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Rückschlag für Markus Rehm

Behinderter Weitspringer wegen zu grosser Zweifel nicht für die EM in Zürich nominiert



Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften am 26.07.2014 im Donaustadion in Ulm (Baden-Württemberg). Markus Rehm beim Weitsprung. (KEYSTONE/DPA/Sven Hoppe)

Markus Rehm ist vom DLV nicht für die EM nominiert worden. Bild: dpa

Markus Rehm, der deutsche Meister im Weitsprung, ist vom Deutschen Leichtathletik-Verband nicht für die EM in Zürich nominiert worden. DLV-Präsident Clemens Prokop erklärte: «Wir leben Inklusion. Es besteht der deutliche Zweifel, dass Sprünge mit Beinprothese und mit einem natürlichen Sprunggelenk vergleichbar sind.»

Gemäss dem DLV sei der gewaltige Absprung Rehms nicht mit der Anlaufgeschwindigkeit erklärbar. Die Carbonprothese würde Kraft speichern und ihn bevorteilen.

Entgegen seiner Ankündigung, den DLV-Beschluss zu akzeptieren, hält er sich nach seiner Nichtnominierung weitere Schritte offen. Der Entscheid sei für ihn jedenfalls «schade und enttäuschend», sagte der Paralympics-Gewinner. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zeigte kein Verständnis für eine Nichtnominierung. «Natürlich setzt sich der DBS für die Behindertensportler ein. Ich hoffe, dass er das Engagement bei der Problemlösung fortsetzt». (si)

In Zukunft will der DLV eine Art «TÜV für Prothesen» anstreben, damit die Leistungen vergleichbar werden. (fox)

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