidung. Auf Instagram schrieb er: «Ich habe jeden Tag dafür gekämpft und gearbeitet, um für Real Madrid und die Nationalmannschaft wieder auf 100 Prozent zu kommen. Aber die Dinge laufen nicht immer so, wie man es will. Es tut mir weh, dass ich meiner Mannschaft nicht mehr helfen konnte und Spanien nicht repräsentieren kann.»

Der spanische Rekordnationalspieler erklärte zudem, dass es wohl besser sei, sich jetzt vollständig zu erholen und nächste Saison wieder topfit zurückzukehren. «Es tut weh, dein Land nicht zu vertreten, aber man muss ehrlich und aufrichtig sein», so Ramos weiter. «Ich wünsche all meinen Mitspielern viel Glück, hoffentlich spielen wir eine grossartige EM.»

Mit dem Fehlen von Ramos fährt Spanien erstmals überhaupt ohne einen Spieler von Real Madrid an ein grosses Turnier. Während etwa Marco Asensio oder Isco ausser Form sind, wäre Rechtsverteidiger Daniel Carvajal eigentlich ein potenzieller Stammspieler gewesen. Wie Ramos hatte aber auch er zuletzt mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Statt Nacho Fernandez, der Ramos bei Real zuletzt souverän vertrat, nominierte Enrique Aymeric Laporte von Manchester City. Dem gebürtigen Franzosen mit spanischen Wurzeln wurde erst kürzlich die spanische Staatsbürgerschaft verliehen.

Spaniens EM-Kader

Tor: Unai Simon (Bilbao), David de Gea (Manchester United), Robert Sanchez (Brighton Hove & Albion).
Abwehr: Jose Gaya (Valencia), Jordi Alba (Barcelona), Pau Torres (Villarreal), Aymeric Laporte (Manchester City), Eric García (Manchester City), Diego Llorente (Leeds United), Cesar Azpilicueta (FC Chelsea).
Mittelfeld: Sergio Busquets (Barcelona), Rodri (Manchester City), Pedri (Barcelona), Thiago (Liverpool), Koke (Atletico Madrid), Fabian Ruiz (Neapel), Marcos Llorente (Atletico Madrid), Dani Olmo (Leipzig).
Sturm: Mikel Oyarzabal (Real Sociedad), Alvaro Morata (Juventus), Gerard Moreno (Villarreal), Ferran Torres (Manchester City), Adama Traore (Wolverhampton), Pablo Sarabia (PSG).

Auch von Reals Erzrivale Barcelona werden nur drei Profis an der EM teilnehmen: Jordi Alba, der neue Captain Sergio Busquets und Youngster Pedri. Von Meister Atlético Madrid sind mit Marcos Llorente und Koke ebenfalls nur zwei Verteter dabei. Gleich 14 Akteure verdienen ihr Geld im Ausland, ein Grossteil in der englischen Premier League. (pre)

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Sergio Ramos im Wandel der Zeit

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Sergio Ramos im Wandel der Zeit
quelle: instagram
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