Sport
Schaun mer mal

EM-Qualifikation: Die Wutrede von Israel-Trainer Andi Herzog im Wortlaut

«Önglisch» statt «Denglisch» – Israel-Trainer Andi Herzog setzt zur grossen Wutrede an

10.09.2019, 16:1610.09.2019, 16:53

Nach der knappen 2:3-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Slowenien kann Israel-Trainer Andreas Herzog seinen Ärger im TV-Interview nicht verbergen. Im Gegenteil: Der frühere Bayern-Spieler setzt zur grossen Wutrede an. Auf Englisch – oder besser gesagt: auf «Önglisch».

Herzogs Wutrede nach der Niederlage gegen Slowenien.Video: streamable

Herzog im Wortlaut: «Wir sagen immer ‹das war gut, das war gut›, aber kriegen immer drei Tore. Das ist nicht professionell genug. Wenn man das dritte Tor gesehen hat, das war schrecklich! Wir sprechen immer über die Qualifikation und dann machen wir unmögliche Fehler. Ehrlich, das ist nicht möglich. Tut mir leid.»

Auf die Frage des israelischen Journalisten, ob er sich über die Leistung ärgere, entgegnete Herzog: «Soll ich etwa fröhlich sein? Wir hatten ein gutes Spiel gegen ein grosses Team, sie haben gegen Polen gewonnen und wir waren heute doppelt so gut wie Polen und verlieren trotzdem. Wie müssen auf dem Platz das Spiel entscheiden. Immer machen wir irgendwelche blöden Fehler und verlieren so jedes Spiel. Das ist nicht mehr lustig.»

Die Tabelle der Gruppe G:

Bild
bild: srf

Auch in der Kabine soll Herzog laut israelischen Medien gewütet haben. Dabei soll ein Tisch zu Bruch gegangen sein und einige Spieler hätten angefangen zu weinen. «Ihr seid naiv! Ihr werdet nie irgendwas erreichen», soll Herzog geschrien haben. Die Chance zur Wiedergutmachung kriegen Herzog und die Israeli am 10. Oktober ausgerechnet gegen Österreich. Dort muss ein Sieg her, wenn man sich zum ersten Mal seit 1970 wieder für ein grosses Turnier qualifizieren will. (pre)

Mehr lustige Interviews:

Herzog-Vorgänger Matthäus:

Video: streamable

BVB-Keeper Roman Weidenfeller:

Video: streamable

Del Curto darf auch nicht fehlen:

Video: streamable
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Fussball-Rekordtorschützen der Top-Nationen
1 / 47
Die Fussball-Rekordtorschützen der Top-Nationen
Brasilien: Pelé, 77 Tore in 92 Länderspielen. (Stand: 16. November 2019)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Die watsons im Französisch-Test
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
papaya
10.09.2019 17:13registriert April 2017
Herr Maurer hätte an seiner Stelle gesagt: I can nothing say...
Herr Herzog hat immerhin das grössere Vokabular😉
313
Melden
Zum Kommentar
avatar
Patho
10.09.2019 17:28registriert März 2017
Wieso spielt Israel eigentlich in der EM-Quali, während der Libanon und Palästina in Asien spielen? Bei Armenien, Georgien und Aserbaidschan machts ja noch halbwegs sinn, da dort die Grenze des Kontinents halbwegs ungeklärt sind, aber Israel ist eindeutig asiatisch...
3927
Melden
Zum Kommentar
11
Nicht nur Freudentränen: Franzoni siegt in Kitzbühel für seinen toten Freund
Wieder klappt es nicht mit dem Sieg in der Kitzbühel-Abfahrt: Marco Odermatt zeigt auf der Streif eine starke Leistung, wird jedoch vom entfesselten Giovanni Franzoni überflügelt.
In seiner erst zweiten Abfahrt in Kitzbühel gelang Giovanni Franzoni mit Startnummer 2 eine nahezu perfekte Fahrt. Marco Odermatt wusste daher am Tag nach seinem Super-G-Sieg, dass er alles aus sich herausholen musste, um den 24-jährigen Italiener noch abzufangen. Und das tat der vier Jahre ältere Nidwaldner, dennoch reichte es hauchdünn nicht: Sieben Hundertstel entschieden zugunsten Franzonis, der eine Woche nach seinem Super-G-Erfolg in Wengen auch seinen ersten Abfahrtssieg im Weltcup feierte.
Zur Story