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Chung als Platini-Rivale um Blatter-Nachfolge: «Die FIFA ist eine korrupte Organisation»

Michel Platini hat einen ersten ernsthaften Konkurrenten im Kampf ums FIFA-Präsidium. Der Südkoreaner Chung Mong-Joon will wie der Franzose Nachfolger von Sepp Blatter werden.



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Mit scharfen Attacken gegen den scheidenden Blatter hat Chung seine Kandidatur um den Chefposten im Fussball-Weltverband offiziell verkündet. «Die FIFA ist so eine korrupte Organisation geworden, weil die gleiche Person und ihre Kumpanen sie seit 40 Jahren führen. Absolute Macht korrumpiert absolut», sagte der 63-Jährige bei einer Pressekonferenz am Montag in Paris.

epa04887149 Former FIFA vice president and current honorary chairman of the Korea Football Association, South Korea's Chung Mong-Joon, holds a news conference to announce his candidacy for the presidency of FIFA, in Paris, France, 17 August 2015. Chung, who served as FIFA's No. 2 man from 1994 to 2011, officially launched his bid to run for the top position at an upcoming election scheduled for February 2016. He has been a vocal critic of the world's football governing body since several officials were implicated in corruption scandals, including outgoing leader Sepp Blatter.  EPA/IAN LANGSDON

Chung Mong-Joon tritt gegen Platini an. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Chung ist der erste offizielle und bislang einzige ernsthafte Konkurrent für UEFA-Boss Michel Platini um Blatters Nachfolge. Der Franzose soll die Unterstützung der Verbände aus Europa, Nord- und Südamerika und auch aus Chungs Konföderation Asien haben, was ihn zum grossen Favoriten bei der Wahl am 26. Februar 2016 beim ausserordentlichen FIFA-Kongress macht.

Chung sass von 1994 bis 2011 im FIFA-Exekutivkomitee und war zeitweise auch FIFA-Vizepräsident unter Blatter, als dessen Kritiker er schon damals galt. Vor vier Jahren schied er aus dem Amt, da die asiatische Konföderation Prinz Ali bin al-Hussein für diesen Posten nominierte. Als damaliger Präsident des südkoreanischen Fussball-Verbandes war der Sohn von Hyundai-Gründer Chung Ju-Yung 2002 massgeblich an der WM-Organisation in seinem Heimatland beteiligt.

Bis zum 26. Oktober müssen alle Kandidaten ihre Unterlagen bei der FIFA einreichen und dabei mindestens fünf Unterstützerschreiben nationaler Fussball-Verbände präsentieren. Unklar ist noch, ob auch Prinz Ali bin al-Hussein wieder antritt. Der Jordanier war am 29. Mai gegen Blatter gescheitert. Vier Tage später kündigte der Schweizer angesichts der umfangreichen Korruptionsermittlungen der US-Justiz und der Schweizer Behörden aber seinen Rückzug an. Chancenlos sind die Ambitionen des früheren brasilianischen Fussballstars Zico und des Verbandspräsidenten aus Liberia, Musa Bility. 

(aargauerzeitung.ch)

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