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Lara Gut will in der kommenden Ski-Saison endlich wieder jubeln dürfen.<br data-editable="remove">
Lara Gut will in der kommenden Ski-Saison endlich wieder jubeln dürfen.
Bild: Getty Images Europe

Neues Material, neues Team, neuer Anlauf – wie Lara Gut sich zurück an die Spitze kämpfen will

Lara Gut ist mehr denn je die grösste Schweizer Ski-Hoffnung bei den weiblichen Alpinen. In Sölden will die Tessinerin am Samstag den ersten Schritt zurück in die Riesenslalom-Spitze vollziehen.
23.10.2015, 12:22

Die besten Social-Media-Bilder von Lara Gut

An das Leben im Scheinwerferlicht und den Rummel um ihre Person hat sich Lara Gut längst gewöhnt. Die Erfahrung kann sie gebrauchen. Nach den Rücktritten mehrerer etablierter Fahrerinnen aus den Kadern von Swiss-Ski wird die Tessinerin im bevorstehenden Winter noch mehr in den Fokus rücken.

Einen ersten Vorgeschmack erhält Lara Gut dieser Tage im Vorfeld des Weltcup-Prologs in Sölden. Termine mit Medienvertretern und Auftritte für Sponsoren folgen sich Schlag auf Schlag. Auf dem Rettenbach-Gletscher tritt sie selbstredend als grösste Schweizer Hoffnung an.

«Die erste Phase meiner Karriere, in der alles neu war, ich viel lernen musste und auch Fehler machte, liegt hinter mir. Jetzt wird es so richtig spannend!»
Lara Gut im «Sportpanorama» über die Zukunft

Lara Gut wählt vor dem Auftakt in den «Zwischenwinter» ohne Grossanlass bekannte Worte. Sie nennt den Riesenslalom in der Höhenlage zwischen 3040 und 2670 Metern über Meer eine «erste Standortbestimmung», will den Vergleich in so frühem Stadium «nicht überbewerten». «Es gibt zwar auch in Sölden hundert Punkte zu gewinnen. Doch danach bleiben noch fünf Wochen Zeit, bis es 'richtig' losgeht.» Als wegweisend will sie den Auftritt im Ötztal nicht verstanden wissen, obwohl dieser erste Riesenslalom in den vorangegangenen zwei Saisons gerade für sie einem Indikator gleichgekommen ist.

Im vorletzten Winter hatte sie in Sölden hochüberlegen triumphiert und danach trotz fehlender Konstanz und hoher Ausfallquote weitere Top-Klassierungen folgen lassen. Vor zwölf Monaten war sie im zweiten Durchgang ausgeschieden – und danach in dieser Disziplin nie in gewünschtem Mass in Schwung gekommen. Die logische Konsequenz war das Abrutschen in der Weltcup-Startliste. Gegenwärtig wird Lara Gut auf Position 24 geführt.

Cuches Tipps und Servicemann

Fünf Wochen bis zum eigentlichen Start – Zeit für Korrekturen im technischen Bereich, Zeit für die Optimierung des Materials. Letzteres hatte Lara Gut nach dem Ausrüsterwechsel von Rossignol zu Head durch die gesamte Vorbereitungsphase begleitet. Sie war froh, auf die temporäre Unterstützung von Didier Cuche zählen zu können. Mit dem Neuenburger, in den letzten Jahren seiner Karriere ebenfalls mit Produkten des Vorarlberger Unternehmens unterwegs, arbeitete Lara Gut im Besonderen im Speed-Bereich zusammen.

Didier Cuche will Lara Gut wichtige Tipps geben.<br data-editable="remove">
Didier Cuche will Lara Gut wichtige Tipps geben.
Bild: KEYSTONE

Der Tessinerin standen mit Daniel Albrecht und Patrice Morisod weitere prominente Ratgeber zur Seite. Albrechts Einfluss soll sich in einer verbesserten Performance im Riesenslalom niederschlagen, mit Morisod feilte sie an den Schwüngen im Riesenslalom, Super-G und in der Abfahrt.

Über immense Erfahrung verfügt auch der neue Servicemann. Der Amerikaner Chris Krause, zuvor in Diensten von Cuche und Bode Miller, gilt als einer der Besten seines Fachs.

«Ich habe mich im Frühling mit meinem Dad unterhalten, gemeinsam haben wir nach Verbesserungen gesucht. Sie können mich mit ihren Erfahrungen weiterbringen. Es geht um Details.»
Lara Gut im «Sportpanorama» über die neuen Impulse
Das Team Gut:&nbsp;Fitnesscoach Patrick Flaction, Bruder Ian, Mutter Gabriella, Ski-Ass Lara und ihr Vater und Headcoach Pauli.<br data-editable="remove">
Das Team Gut: Fitnesscoach Patrick Flaction, Bruder Ian, Mutter Gabriella, Ski-Ass Lara und ihr Vater und Headcoach Pauli.
Bild: KEYSTONE

Wer wie Lara Gut in drei Disziplinen Weltcup-Siege errungen hat und, mit Blick auf die vier im Kalender aufgeführten Kombinationswettkämpfe, auch das Slalom-Training nicht vernachlässigen darf, betreibt einen besonders hohen Aufwand. Lara Gut bereitete sich im Sommer mit der Technik-Gruppe in Ushuaia in Argentinien vor und schloss sich hernach in La Parva in Chile für eine Woche den Speed-Fahrern an.

Längere Aufenthalte wie jener am südlichsten Zipfel Südamerikas dienen auch der Teambildung – für Lara Gut, die für einen Teil des Trainings nach wie vor ihre eigenen Wege geht, im Speziellen ein wichtiger Aspekt. Ihre Rolle in der Equipe sieht sie trotz verbesserter Integration unverändert. «Ich bleibe mich selbst.»

Ein Quartett mit Ziel Top 30

Lara Gut ist erst 24-jährig, von den für Sölden aufgebotenen Fahrerinnen aber schon die älteste. Zum Quintett gehören auch die 22-jährige Wendy Holdener, die 21-jährige Michelle Gisin, die bald 21-jährige Charlotte Chable und die 20-jährige Jasmina Suter.

«Ich bleibe mich selbst und kann nicht noch viel mehr machen. Klar hat sich durch die Rücktritte die Situation verändert. Aber es ist nicht so, dass nun nur noch Junge übrig geblieben sind.»
Lara Gut im «Sportpanorama» über ihre Rolle im Team

Primäres Ziel dieser vier Athletinnen wird sein, sich unter die besten 30 des für die Startreihenfolge relevanten Rankings vorzuarbeiten. Die Slalom-Spezialistinnen Michelle Gisin und Wendy Holdener sind derzeit auf den Plätzen 38 beziehungsweise 44 zu finden. Jasmina Suter bestreitet nach dem im vergangenen Oktober erlittenen Fussbruch ihr erstes Weltcup-Rennen seit fast 20 Monaten.

Die Schweizer Hoffnungsträgerinnen:&nbsp;Michelle Gisin, Lara Gut, Wendy Holdener und Fabienne Suter.<br data-editable="remove">
Die Schweizer Hoffnungsträgerinnen: Michelle Gisin, Lara Gut, Wendy Holdener und Fabienne Suter.
Bild: KEYSTONE

Ihr immenses Talent hat die mit Fabienne Suter nicht verwandte Schwyzerin unter anderem schon in Sölden bewiesen. Vor zwei Jahren war sie auf dem Weg zu einer Top-Ten-Klassierung im zweiten Lauf ausgeschieden. Charlotte Chable, die im letzten Winter als Slalomfahrerin mit Rang 11 im Weltcup in Maribor und Platz 15 an der WM in Beaver Creek für Aufsehen gesorgt hat, nimmt zum ersten Mal an einem Weltcup-Riesenslalom teil. (pre/si)

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