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Flandern-Rundfahrt 2021: Michael Schär wegen Littering disqualifiziert

Michael Schär wirft seine Trinkflasche weg.
Michael Schär wirft seine Trinkflasche weg.Bild: screenshot S TV

Michael Schär wegen Littering disqualifiziert – Asgreen gewinnt Flandern-Rundfahrt

04.04.2021, 15:2604.04.2021, 18:46

Für den Schweizer Michael Schär war die Flandern-Rundfahrt am heutigen Ostersonntag schon früh vorbei. Der 34-jährige Profi des «AG2R Citroën Team» wurde von der Rennleitung ausgeschlossen. Der Grund: Littering.

Der internationale Radsportverband (UCI) hat nämlich per erstem April die Regeln diesbezüglich deutlich verschärft. Neu dürfen die Fahrer Abfall nur noch in speziell dafür designierten Zonen fortwerfen oder ins Team-Auto zurückgeben. Schär wurde zum Verhängnis, dass er einem Fan eine seiner Trinkflaschen zuwarf, was die Rennleitung offenbar schon als Littering taxierte.

Der Bidonwurf von Michael Schär und die darauffolgende Disqualifikation.Video: streamable

Während ein Verstoss an mehrtägigen Rundfahrten Punkteabzüge oder Geldstrafen zur Folge haben können, ist an eintägigen Events wie der Flandern-Rundfahrt eben auch eine Disqualifikation eine Option.

Es ist gut möglich, dass beim Bidonwurf auch etwas Frust dahintersteckte, denn das Rennen verlief überhaupt nicht nach Schärs Vorstellung. Der Luzerner wurde von zwei Defekten weit zurückgeworfen. Schär hatte sich gerade an den Schluss des Feldes zurückgekämpft, als er disqualifiziert wurde.

Der Sieger der 105. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt heisst Kasper Asgreen. Der dänische Meister bezwang im belgischen Rad-Klassiker nach 254 km im Zweiersprint den Vorjahressieger Mathieu van de Poel. Platz 3 sicherte sich im Sprint der ersten Verfolger der belgische Olympiasieger Greg van Avermaet.

Für den 26-jährigen Asgreen aus dem Team Deceuninck-Quick Step war es der erste Sieg in einem der fünf sogenannten Radsport-Monumente. 2019 beendete er die Flandern-Rundfahrt als Zweiter.

Bissegger stark, Küng und Dillier gestürzt

Für das Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Stefan Bissegger. Der 22-jährige Thurgauer zeigte bei seiner zweiten Teilnahme an der Flandern-Rundfahrt ein starkes Rennen. Bissegger initiierte kurz nach dem Start in Antwerpen die Fluchtgruppe des Tages, schüttelte seine sechs Mitstreiter später ab, ehe er 38 km vor dem Ziel am Taaienberg die Favoriten ziehen lassen musste. Das Ziel erreichte Bissegger mit neun Minuten Rückstand als 89.

Mit Ausnahme von Bisseggers starkem Auftritt war es für die Schweizer in Flandern jedoch ein Tag zum Vergessen. Stefan Küng musste seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz bereits 55 km vor dem Ziel begraben. Just als das Finale bei der zweitletzten Passage des alten Kwaremont einläutet wurde, stürzte der Schweizer Meister. Küng beendete das das Rennen als bester Schweizer mit mehr als drei Minuten Rückstand im 44. Rang.

Silvan Dillier, der Edelhelfer von Van der Poel, war bereits rund 10 km zuvor in einen Sturz verwickelt und musste das Rennen aufgeben. (abu/sda)

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