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Kamila Valieva gab einen positiven Dopingtest ab – angeblich wegen der Medizin ihres Grossvaters.
Kamila Valieva gab einen positiven Dopingtest ab – angeblich wegen der Medizin ihres Grossvaters.Bild: keystone

Valieva erklärt den positiven Doping-Test: Es waren die Tropfen des Grossvaters

15.02.2022, 09:2615.02.2022, 13:13

Die Medizin des Grossvaters soll nach Angaben der Anwälte von Eiskunstläuferin Kamila Valieva zum positiven Dopingtest vor Olympia geführt haben.

Es sei zu einer Verunreinigung mit einem Produkt gekommen, das ihr Grossvater eingenommen habe, sagte IOC-Mitglied Denis Oswald unter Berufung auf die Anwälte der jungen Russin.

Die abenteuerlich anmutende Erklärung sei Teil von Valievas Verteidigung im Eilverfahren des internationalen Sportgerichtshofs CAS über ihre Zulassung zum Frauen-Einzel gewesen, sagte Oswald, Vorsitzende der Disziplinarkommission des IOC.

Die CAS-Richter entschieden mit Blick auf Valievas Alter und die unzureichende Beweislage, die Starterlaubnis für den Einzelwettbewerb zu erteilen. Die Anwälte hätten «Gründe präsentiert, die Zweifel an ihrer Schuld» hinterliessen, sagte Oswald.

Offen liess der Schweizer, wie die Medizin des Grossvaters in Valievas Körper gelangt sein soll. Das Ganze tönt nach einer Rechtfertigung, wie sie von dopenden Spitzensportlern in Variationen oft verwendet wird.

Denis Oswald, Vorsitzender der Disziplinarkommission des IOC.
Denis Oswald, Vorsitzender der Disziplinarkommission des IOC.Bild: KEYSTONE

Das IOC hatte kurz nach dem CAS-Urteil entschieden, dass es im Falle eines weiteren Medaillengewinns von Valieva im Einzel keine Siegerehrung geben wird. Schon die Zeremonie für den Teamwettbewerb wurde abgesagt.

Oswald glaubt nicht an neues Staatsdoping

In der Doping-Affäre Valieva sieht das IOC indessen keine Fortsetzung des Skandals um Russlands organisierten Sportbetrug.

«Es scheint sich nicht um eine solche Situation zu handeln», sagte Denis Oswald. Auch wenn das IOC noch nicht alle Details rund um den positiven Test der jungen Europameisterin kenne, gehe man nicht von einer Verbindung zum russischen Dopingsystem vergangener Jahre aus.

«Kamila, wir sind mit dir!» Valieva hat Unterstützung aus Russland.
«Kamila, wir sind mit dir!» Valieva hat Unterstützung aus Russland.Bild: keystone

Oswald präsidierte eine Kommission, die sich mit den Manipulationen der Russen bei den Winterspielen in Sotschi 2014 befasste. Wegen weiterer Verstösse ist Russland wie bei den Sommerspielen 2021 in Tokio auch bei den Winterspielen in Peking offiziell ausgeschlossen.

Schärfere Sanktionen lägen «nicht in den Händen des IOC», sondern seien Sache der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, sagte Oswald. Die WADA werde im Zug der Entwicklungen die Strafen gegen Russland prüfen und möglicherweise erweitern. (zap/sda)

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60 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ändu aus B (weder Bärn noch Basel)
15.02.2022 10:06registriert Februar 2016
Etwa so glaubwürdig, wie wenn eine Frau behauptet, durch stolpern und fallen auf einen nackten Mann schwanger geworden zu sein...
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Dani S
15.02.2022 09:47registriert September 2017
Den muss ich mir merken für die nächste Verkehrs-Kontrolle: "Sie haben getrunken".
"Nein, das ist der Atem meines Grossvaters". LOL
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Holzkopf
15.02.2022 09:40registriert November 2017
Für mich sollte es keine Rolle spielen, WIE die Substanz in die Sportler rein kam. Die blosse Anwesenheit einer verbotenen Substanz über dem definierten Grenzwert sollte zum Ausschluss für bestimmte Zeit führen. Jede/r kann sich informieren, welche Substanzen verboten sind und sollte sich davon fernhalten…ansonsten heisst‘s halt „Pech gehabt“, ob es nun die Tropfen des Grossvaters oder das Rindfleisch aus Südamerika gewesen sein soll…
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