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Nascar drivers Kyle Busch, left, and Corey LaJoie, right, join other drivers and crews as they push the car of Bubba Wallace to the front of the field prior to the start of the NASCAR Cup Series auto race at the Talladega Superspeedway in Talladega Ala., Monday June 22, 2020. In an extraordinary act of solidarity with NASCAR

Gemeinsam gegen Rassismus: Kollegen von Bubba Wallace begleiten den NASCAR-Fahrer zum Start. Bild: keystone

Galgenstrick in der Garage – Kollegen von schwarzem NASCAR-Piloten setzen starkes Zeichen



Die amerikanische NASCAR-Rennserie wird inmitten der Rassismus-Proteste in den USA von einer Morddrohung gegen den einzigen dunkelhäutigen Piloten überschattet. Vor dem Rennen auf dem Talladega Superspeedway in Alabama wurde am Sonntag in der Garage von Darrell «Bubba» Wallace ein Galgenstrick gefunden.

Das Aufhängen am Galgen galt bis zur Abschaffung der Sklaverei nach dem Sezessionskrieg 1865 zu den Hinrichtungsmethoden von afroamerikanischen Sklaven. Aufgrund der Corona-Beschränkungen kann der symbolische Akt nur von einem Teammitglied, einem NASCAR-Offiziellen oder Streckenpersonal durchgeführt worden sein. Dem Streckenchef zufolge hat NASCAR das FBI eingeschaltet, das die Kriminalermittlungen aufgenommen hat.

Driver Bubba Wallace, right, is overcome with emotion as he sits in his car prior to the start of the NASCAR Cup Series auto race at the Talladega Superspeedway in Talladega Ala., Monday June 22, 2020. A noose was found in the garage stall of Wallace's car yesterday. (AP Photo/John Bazemore)
Bubba Wallace

Wallace ist in seinem Boliden zu Tränen gerührt. Bild: keystone

Wallace selbst hat die Schlinge wohl nicht gesehen, wurde aber darüber informiert. «Dieser widerwärtige rassistische Hass-Akt macht mich unglaublich traurig. Er ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, was für einen weiten Weg wir als Gesellschaft noch vor uns haben und wie hartnäckig wir in unserem Kampf gegen Rassismus sein müssen», erklärte der 26-Jährige auf Instagram. Auch stellte er klar, dass er sich nicht einschüchtern lassen werde: «Wie mir meine Mutter heute gesagt hat: ‹Sie wollen dir bloss Angst einjagen.› Das wird mich nicht brechen. Ich werde kein Stück zurückweichen. Ich werde weiterhin stolz für alles stehen, an das ich glaube.»

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They won’t win. ✊🏾

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Wallace setzt sich schon seit Wochen an vorderster Front für die «Black Lives Matter»-Bewegung ein. Für das Rennen in Martinsville (Virginia) vor zwei Wochen liess er seinen Rennwagen komplett schwarz lackieren und mit dem Hashtag #blacklivesmatter versehen. Dazu trug er ein T-Shirt mit der Aufschrift «I can't breathe».

Driver Bubba Wallace waits for the start of a NASCAR Cup Series auto race Wednesday, June 10, 2020, in Martinsville, Va. (AP Photo/Steve Helber)
Bubba Wallace

Wallace mit seinem umlackierten Boliden vor dem Rennen in Martinsville. Bild: keystone

Ausserdem hatte Wallace nach dem Tod von George Floyd erfolgreich für ein Verbot der Konföderierten-Flagge an allen NASCAR-Rennen gekämpft. Die rote Fahne mit blauem Kreuz gilt als Symbol für Rassismus und Sklaverei.

Das stiess vielen Fans der Rennserie sauer auf. NASCAR ist in den USA neben der Indycar-Serie die beliebteste Motorsportserie und hat seine Wurzeln in den erzkonservativen Südstaaten, wo auch ein überwiegender Teil der Rennen stattfindet. Regelmässig pilgern Zehntausende Motorsport-Fans zu den Rennen.

Damit das Rennen in Talladega nicht wegen der rassistischen Attacke auf Wallace in Erinnerung bleibt, setzten dessen Rennfahrer-Kollegen gestern vor dem gestrigen Rennen, das nur vor 5000 statt 80'000 Zuschauern durchgeführt werden konnte, ein Zeichen. Sie begleiteten Wallace in seinem Wagen an den Start, schoben seine Nummer 43 an die Spitze des Feldes und produzierten so die Bilder des Rennens. Auf dem Rasen war in riesengrossen Buchstaben #IStandWithBubbaWallace zu lesen.

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Das NASCAR-Fahrerlager mit einem beeindruckenden Akt der Solidarität. Video: streamable

«Ich möchte nicht, dass man sich an diesen schrecklichen oder schlechten Tag in der NASCAR-Szene erinnert», sagte Ryan Blaney nach seinem Fotofinish-Sieg in Talladega. «Ich will, dass man sich daran erinnert, dass es einen Vorfall gab und wir ihn alle zusammen überstanden und gezeigt haben, dass wir es nicht mehr hinnehmen werden.»

Der in Alabama geborene Wallace sagte nach dem Rennen, das er als 14. beendete: «Ich wollte denjenigen zeigen, wer auch immer es war: Ihr werdet mir mein Lächeln nicht nehmen. Ich werde weitermachen.» (pre)

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Aus für die Südstaaten-Flagge

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Aus für die Südstaaten-Flagge
quelle: ap/ap / john bazemore
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