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June 10, 2020: FILE: NASCAR, Motorsport, USA on Wednesday said it is banning the display of the Confederate flag at all events and properties of the auto racing giant. PICTURED: Oct. 23, 2015, Talladega, Alabama, USA: The confederate flag waves during practice for the CampingWorld.com 500 at Talladega Superspeedway in Talladega, AL. Talladega U.S. - ZUMAa55 20151023zafa55041 Copyright: xJustinxRxNoex

Die Konföderierten-Flagge weht unterhalb der US-Flagge: Szene eines NASCAR-Rennens in Alabama. Bild: www.imago-images.de

Der Streit um die Konföderierten-Flagge in den USA in 5 Punkten

Bei den Autorennen der NASCAR-Serien in den USA darf die Konföderierten-Flagge nicht mehr gezeigt werden.



Was ist entschieden worden?

FILE - In this July 19, 2011 file photo, Confederate battle flags fly in Mountain Creek, Ala. The House has voted to ban the display of the Confederate flag on flagpoles at Veterans Administration cemeteries. The 265-159 vote would block descendants and others seeking to commemorate veterans of the Confederate States of America from flying the Confederate Battle Flag over mass graves, even on days that flag displays are permitted. (AP Photo/Dave Martin, File)

Bild: AP

Bei allen NASCAR-Anlässen ist es verboten, die Konföderierten-Flagge zu zeigen. Die Organisatoren der beliebtesten Motorsport-Serie der USA schreiben: «Die Anwesenheit der Konföderierten-Flagge bei NASCAR-Veranstaltungen widerspricht unserer Verpflichtung, ein inklusives Umfeld für alle unsere Fans, Teilnehmer und unsere Industrie zu bieten»

Wieso ist die Flagge umstritten?

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Kurz erklärt: Warum es zum Bürgerkrieg kam.

Sie ist in den Augen vieler ein Symbol für Rassismus und Unterdrückung. Die konföderierten Südstaaten hatten von 1861 bis 1865 im Amerikanischen Bürgerkrieg gegen den Norden gekämpft. Sie hatten sich von der Union abgespalten, um die Abschaffung der Sklaverei und mehr Rechte für Schwarze zu verhindern. Die Konföderierten verloren den Sezessionskrieg gegen den numerisch und technisch überlegenen Gegner.

Heute wird die Flagge von den einen stolz in Erinnerung an gefallene Vorfahren gezeigt, von anderen aber auch als trotziges Symbol dafür benutzt, um auszudrücken, dass man sich im Süden vom Norden bevormundet fühlt. Dass man nicht einverstanden ist, wie sich die Dinge entwickelt haben, oder im Extremfall damit, dass nicht mehr alles wie früher ist, als Schwarze auf den Baumwollplantagen noch wie Vieh behandelt werden durften.

Warum gerade jetzt?

Auslöser der aktuellen Debatte ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz sein Leben verloren hat. Seit Tagen gibt es in den USA – und auch in anderen Ländern – Proteste und Demonstrationen gegen Rassismus.

In der NASCAR-Serie hatte Bubba Wallace ein Verbot der Konföderierten-Flagge gefordert. Er ist der einzige schwarze Rennfahrer. Gestern Abend äusserte er sich vor dem Start in Ridgeway (Virginia) erfreut darüber, dass seine Forderung umgesetzt wurde. Wallace trug ein T-Shirt mit dem Aufdruck «I Can't Breathe» und fuhr in seinem Chevrolet in einem speziellen «Black Lives Matter»-Design auf Rang 11.

Driver Bubba Wallace waits for the start of a NASCAR Cup Series auto race Wednesday, June 10, 2020, in Martinsville, Va. (AP Photo/Steve Helber)
Bubba Wallace

Bubba Wallace vor seinem Chevrolet … Bild: keystone

Bubba Wallace (43) drives during a NASCAR Cup Series auto race Wednesday, June 10, 2020, in Martinsville, Va. (AP Photo/Steve Helber)
Bubba Wallace

… und in seinem Gefährt mit Spezial-Design. Bild: keystone

Wie fallen die Reaktionen aus?

NASCAR-Präsident Steve Phelps sagte noch vor dem Verbot der Flagge am Sonntag: «Unser Land leidet, und die Menschen sind zu Recht wütend und verlangen, gehört zu werden. Die schwarze Gemeinschaft und alle farbigen Menschen haben in unserem Land gelitten, und es hat viel zu lange gedauert, bis wir ihre Forderungen nach Veränderung gehört haben. Unser Sport muss besser werden. Unser Land muss es besser machen.»

Der siebenfache NASCAR-Champion Jimmie Johnson sagte gestern, er unterstütze das Anliegen von Konkurrent Bubba Wallace: «Die Konföderierten-Flagge sollte nicht an unseren Rennstrecken zu sehen sein.»

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Die Zusammenfassung des gestrigen Rennens.

«Ich bin wirklich stolz auf das, was er tut, auf die Anstrengungen, die er unternimmt, und darauf, dass er irgendwie die Führung übernehmen will», sagte Ryan Blaney, nachdem er gestern Abend Zweiter wurde. Er ist ein Freund von Wallace und betonte, dass er mit seinem Support nicht alleine sei: «Ich stehe hinter ihm. Eine Menge Leute stehen hinter ihm. Nicht nur die Fahrer, sondern auch viele Teams. Die Besatzungsmitglieder. Das Auto, das er heute Abend fuhr, war grossartig.»

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass sich ein Pilot nicht abschätzig über einen Entscheid der Rennserie äussert. Blickt man bei Twitter auf die Antworten zum NASCAR-Tweet – nichts anderes als eine Kommentarspalte –, wird man dort wenig überraschend mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert. «Ihr habt euch in diesem Kampf für die falsche Seite entschieden», heisst es da etwa, oder auch: «Das war der letzte Tropfen. Ihr habt einen wertvollen Kunden verloren» oder «Aber ich wette, die dürfen ihre Regenbogen-Flagge weiterhin flattern lassen».

Was sagt Donald Trump?

President Donald Trump and first lady Melania Trump ride in the presidential limousine as they take a pace lap ahead of the start of the NASCAR Daytona 500 auto race at Daytona International Speedway in Daytona Beach, Fla., Sunday, Feb. 16, 2020. (Saul Loeb/Pool Photo via AP)

Trump führt das Feld an: Im Februar war der US-Präsident Ehrengast beim legendären Rennen Daytona 500. Bild: AP

Der US-Präsident hat sich nicht direkt zum Flaggenverbot in der NASCAR-Serie geäussert. Allerdings ist diese Diskussion auch nur ein Teil einer grossen Debatte über Symbole für die rassistische Vergangenheit. Und zu der hat sich Trump gestern geäussert. Er twitterte, dass es Pläne gebe, «zehn unserer legendären Militärbasen» umzubenennen. Trump stellte klar, dass das unter seiner Führung kein Thema sei, man werde noch nicht einmal darüber nachdenken. Die Basen seien Monumente und Teil des grossen amerikanischen Erbes, sie stünden «für Siege und Freiheit».

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2015 im Bundesstaat South Carolina:

Was struktureller Rassismus ist und warum es ihn auch in der Schweiz gibt

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    Alle Leser-Kommentare
  • mameschnue 12.06.2020 21:34
    Highlight Highlight Zu diesem Thema gibt es einen interessanten historischen Roman: "Die Rebellin Gottes". Näheres ist auf https://paulablog-1844.webnode.com/ zu erfahren!
  • Gustav.s 12.06.2020 16:09
    Highlight Highlight Hab ich nie verstanden, der Süden hat ja verloren. Da sollte es eigentlich nicht erlaubt sein eine der verlierer Kriegsflaggen anzubeten. Sowas gehört in ein Museum und ende.
    Die Statuen, Namen von Us Stützpunkten usw wurden dem Süden gelassen um sie in die grosse Gemeinschaft als Partner einzugliedern. Besser als ein Feind im Hinterland.
  • blueberry muffin 12.06.2020 13:00
    Highlight Highlight Übrigens ist das nicht die Konfederierten Flagge. Es ist die Kriegsflagge von Lee und wurde danach in den 60ern vorallem vom KKK verwendet.

    Aber hey, Fakten, interessieren weder Medien noch Rassisten.
  • cheko 12.06.2020 08:27
    Highlight Highlight Bin gespannt wie mit der Flagge vom Bundesstaat Mississippi umgegangen wird. Ein Bestandteil ist ja auch die Konföderierten Flagge.
  • Klaus & Klaus 12.06.2020 00:24
    Highlight Highlight Wenn die Südstaaten-Flagge weg muss, wie lange dauerts dann noch, bis auch amerikanische Neonazis nicht mehr mit Hakenkreuz und allem was dazu gehört in aller Öffentlichkeit Kundgebungen abhalten dürfen? Wäre nur konsequent. Ich staune immer wieder, was die, unter dem Deckmantel der freien Meinungsäusserung, alles dürfen. Man stelle sich vor hiesige Neonazis marschierten mit Reichsflagge und Hakenkreuz durch Bern oder Zürich. Das gäbe Krawall ohne Ende - abgesehen davon, dass es ohnehin gesetzlich verboten ist.
  • Matti_St 12.06.2020 00:00
    Highlight Highlight Die Militärbasen stehen für Siege und Freiheit...

    Welche Siege meint er eigentlich?
  • EmMa42 11.06.2020 22:06
    Highlight Highlight Ein sehr guter Beitrag von John Oliver über genau dieses Thema. Sehenswert!
    Play Icon
  • Eyeore 11.06.2020 20:59
    Highlight Highlight Ich kann euch da nur diesen alten Beitrag von John Oliver empfehlen.
    Play Icon
  • TanookiStormtrooper 11.06.2020 19:37
    Highlight Highlight "Die Basen seien Monumente und Teil des grossen amerikanischen Erbes, sie stünden «für Siege und Freiheit»."
    Die Basen wurden nach Leuten benannt, die den Bürgerkrieg verloren haben und weiterhin Sklaven halten wollten. Nichts mit "Siege und Freiheit".
    Andererseits stehen die USA in meiner Lebenszeit auch nicht wirklich für Siege und Freiheit, eher für das wegbomben nicht genehmer Regimes verbunden mit vielen Rückzügen wenn sie keine Lust mehr darauf hatten Särge von US-Soldaten heimzufliegen. 🤷‍♂️
  • PsychoP 11.06.2020 19:25
    Highlight Highlight Da wird aber einer auf die Barrikade oder seine inexistente Mauer steigen wenn sein Schmusetuch jetzt auch noch verboten wird.

    Benutzer Bild
  • Elephant Soup slow cooker recipes 11.06.2020 18:56
    Highlight Highlight das hier ist recht kompakt und informativ, fand ich auf jeden fall:

    Play Icon
  • Hans Jürg 11.06.2020 18:11
    Highlight Highlight Die Konföderiertenflagge entspricht wohl in etwa der alten deutschen Reichsflagge. Die möchte auch niemand wirklich mehr sehen (ausser er ist ein Walliser SVP-Politiker, der vorgibt, nicht zu wissen für was sie steht...).
  • Domino 11.06.2020 17:51
    Highlight Highlight Die Konföderierten waren doch Demokraten? Die Republikaner haben sich gegründet um die Sklaverei abzuschaffen.

    Auch heute wollen die Demokraten Schwarze in Abhängigkeit halten...
    • Shabaqa 12.06.2020 01:39
      Highlight Highlight Genau so simpel wars.
    • Fichtenknick 12.06.2020 06:18
      Highlight Highlight Meine Empfehlung: ein Geschichtsbuch. Oder Wikipedia, man soll ja einfach anfangen. Aber bitte bitte bitte: informiert dich, bevor du kommentierst.
    • m:k: 12.06.2020 07:42
      Highlight Highlight Dann ist es ja bestimmt kein Problem für die Anhänger der heutigen Republikaner, wenn sich die heutigen Demokraten entschliessen die Statuen, Fahnen und Heldenverehrung von damals ins Museum zu bringen wo sie hingehören.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bougainvillea 11.06.2020 17:32
    Highlight Highlight Finde ich gut.

    Ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung
  • Glenn Quagmire 11.06.2020 17:21
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, Karl-Uwe aus Bottrop hängt die Hakenkreuzfahne vors Haus, damit er seinem im Krieg gefallenen Grossvater gedenken kann.

    Ok Grossvater ist ein bisschen näher verwandt als der Ur-Ur-Ur-Grossvater bei den "Sons of the Confederate Army. War beruflich öfters im Süden, und man sieht dieses Teil oft an Autos oder wehend an den Verandas.
  • Nathan der Weise 11.06.2020 17:16
    Highlight Highlight Wie vieles wird einfach faktisch verdreht... und das ist hier der Fall. Die sogenannten Konföderierten Flagge gibt es nicht. Es war eine (Kriegs)flagge einzelner Staaten wie North Virginia und Tennessee. Wahrscheinlich ist jedoch vor allem bekannt durch die Truppen des General Robert Lee. Also auch jene Teilstreitkräfte die unter ihm gekämpft haben und auch wenn so von woanders herkamen. Heute ist das Kreuz noch ein Teil der Flagge des Bundesstaates Mississippi.
    Wenn die Flagge nun von konservativen und Altright benutzt wird hat das historisch nichts mit Rassismus zu tun.
    • Shabaqa 12.06.2020 01:51
      Highlight Highlight Natürlich hat die Flagge historisch mit Rassismus zu tun. Hatte die Sklaverei im Süden etwa nichts mit "Rasse" zu tun? Gab es etwa weisse Sklaven? Hat man denn die gefangenen Unionssoldaten versklavt, wie es in der Antike üblich gewesen wäre, wo Slaverei nicht rassisch begründet wurde? Nö, die Sklaverei war den angeblich minderwertigen Schwarzen vorbehalten.

      Ob das jetzt eine Nationalflagge oder eine Kriegsflagge war, ändert an der Symbolik überhaupt nichts.
    • Mutzli 12.06.2020 09:02
      Highlight Highlight @Nathan

      Wie wärs denn mit der Aussage des Vizepräsidenten der Confederacy selbst um was es ging? "Its foundations are laid, its cornerstone rests upon the great truth, that the negro is not equal to the white man; that slavery—subordination to the superior race—is his natural and normal condition. This, our new government, is the first, in the history of the world, based upon this great physical, philosophical, and moral truth."

      Cornerstone Speech Alexander Stephens

      Fundament ist Rassismus, aber die Flagge soll nichts mit Rassismus zu tun haben? Nee, sorry, aber das geht nicht auf.
  • MapleLeafs 11.06.2020 17:03
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Cpt. Jeppesen 11.06.2020 17:02
    Highlight Highlight Als wie wenn auf Deutschen Rennstrecken die Hakenkreuz-Fahne wehen würde. Das wäre auch unangebracht (abgesehen davon, dass es eh verboten ist).
    Die konföderierten Staaten waren nun mal nicht gerade für ihre Menschlichkeit bekannt.
    • Grohenloh 11.06.2020 17:17
      Highlight Highlight Na, na.
      Die Südstaaten mit den Nazis zu vergleichen ist aber jetzt auch ein bisschen übertrieben, oder? Stichwort industrieller Massenmord.

      Was ist mit dem Genozid an den Indianern?

      Das waren einfach andere Zeiten damals.
    • pacman8 11.06.2020 19:13
      Highlight Highlight Mja *seufz*, wie wenn bei uns an der Tour de Suisse Rennstrecke Dubler Mohrenkopffahnen hängen würden.
    • Panic4Clicks 11.06.2020 20:06
      Highlight Highlight In Geschichte hast gepennt, was?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 11.06.2020 16:59
    Highlight Highlight Da wird ein grosses Fass aufgemacht...

    Es ist nicht so einfach mit gut und böse wie es sich gewisse Leute vorstellen. Der "gute" Norden hat zwar die Sklaverei abgeschafft, dafür war man mit den Indianern nicht zimperlich. Die Flagge der Union ist für sie nicht weniger diskriminierend als die Konföderiertenflagge für die Schwarzen. Und wenn man die Statuen von General Lee abräumt, müsste man auch die von General Custer und Präsident Grant entfernen.
    • blueberry muffin 11.06.2020 17:19
      Highlight Highlight Naja, die Föderierten waren aber Verätter. Ist glaub doch sehr einfach.
    • Ich hol jetzt das Schwein 11.06.2020 17:49
      Highlight Highlight Und inwiefern macht es eine gute Sache schlecht, wenn man eine andere gute Sache (noch) nicht tut?
    • bcZcity 11.06.2020 17:58
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht eine historische Flagge, sondern wer diese meisten für sich einsetzt um, eben, Flagge zu zeigen. Das Ding gehört in ein Museum, nicht an Häuser und schon gar nicht an Häuser vom Trump Fans und erst recht nicht in braune Hände!

      Das U in USA steht für United. Weg mit dem Südstaaten Fetzen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 11.06.2020 16:56
    Highlight Highlight Respekt an Bubba für seinen Einsatz und an die anderen für die Unterstützung.

    Wie der Artikelschreiber aber auf die Idee kommt, dass jemand aus dem Süden, der sich vom Norden bevormundet fühlt, und nicht einverstanden ist wie sich aktuell alles entwickelt, direkt befürwortet, dass Schwarze wie Vieh behandelt werden ist mir schleierhaft?

    Also wer heute im Süden Washington, egal wieso, kritisiert ist ein widerwärtiger Rassist? Ich bitte um eine Erklärung oder Korrektur meines Leseverständnisses. Danke.
    • Senji 11.06.2020 17:09
      Highlight Highlight Das kommt meiner Meinung nach nicht aus dem Artikl raus. Sondern dass viel diese Flagge benutzen würden um auszudrücken, dass es ihrem Gefühl nach so sei, dass der Norden den Süden unterdrückt. Den Umkehrschluss machst nur du.
    • Roboterschwein 11.06.2020 17:22
      Highlight Highlight Am besten liest Du den Abschnitt noch einmal:
      "Heute wird die Flagge VON DEN EINEN stolz in Erinnerung an gefallene Vorfahren gezeigt, VON ANDEREN aber auch als trotziges Symbol dafür benutzt, um auszudrücken, dass man sich im Süden vom Norden bevormundet fühlt. Dass man nicht einverstanden ist, wie sich die Dinge entwickelt haben, ODER IM EXTREMFALL damit, dass nicht mehr alles wie früher ist, als Schwarze auf den Baumwollplantagen noch wie Vieh behandelt werden durften." Man beachte ODER und IM EXTREMFALL.
    • du_bist_du 11.06.2020 17:26
      Highlight Highlight Besten Dank für die Hinweise. Dementsprechend liegt es an meinem Leseverständnis.
  • dmark 11.06.2020 16:53
    Highlight Highlight Die Einen habe ihre Flagge und wir haben Mohrenköpfe...
    • Snowy 11.06.2020 16:57
      Highlight Highlight Na na na.

      Der Rassismus in den USA ist eine ganz andere Schuhgrösse.
    • Asmodeus 11.06.2020 18:20
      Highlight Highlight Die Schuhgröße ist egal. In beiden Fällen stinkt es ekelhaft.
    • Knety 11.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Ein ganz schlechter Vergleich. Sorry. Die konföderierten Flagge hat in den USA eine klare politische Bedeutung.
    Weitere Antworten anzeigen

Kommentar

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