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Schon wieder verloren: Carlos Bernegger nach der Heimniederlage gegen St.Gallen in der vorletzten Runde.
Schon wieder verloren: Carlos Bernegger nach der Heimniederlage gegen St.Gallen in der vorletzten Runde.Bild: KEYSTONE
Chronologie einer Entlassung

Die nächste Krise kommt bestimmt – dann klingt es beim FC Irgendwo so, wie in den letzten Wochen beim FC Luzern

Wie entlässt man einen Trainer? Indem man wochenlang behauptet, eine Trennung sei kein Thema. Der Weg des FC Luzern zum Rausschmiss von Carlos Bernegger ist exemplarisch – wetten, dass wir in einem Jahr bloss die Namen von Klub, Trainer und Sportchef ändern müssen, die Aussagen aber die selben sind?
06.10.2014, 21:5307.10.2014, 10:17

«Die sportliche Entwicklung verlangte nach einem Schnitt.» So begründet Luzern-Präsident Ruedi Stäger die Trennung von Trainer Carlos Bernegger nach elf sieglosen Spielen zum Saisonstart. Vorübergehend übernimmt U21-Trainer Gerardo Seoane die Leitung des Trainings.

Stägers Aussage ist am Montagnachmittag die vorerst letzte zu Bernegger. Zuvor beteten der Präsident und Sportchef Alex Frei nach jeder Partie herunter, dass eine Trennung kein Thema sei.

Die Chronologie der Entlassung von Carlos Bernegger als Trainer des FC Luzern

Captain Claudio Lustenberger

Bild: KEYSTONE
«Unser Umfeld und die Fans in der Region müssen die nötige Geduld mit dieser umgestellten Mannschaft haben.»
Ein Warnhinweis vor dem Saisonstart, den niemand gerne liestNeue Luzerner Zeitung

Trainer Carlos Bernegger

Bild: Martin Meienberger/freshfocus
«Sehr wahrscheinlich wäre ich kein Trainer für den FC Sion, denn zu einem Klub, bei dem man nur auf den Totomat schaut, würde ich nicht passen.»
Nach dem 1:1 gegen Sion am 20. JuliNeue Luzerner Zeitung

Mehr zum Thema

Sportchef Alex Frei

Bild: Martin Meienberger/freshfocus
«Natürlich sind wir noch längst nicht dort, wo wir hinwollen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.»
Nach dem Out in der Europa League gegen St.Johnstone am 24. JuliNeue Luzerner Zeitung

Goalie David Zibung

Bild: KEYSTONE
«Das Resultat ist eindeutig, aber es widerspiegelt sicher nicht die Leistung der zwei Mannschaften. Wir lassen uns aber nicht verrückt machen.»
Nach der 0:3-Niederlage beim FC Basel am 27. Juli20 Minuten Online

Trainer Carlos Bernegger

Bild: Andy Mueller/freshfocus
«Wir sind in jedem Spiel auf Augenhöhe mit den Gegnern. Ein Gaucho mit Entlebucher Wurzeln lässt sich nicht so schnell unterkriegen.»
Nach dem 1:2 in St.Gallen trotz früher Führung am 3. AugustNeue Luzerner Zeitung

Präsident Ruedi Stäger

Bild: KEYSTONE
«Ich wüsste nicht, warum es hinter den Kulissen brodeln sollte.»
Vor dem Heimspiel gegen GC in der 4. Runde am 10. August.SonntagsBlick

Stürmer Marco Schneuwly

Bild: KEYSTONE
«Die Meisterschaft ist noch lang und wir haben genug Zeit, um sie zu kehren. Wir werden die Nerven nicht verlieren und man wird noch viel Freude am FCL haben.»
Nach dem 1:1 gegen GC am 10. August20 Minuten Online

Thorsten Fink, arbeitsloser Trainer

Bild: Michael Zanghellini/freshfocus
«Ich war sechs Wochen auf Mallorca in den Ferien und hatte einfach Lust auf Fussball. Nur zu Hause zu sitzen, ist langweilig.»
Die Anwesenheit des prominenten Zuschauers beim 1:1 von Luzern in Vaduz am 13. August befeuert die Diskussionen über Bernegger – schliesslich war Fink einst Alex Freis Trainer beim FC Basel20 Minuten Online

Trainer Carlos Bernegger

Bild: KEYSTONE
«Ich mag mich nicht mehr rechtfertigen. Mein Team hat trotz fehlenden Punkten mit Enthusiasmus und Intelligenz gespielt.»
Nach dem 1:1 gegen den FC Zürich am 16. AugustZentralschweiz am Sonntag
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Trainer Carlos Bernegger

Bild: KEYSTONE
«Das Gefühl zu versagen wird stärker, obwohl man sich bemüht hat. Wir müssen dennoch Beharrlichkeit zeigen und dann werden wir sicherlich auch wieder belohnt.»
Nach dem 1:1 gegen Aarau am 30. August20 Minuten Online

Präsident Ruedi Stäger

Bild: Freshfocus
«Trainerdiskussionen gibt's keine.» 
Nach dem 2:3 bei YB am 14. SeptemberNeue Luzerner Zeitung

Präsident Ruedi Stäger

Bild: Freshfocus
«Der FC Luzern setzt auf Kontinuität in der sportlichen Führung.»
In einem Communiqué des FC Luzern vom 17. September

FCL-Investor Bernhard Alpstaeg

Bild: KEYSTONE
«Wir haben nach wie vor grosses Vertrauen in Sportdirektor Alex Frei und Trainer Carlos Bernegger. Wir werden Ruhe bewahren, die Situation in der Winterpause analysieren und sie ganz unaufgeregt neu beurteilen.»
Nach dem 2:3 in Thun am 23. September und mittlerweile neun Meisterschaftsspielen ohne SiegTages-Anzeiger

Mittelfeldspieler Alain Wiss

Bild: Martin Meienberger/freshfocus
«Wir machen Fehler, die wir nicht gewohnt sind. In einer solchen Situation kann das vorkommen.»
Nach dem 1:2 gegen den FC St.Gallen am 28. SeptemberNeue Zürcher Zeitung

Präsident Ruedi Stäger

Bild: Freshfocus
«Wir können die Geduld der Fans nicht beliebig überstrapazieren.»
Vor dem Auswärtsspiel in Sion am 5. OktoberNeue Luzerner Zeitung

Trainer Carlos Bernegger

Bild: Christian Pfander/freshfocus
«Ich bin nach wie vor in der Lage, meine Aufgabe als Trainer des FC Luzern zu erfüllen».
Nach dem 1:3 in Sion am 5. OktoberNeue Luzerner Zeitung

Sportchef Alex Frei

Bild: KEYSTONE
«Die Mannschaft hat Qualität, sie wird diese bald auch zeigen.»
Nach dem 1:3 in Sion am 5. OktoberNeue Luzerner Zeitung

Sportchef Alex Frei

Bild: KEYSTONE
«Wieso soll ich ein Bekenntnis für oder gegen Bernegger abgeben?»
Nach dem 1:3 in Sion am 5. OktoberSRF

Präsident Ruedi Stäger

Bild: KEYSTONE
«Wir hatten lange Geduld und glaubten, dass die Mannschaft mit Bernegger noch die Kurve kriegt.»
Nach der Entlassung am 6. OktoberMedienkonferenz

Sportchef Alex Frei

Bild: Martin Meienberger/freshfocus
«Es gibt eine Kandidatenliste für die Nachfolge. Ich habe mit ersten Gesprächen bereits begonnen.»
Nach der Entlassung am 6. Oktober. Der neue Trainer soll schon am Mittwoch bekannt gegeben werdenmedienkonferenz
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