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FILE - In this Saturday, July 18, 2015 file photo, fans pose for pictures with Arsenal's mascot Gunnersaurus ahead of their team's soccer match against Everton for the Barclays Asia Trophy in Singapore. Out-of-favor Arsenal playmaker Mesut Ozil wants to save Gunnersaurus from extinction. Ozil expressed sadness Tuesday Oct. 6, 2020, after discovering that Jerry Quy

Fans schiessen Selfies mit dem Gunnersaurus. Bild: keystone

Özil bezahlt Maskottchen aus eigenem Sack, weil Arsenal trotz Millionen-Transfers spart



Wegen Finanzsorgen aufgrund der Coronakrise senkt Arsenal seine Kosten. Teil der Sparmassnahmen: Der Gunnersaurus soll nicht mehr weiterbeschäftigt werden. Nach 27 Jahren im Klub und rund 66 Millionen Jahre später als seine Artgenossen verschwindet der Dinosaurier – und mit ihm der Mann, der ihn an Spieltagen zum Leben erweckt.

Seit der Gunnersaurus 1993 erstmals auflief, steckt Jerry Quy im grünen Kostüm. Dass sein Teilzeit-Job nun aus Spargründen verschwindet, während Arsenal gleichzeitig für rund 50 Millionen Franken die Verpflichtung von Atléticos Madrid Thomas Partey bekannt gab, stösst vielen Fans sauer auf.

Und nicht nur den Supportern. Auch Mesut Özil beschäftigt das Thema. Der deutsche Weltmeister, bei Arsenal noch für eine Saison unter Vertrag, nimmt sich Quy an. «Ich war sehr traurig, als ich gehört habe, dass unser berühmtes und treues Maskottchen nach 27 Jahren überflüssig gemacht wurde», teilt Özil mit. Der Grossverdiener öffnet deshalb sein Portemonnaie und kündigt an: «Ich biete an, dass ich seinen Lohn übernehme, solange ich bei Arsenal bin, damit Jerry weiter seinen geliebten Job ausüben kann.»

Özil kann es sich locker leisten: Mit einem Jahreseinkommen von mehr als 20 Millionen Franken gilt er als Arsenals Topverdiener. Eine Lohnkürzung soll er zuletzt im Gegensatz zu anderen Spielern nicht akzeptiert haben, heisst es. Die «Gunners» baten ihre Stars aus dem Premier-League-Kader um eine Gehaltsreduktion von 7,5 Prozent, um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie aufzufangen.

Mit Granit Xhaka versteht sich der Dino ausgezeichnet.

Vielleicht ist aber auch Özils Grosszügigkeit für das Maskottchen nicht nötig: Ein Klubsprecher sagte ESPN, der Gunnersaurus sei nicht ausgestorben. Er werde ins Stadion zurückkehren, wenn auch wieder Fans kommen dürfen. Ob dies schon vorher so feststand oder als Reaktion auf Mesut Özils Angebot geschah, ist nicht klar. Die «Daily Mail» jedenfalls mutmasst, Özil könne seine Ankündigung auch deshalb gemacht haben, um Arsenals Führung in ein schlechtes Licht rücken zu lassen. Er scheine entschlossen zu sein, diese in seinen letzten zehn Monaten beim Klub lächerlich zu machen. (ram)

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Maskottchen während der Schweigeminute

Jogger wird von Dinosaurier gejagt

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