«Es ist völlig lächerlich»: Kristoffersen motzt trotz Verwarnung über Piste
Mit der Startnummer 1 eröffnete Henrik Kristoffersen in Schladming den Nacht-Riesenslalom und hatte wohl deutlich schwierigere Pistenbedingungen vorzufinden als seine Konkurrenten. Zunächst war der Österreicher Stefan Brennsteiner fast acht Zehntel schneller als Kristoffersen und gleich darauf war Lucas Pinheiro Braathen sogar mehr als zwei Sekunden vor seinem ehemaligen Teamkollegen im Ziel. Schlussendlich klassierte sich der Norweger nach dem ersten Lauf auf Platz 19.
Im Interview mit «ORF» musste sich der 31-Jährige zurückhalten. Denn bereits in Wengen motzte er über die Pistenbedingungen und wurde danach von FIS-Rennleiter Markus Waldner verwarnt, dass es nächstes Mal eine «empfindliche Strafe» geben werde. «Was kann ich denn sagen? Nach Wengen kann ich ja nicht mehr viel sagen», sagte ein frustrierter Kristoffersen und stellte dann auch klar, was sein Problem mit der Planai war: «Es ist völlig lächerlich. Ich glaube, ich habe noch nie einen solch eisigen Riesenslalom erlebt.»
Auch gegenüber dem norwegischen Sender «Viaplay» war Kristoffersen fast sprachlos: «Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll.» Die Bedingungen hätten sich für ihn so angefühlt, als würde man mit Sommerreifen auf glattem Eis fahren.
Kristoffersen überlegte danach sogar, im 2. Lauf nicht mehr an den Start zu gehen. Schlussendlich tat er dies doch und schloss das Rennen auf dem 18. Platz ab.
Auch sein Landsmann Atle Lie McGrath war mit den Pistenverhältnissen nicht zufrieden: «Es ist ein Eislaufplatz und ziemlich beschissen. Ich hatte ständig etwas zu wenig Grip, die Skier glitten mir immer wieder davon.»
Bereits am heutigen Mittwoch geht es in Schladming mit dem Nacht-Slalom weiter. Mit einem Sieg könnte Kristoffersen alleiniger Rekordsieger im Schladming-Slalom werden. Aktuell konnte er wie der einheimische Benjamin Reich viermal gewinnen. (riz)
