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Spengler Cup, Final

Servette – Salawat Ufa 3:0

epa04543503 Geneva's player and staff celebrate their victory after the final match between Switzerland's Geneve Servette HC and Russia's HC Salavat Yulaev Ufa at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, 31 December 2014.  EPA/PETER SCHNEIDER

Der verdiente Sieger: Servette triumphiert zum zweiten Mal beim Spengler Cup. Bild: EPA/KEYSTONE

Den Titel erfolgreich verteidigt

Servette auf Wolke sieben: «Spengler-Cup-Sieg, das tönt super, sensationell»

Genève-Servette verteidigt den Titel am Spengler-Cup in Davos erfolgreich. Das Team von Chris McSorley siegt im Final gegen den KHL-Vertreter Salawat Julajew Ufa diskussionslos mit 3:0.



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Servette jubelt: Mit dem zweiten Triumph in Folge erreicht Servette die uralte Marke der ZSC Lions, die 1945 als bislang einzige Schweizer Equipe neben dem Gastgeber HCD ebenfalls eine Cup-Doublette zelebrierten. Und die Grenats setzten eine weitere verblüffende Tradition fort: Auch in der fünften Begegnung mit einem Vertreter der besten Liga Europas in Serie waren sie nicht zu stoppen.

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Das ist das Ding. gif: Srf

«Diese Jungs arbeiten so hart jeden Tag. Unser Team war heute sehr stark und entschlossen, den Sieg nach Hause zu holen», freute sich Trainer Chris McSorley nach dem Triumph.

Servette hat beim weltweit wichtigsten Klubturnier auf allen Ebenen Massstäbe gesetzt. Innerhalb von etwas mehr als zwölf Monaten und acht Spielen sind sie im Kurort verlustpunktlos. Derweil Jokerit im Rahmen seiner sieben Teilnahmen in 21 Jahren nur acht Siege erreichte, waren die Servettiens in zehn von zwölf Fällen erfolgreich.

Chris McSorley, seit Jahren ein glühender Befürworter des Spengler-Cups, hat seinen Klub zur TV-Primetime wunderbar positioniert. In der NLA kämpfte das Team zuletzt mit einigen Problemen, beim Turnier mit über 99-prozentiger Stadionauslastung (68'934 Zuschauer) gewann Genève-Servette indes beim Publikum unzählige Sympathiepunkte.

Rubins entscheidendes 2:0 und Statement

Im Vergleich zur mitreissenden ersten Spielhälfte gegen das Team Canada (5:0 nach 31 Minuten) dosierte Genève-Servette das Risiko gegen den unberechenbaren Herausforderer Salawat zunächst. Aber bei der ersten Gelegenheit packte Arnaud Jacquemet in der 23. Minute zu. Mit dem 1:0 wuchs das Selbstverständnis der Genfer weiter an, derweil Ufas Energie spürbar schwand.

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Arnaud Jacquemet bricht den Bann in der 24. Minute. gif: srf

«Es war heute einfacher als im ersten Spiel gegen Ufa. Sie waren schwächer als beim Startspiel. Fünf Spiele in sechs Tagen waren vielleicht eines zu viel für Ufa. Feiern tun wir wohl alle alleine, da wir mit dem Auto angereist sind», freut sich Captain Goran Bezina. 

Das wegweisende 2:0 markierte Daniel Rubin im Powerplay. Der Stürmer steht exemplarisch für den Spirit Genfs. In Bern war er nahezu von der Bildfläche verschwunden, seit seiner Rückkehr an den Lac Léman blüht der energische Flügel wieder auf. Er gehört auch zu jener Fraktion, welche die Exhibition als Chance betrachtet, um zu zeigen, «dass wir nicht nur immer die Bösen sind, sondern auch gutes und erfolgreiches Hockey spielen können», wie er unlängst betonte.

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Daniel Rubin erhöht auf 2:0 für die Genfer. gif: SRF

Den Schlusspunkt setzte Taylor Pyatt. Der Saurier mit der Erfahrung von 928 NHL-Partien raubte den Russen mit seinem fünften Skorerpunkt die letzte Hoffnung auf eine späte Wende.

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Taylor Pyatt macht zehn Minuten vor Schluss alles klar. gif: SRF

Eine der grössten Turnierentdeckungen ist zweifelsohne Torhüter Janick Schwendener. Der Davoser kam nur zum Einsatz, weil sich Genfs Nummern 1 und 2 verletzten und Chris McSorley ihn von Hockey Thurgau ins Team holte.

«Spengler-Cup-Sieg, das tönt super, sensationell», sagte er nach der Partie. «Nie hätte ich daran gedacht, diesen Turnier zu gewinnen. Es ist ein Riesengefühl, wir haben hart gearbeitet, waren in jedem Spiel besser. Dies mit dem Sieg zu krönen ist einmalig. Ich als Deutschschweizer hoffe auf eine feuchtfröhliche Feier mit den Romands.»

Der letzte Servette-Auftritt in Davos?

Mit einem dritten Genfer Turnierauftritt in Folge ist 2015 eher nicht mehr zu rechnen. McSorley schwebt vor, andernorts und beispielsweise in der Champions Hockey League Akzente zu setzen. Neue Impulse gehören beim kanadischen Strategen der Westschweizer Organisation zum Erfolgsprogramm. «Der grösste Feind eines Teams ist der Status quo», erklärte der Coach in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Geneva's head coach Chris McSorley celebrate their victory after the final game between Switzerland's Geneve Servette HC and Russia's HC Salavat Yulaev Ufa at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Wednesday, December 31, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Chris McSorley lässt offen, ob Servette auch im nächsten Jahr beim Spengler Cup mit von der Partie sein wird. Bild: KEYSTONE

Turnierchef Fredi Pargätzi mochte am letzten Tag des Jahres noch nicht allzu sehr spekulieren und beantwortete entsprechende Fragen mit der Diplomatie des Veranstalters: «Selbstverständlich steht es dem Sieger zu, seinen Titel verteidigen zu können. Ob Genf unsere Einladung dann auch wirklich annehmen wird, ist aber offen.»

Pargätzi nahm die Westschweizer abermals «als wunderbare Botschafter» wahr, die ihre Rolle perfekt spielten. Auch der zweite Finalist habe überzeugt: «Die Russen wurden mir im Vorfeld etwas zu negativ dargestellt.» Jokerit hingegen hätte auch der Mister Spengler-Cup kompetitiver erwartet: «Helsinki ist für mich derzeit eines der besten Teams von Westeuropa. Ich hätte sie gerne länger im Turnier gesehen.»

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