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Formel 1, GP von Abu Dhabi
1. Max Verstappen NED
2. Lewis Hamilton GBR
3. Carlos Sainz ESP
Der historische Moment: Max Verstappen überquert die Ziellinie als Weltmeister.
Der historische Moment: Max Verstappen überquert die Ziellinie als Weltmeister.Bild: keystone

Verstappen schnappt sich in der letzten Runde Hamilton und wird Weltmeister!

Max Verstappen ist nach einem Wahnsinns-Finale neuer Formel-1-Weltmeister. Der Niederländer entscheidet das Duell gegen Lewis Hamilton in der letzten Runde des letzten Rennens des Jahres für sich.
12.12.2021, 12:4412.12.2021, 16:33

Die Formel-1-Saison 2021 endet unfassbar dramatisch. Nach einer Safety-Car-Phase überholt Max Verstappen in der allerletzten Runde den lange souverän führenden Lewis Hamilton noch. Er gewinnt den Grand Prix von Abu Dhabi vor dem Briten und wird als erster Niederländer Weltmeister. Die beiden hatten das WM-Klassement vor dem letzten Rennen punktgleich angeführt.

57 der 58 Runden lag Hamilton, zum Teil mit deutlichem Vorsprung, vorne und schien alles im Griff zu haben. Aber ein Unfall von Nicholas Latifi im Williams sorgte doch noch für den nicht mehr erwarteten Umschwung zugunsten von Verstappen.

Die Neutralisation des Rennens ermöglichte es Verstappen, den Rückstand zu Hamilton wettzumachen und sich hinter dem Briten einzureihen. Dazu hatte er sich nochmals frische weiche Reifen aufziehen lassen. Verstappen war bereit für das finale Duell im Finale – und sicherte sich auf den allerletzten Drücker den schon verloren geglaubten Titel.

«Endlich hatte ich mal ein bisschen Glück»

Die Emotionen gingen hoch, hüben wie drüben. Hier die überschäumende Freude, dort tiefe Enttäuschung. Hier lagen sie sich in den Armen, dort waren sie erstarrt. Im Lager von Mercedes standen sie mit leeren Blicken da, ungläubig über das, was soeben passiert war.

«Es ist unglaublich», sagte Verstappen in einer ersten Reaktion. «Ich habe das ganze Rennen über gekämpft und dann hatte ich in der letzten Runde die Gelegenheit. Endlich hatte ich mal ein bisschen Glück.»

Ein Start, der zu reden gab

Im Rennen war noch war nicht einmal die erste Runde absolviert, da sorgten Hamilton und Verstappen bereits für den ersten Aufreger. Beim Versuch Verstappens, die beim Start verlorene Spitzenposition zurückzugewinnen, geriet Hamilton neben die Strecke, kürzte entsprechend ab und setzte die vor dem Niederländer fort.

Dass der Brite als Erster in die erste Kurve einbog, war nicht erwartet worden. Verstappen schien beim Start mit den Reifen der weichsten Mischung, die am meisten Haftung bieten, gegenüber seinem Rivalen, der das Rennen auf den mittelharten Walzen aufgenommen hatte, im Vorteil zu sein.

Nach der besagten Szene gingen die Diskussionen los. Mit der Ansicht, Hamilton habe gegen das Reglement verstossen und hätte sich hinter Verstappen zurückfallen lassen müssen, waren sie im Lager von Red Bull nicht allein. Sie machten den Fakt geltend, dass Verstappen beim Überholversuch die Strecke nicht verlassen habe und der Versuch deshalb korrekt war. Die Rennkommissare sahen die Sachlage anders. Aus ihrer Warte gab es nichts zu beanstanden.

Hamilton winkte ein Start-Ziel-Sieg

Der vorausfahrende Hamilton legte ein Tempo vor, das Verstappen nicht mitzugehen vermochte. Zu jenem Zeitpunkt war klar, dass nur noch ein ausserordentliches Ereignis wie ein eigener Fahrfehler, ein Defekt oder eine Safety-Car-Phase den Briten am neuerlichen Triumph würde hindern können.

Nach dem Ausfall von Antonio Giovinazzi, der seinen letzten Arbeitstag beim Rennstall Red Bull wegen eines Getriebeschadens im Alfa Romeo vorzeitig beenden musste, wurde das Rennen zwar für kurze Zeit neutralisiert, aber nur durch den virtuellen Führungswagen, verbunden mit dem Befehl an die Fahrer für eine Geschwindigkeitsreduzierung um 40 Prozent.

Nach der Niederlage zeigt sich Hamilton als fairer Verlierer.
Nach der Niederlage zeigt sich Hamilton als fairer Verlierer.bild: srf

Verstappen nutzte die verlangsamte Fahrt zu einem zweiten Reifenwechsel. Doch auch dieser Versuch, die Entscheidung doch noch zu seinen Gunsten herbeizuführen, fruchtete nichts. Mit den frischen Pneus machte er zwar Boden gut, doch Hamiltons Vorsprung war zu gross, und die Entscheidung schien endgültig gefallen. Doch dann kam vier Runden vor Schluss der Unfall Latifis, der alles nochmals auf den Kopf stellte, der Verstappen doch noch zum grossen Sieger und Hamilton zum grossen Verlierer stempelte.

Schon vor Giovinazzis Ausfall hatte auch Kimi Räikkönen seinen letzten Arbeitstag bei der Zürcher Equipe vorzeitig beenden müssen. Der Finne war kurz vor der Hälfte der Distanz von der Strecke abgekommen und hatte im Reifenstapel eingeschlagen. Räikkönen kehrte zwar an die Box zurück, der Schaden am Auto liess aber die Weiterfahrt nicht zu. (ram/sda)

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quelle: keystone / mark thompson
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102 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jake Peralta
12.12.2021 14:34registriert Dezember 2014
Auf jeden Fall ein fragwürdiges Urteil. Klar, das Manöver von VER war ziemlich hart. Er ist aber vorne und kriegt sogar die Kurve, da ist das Reglement eigentlich klar. Was aber krass ist: Durch die Abkürzung holt HAM etwa eine Sekunde heraus und das ist nicht okay.
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Kolin
12.12.2021 15:53registriert Mai 2021
Herrlich zu sehen wie Toto ausrastet und Karma Mercedes in den Arsch tritt, made my day!!! 🥳
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UrsK
12.12.2021 15:42registriert März 2017
Diese Saison war eine Farce und hat gezeigt, dass Fairplay eine untergeordnete Rolle spielt. Dass in fast jedem Rennen ein anderer Massstab galt und fast in jedem Rennen die Regeln unterschiedlich ausgelegt worden sind zeigt, dass andere Faktoren wichtiger waren als der eigentliche Sport. Ich war mal ein grosser Fan, das ist definitiv seit heute vorbei.
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