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Super League: Shaqiri-Magie bringt FCB Sieg gegen FCZ – FCSG verliert

Der Torschuetze Philip Otele (FCB), rechts, jubelt mit Xherdan Shaqiri (FCB), links, und Flavius Daniliuc (FCB), rechts, bei dem Spiel der Fussball Super League zwischen dem FC Zuerich und FC Basel am ...
3 Tore und 1 Assist: Xherdan Shaqiri führte den FC Basel im Alleingang zum Sieg über den Rivalen.Bild: KEYSTONE

Shaqiri-Magie bringt FCB in verrücktem Klassiker den Sieg – FCSG verliert gegen Servette

Xherdan Shaqiri entscheidet einen verrückten Klassiker beim FC Zürich mit einem späten Treffer zugunsten des FC Basel. Der FCSG verliert 2:4 gegen Servette und den Anschluss an Leader Thun.
25.01.2026, 18:2725.01.2026, 19:42

Zürich – Basel 3:4

Was für ein verrückter Klassiker im Letzigrund! Vor knapp 20'000 Zuschauern lieferten sich Zürich und Basel einen mehr als 90-minütigen Schlagabtausch. Zweimal ging der FCZ in der wilden Partie in Führung, zweimal glich Xherdan Shaqiri in der ersten Halbzeit aus. Nach dem Seitenwechsel bediente Shaqiri Philip Otele mit einem gefühlvollen Freistoss zum 3:2, doch das war es noch lange nicht.

Eine halbe Stunde fielen nach dem Ausgleich durch Damienus Reverson in der 64. Minute trotz einer Flut an Chancen keine Tore mehr. Dann gehörte die Bühne wieder Shaqiri, der in der 4. Minute der Nachspielzeit mit einem platzierten Schuss an der Strafraumgrenze tatsächlich auch noch den Siegtreffer erzielte.

Wahnsinn! Seit dem 7. Dezember hatte Shaqiri in der Super League nicht mehr getroffen. Nun war er dreimal erfolgreich, verbuchte seine zehnte Vorlage und schraubte seine Saison-Ausbeute in der Super League auf neun Tore und zehn Vorlagen. Für das 1:1 brauchte er nach einem Steilpass von Otele zwei Ballkontakte, für den Lupfer zum 2:2 nach einem missratenen Ausflug von Yanick Brecher einen. Beim Siegtreffer schnappte er sich nach einem gewonnenen Zweikampf den Ball, zog diagonal Richtung Strafraum, verzögerte den Abschluss und schoss ins untere Eck.

«Dazu muss man nicht viel sagen. Wir wissen alle, was Shaq kann, darum: Danke für die Punkte», sagte ein entzückter Dion Kacuri nach der Partie. Kacuri hatte nach einer halben Stunde ebenfalls getroffen, sein vermeintliches 2:1 zählte aber wegen einer Handberührung nicht.

Xherdan Shaqiri stats statistik fc basel vs. fc zuerich
Xherdan Shaqiri zeigte in Zürich ein Wahnsinnsspiel.Bild: sofascore

Auch bei Philippe Kénys Penalty zum 2:1 für den FCZ ging es danach drunter und drüber: Marwin Hitz parierte seinen ersten Versuch, verliess die Torlinie dabei aber zu früh. Im zweiten Anlauf hämmerte der auch sonst auffällige Kény den Ball dann in den hohen Winkel.

Begonnen hatte der stimmungsgeladene Klassiker für den FC Basel mit dem Gegentreffer schon nach 34 Sekunden durch Matthias Phaëton noch denkbar ungünstig. Dank Shaqiri und mündete er schliesslich in einem süssen Basler Prestigesieg, der für die kommenden Wochen auch als Befreiungsschlag stehen kann. Zwar haben die Basler in der Super League seit acht Partien nicht mehr verloren, fünfmal spielten sie in den vorangegangenen sieben Spielen aber unentschieden – weshalb es Sportchef Daniel Stucki vor der Partie unterlassen hatte, dem Trainer Ludovic Magnin öffentlich den Rücken zu stärken.

Zürich - Basel 3:4 (2:2)
18'878 Zuschauer. SR San.
Tore: 1. Phaëton (Krasniqi) 1:0. 11. Shaqiri (Otele) 1:1. 43. Kény (Penalty) 2:1. 45. Shaqiri (Schmid) 2:2. 51. Otele (Shaqiri) 2:3. 64. Reverson 3:3. 94. Shaqiri (Duranville) 3:4.
Zürich: Brecher; Palacio, Segura (56. Ihendu), Vujevic; Kablan (63. Bangoura), Tsawa, Reichmuth (82. Stiel), Comenencia; Krasniqi (55. Di Giusto); Phaëton (63. Reverson), Kény.
Basel: Hitz; Rüegg, Adjetey, Daniliuc, Schmid; Koindredi (87. Leroy), Kacuri; Agbonifo (68. Duranville), Shaqiri, Otele (74. Traoré); Ajeti (68. Kaio Eduardo/87. Soticek).
Verwarnungen: 2. Phaëton (im nächsten Spiel gesperrt), 42. Ajeti, 44. Shaqiri (im nächsten Spiel gesperrt), 70. Kény, 74. Di Giusto, 80. Koindredi.

St.Gallen – Servette 2:4

Der FC St. Gallen büsst in der Super League drei Punkte auf Leader Thun ein. Ein umstrittener Penalty bringt Servette nach einem 0:2-Rückstand zurück ins Spiel und zu einem 4:2-Auswärtssieg.

Jérémy Guillemenot war Servettes Hauptprotagonist bei der Wende in der Ostschweiz. 0:2 lagen die Genfer zur Pause spielgerecht im Hintertreffen, ehe sich der Ex-St. Galler anschickte, das Geschehen auf den Kopf zu stellen.

Eine Minute nach Wiederanpfiff erzielte Guillemenot den Anschlusstreffer. In der 80. Minute glich er vom Penaltypunkt aus, in der 83. Minute legte er Miroslav Stevanovic mit einer Flanke das 3:2 auf. Schliesslich setzte David Douline in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Es war ein Verlauf, der sich in den ersten 45 Minuten nicht angedeutet hatte – und zu dem ein umstrittener Penalty vielleicht entscheidend beitrug. 2:0 führte St. Gallen dank Toren von Lukas Görtler und Jozo Stanic zur Halbzeit, 2:1 stand es, als Schiedsrichter Mirel Turkes eine Szene in der 80. Minute nach Studium der Videobilder als penaltywürdig taxierte. Seiner Ansicht nach fuhr Noah Kleine-Bekel bei einem klar gewonnenen Kopfballduell mit Miroslav Stevanovic den Ellbogen aus.

In der Folge drehte Servette das Spiel komplett und stellte damit auch die Trends auf den Kopf: St. Gallen verlor in seinem ersten Spiel des Jahres nach drei Siegen zum Jahresabschluss wieder, Servette gewann nach vier sieglosen Partien wieder und holte im vierten Anlauf seinen ersten Sieg im Januar.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/blue Sport

St. Gallen - Servette 2:4 (2:0)
15'290 Zuschauer. SR Turkes.
Tore: 2. Görtler (Vandermersch) 1:0. 15. Stanic (Görtler) 2:0. 46. Guillemenot 2:1. 80. Guillemenot (Penalty) 2:2. 83. Miroslav Stevanovic (Guillemenot) 2:3. 92. Douline (Rouiller) 2:4.
St. Gallen: Zigi; Gaal, Stanic (61. Vallci), Kleine-Bekel; Vandermersch, Görtler (69. Mihailo Stevanovic), Daschner, Boukhalfa, Okoroji (85. Ouattara); Witzig (85. Besio); Baldé (68. Vogt).
Servette: Mall; Burch, Rouiller, Mazikou; Miguel (39. Houboulang Mendes), Cognat, Douline, Njoh; Miroslav Stevanovic, Guillemenot (88. Ondoua); Mráz (68. Ishuayed).
Verwarnungen: 14. Miguel, 45. Gaal, 79. Kleine-Bekel, 88. Mall. (nih/sda)

Thun – YB 4:1

Die Tabelle

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