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Trainer filmt Spielerinnen unter Dusche und wird von der UEFA gesperrt

epa09143821 (FILE) - The UEFA logo on display after the meeting of the UEFA Executive Committee at the UEFA headquarters in Nyon, Switzerland, 07 December 2017 (re-issued on 18 April 2020). The UEFA r ...
Die UEFA hat einen Frauenfussball-Trainer lebenslang gesperrt.Bild: keystone

Trainer filmt Spielerinnen unter Dusche: Lebenslange Sperre

Der tschechische Trainer Petr Vlachovsky hat über vier Jahre 14 Spielerinnen in Umkleiden und Duschen gefilmt. Jetzt folgen Konsequenzen.
20.05.2026, 14:3820.05.2026, 14:38
Ein Artikel von
t-online

Die Uefa hat den tschechischen Ex-Trainer Petr Vlachovsky wegen schwerer Verfehlungen lebenslang gesperrt. Der 42-Jährige darf nach einer Entscheidung der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) «auf Lebenszeit keinerlei fussballbezogene Tätigkeit ausüben», wie die Uefa am Dienstag mitteilte.

Vlachovsky war im vergangenen Jahr von einem tschechischen Gericht wegen heimlicher Videoaufnahmen von Spielerinnen in Umkleiden und Duschen zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung sowie zu einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt 14 Spielerinnen gefilmt zu haben.

Die Uefa forderte den Weltverband Fifa auf, die Sperre weltweit anzuerkennen. Auch die Trainerlizenz soll ihm entzogen werden.

«Notwendige Botschaft»

Fast 15 Jahre lang hatte Vlachovsky Mädchen- und Frauenteams beim tschechischen Erstligisten 1. FC Slovácko betreut. Er trainierte zudem das tschechische U19-Nationalteam der Frauen und war einst als bester Frauencoach des Landes ausgezeichnet worden. Im September 2023 wurde Vlachovsky festgenommen, nachdem die Polizei die heimlich aufgenommenen Videos im Internet entdeckt hatte.

Zuvor wurde bei ihm Material mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern gefunden. Nach Angaben der Spielergewerkschaft Fifpro erfuhren die Spielerinnen von den Aufnahmen erst nach der Festnahme, die Kamera sei in einem Rucksack versteckt gewesen. Fifpro begrüsste die Entscheidung der Uefa und erklärte: «Dieses Ergebnis sendet eine starke und notwendige Botschaft, dass missbräuchliches und unangemessenes Verhalten im Fussball keinen Platz hat.» (car/t-online)

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