Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08092788 President of the Austrian Ski Federation Peter Schroecksnadel (R) hugs Austrian ski racer Anna Veith during the Women's Giant Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Lienz, Austria, 28 Dezember 2019.  EPA/ANDREAS SCHAAD

Schröcksnadel Ende Dezember mit Anna Veith im Zielfraum von Lienz. Bild: EPA

«Die Schweizer haben mehr Druck als wir» – Ösi-Ski-Chef heizt Kampf um Nationenwertung an



Die grosse Ski-Nation Österreich steckt nach dem Rücktritt von Überfahrer Marcel Hirscher tief in der Krise. Erst fünf Saisonsiege haben die sonst so erfolgsverwöhnten ÖSV-Athleten in dieser Saison eingefahren. Drei davon gehen aufs Konto von Doppel-Olympiasieger Matthias Mayer, einmal stand Vincent Kriechmayr zuoberst auf dem Podest, einmal Nicole Schmidhofer.

Doch nicht nur bei den Siegfahrern, sondern auch in der Breite sind die Österreicher nicht mehr so gut aufgestellt wie in den letzten Jahren. Das zeigt sich vor allem bei den Männern. In den Speed-Disziplinen fehlen hinter Mayer und Kriechmayr die zuverlässigen Podestfahrer, noch düsterer sieht es bei den Technikern aus.

epa08163159 Winner Matthias Mayer of Austria celebrates during flower ceremony for the Men's Downhill race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Kitzbuehel, Austria, 25 January 2020.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Matthias Mayer ist in dieser Saison der mit Abstand erfolgreichste österreichische Skirennfahrer. Bild: EPA

Im Riesenslalom von Garmisch setzte es ein historisches Debakel, als Manuel Feller als bester und einziger Österreicher im zweiten Lauf 28. wurde. Im Slalom ist man mit Marco Schwarz, Christian Hirschbühl und Michael Matt sowie den jungen Fabio Gstrein und Adrian Pertl etwas besser aufgestellt. Dennoch droht Österreich, in der Nationenwertung zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder der Schweiz den Vortritt lassen zu müssen. Nach 49 von insgesamt 85 Rennen liegt man bereits 299 Punkte hinter Beat Feuz, Wendy Holdener und Co..

Die Nationenwertung:

Bild

Stand nach 49 von 84 Rennen. Bild: screenshot srf

Dennoch sieht ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel seine Athleten nicht unter Zugzwang. In Gegenteil: «Die Schweizer haben, glaube ich, mehr Druck als wir», erklärt er gegenüber der Kronen-Zeitung. Der Grund für seine gewagte These: Schröcksnadel hat von Präsident Urs Lehmanns Aussagen im Blick erfahren, dass Swiss Ski im Falle eines Triumphs in der Nationenwertung von seinen Partnern dank leistungsabhängiger Verträge einen hohen Zustupf erhalten würde.

Aufgeben will Schröcksnadel aber nicht. «Natürlich bin ich voll an­gefressen. Aber ganz so schlimm, wie es den Anschein hat, ist es auch wieder nicht. Unsere Leute sind ja nicht wirklich langsam, den Speed haben sie», erklärt der 78-Jährige im Interview mit oe24.at. «Wir unternehmen einiges, unsere Leute müssen sich gegenseitig pushen.»

epaselect epa07377382 (L-R) second placed Michael Matt, winner Marcel Hirscher and third placed Marco Schwarz, all of Austria, raise Peter Schroecksnadel (C), President of the Austrian Ski Federation, during the medal ceremony for the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 17 February 2019.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Die Zeiten der österreichischen Dreifach-Siege sind definitiv vorbei. Bild: EPA/EPA

Selbstverständlich wolle man die Nationenwertung am Ende der Saison erneut gewinnen, erklärt Schröcksnadel weiter. «Doch wir dürfen uns deswegen nicht noch zusätzlich unter Druck setzen. Für uns verändert sich nichts. Ob wir das gewinnen oder nicht. Ausserdem sind die Schweizer ja noch nicht davongezogen. Den Rückstand von 299 Punkten können wir aufholen. In Chamonix kann es schon wieder ganz anders ausschauen.»

Dort stehen am Wochenende ein Slalom und ein Parallel-Riesenslalom auf dem Programm – aktuell eher die Domänen der Schweizer. Die Frauen bestreiten in Garmisch-Partenkrichen eine Abfahrt und einen Super-G. (pre)

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

Entwicklung in der Nationenwertung nach 49 von 85 Rennen

Play Icon

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

5
Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

0
Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

0
Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

0
Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

0
Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

0
Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

0
Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

0
Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

1
Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

0
Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

1
Link zum Artikel

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

5
Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

0
Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

0
Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

0
Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

0
Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

0
Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

0
Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

0
Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

1
Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

0
Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

1
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • joevanbeeck 07.02.2020 09:38
    Highlight Highlight Wo soll denn da Nationenwertungs-Druck sein? Es handelt sich ja um eine Sportart für die sich weltweit nur eine handvoll Länder wirklich interessiert.
  • fools garden 06.02.2020 16:37
    Highlight Highlight Österreich war auch in den Jahren der Schweizer Dominanz immer mindestens Zweite.
    Kriese, naja. Ich denke wir Schweizer tun gut daran uns zu freuen, so es denn wirklich reicht.
  • Chrisbe 06.02.2020 12:29
    Highlight Highlight Na das zeugt aber von ausgesprochener Gelassenheit 🤔
    Nichts trifft die Ösis härter als im Skisport hinter der Schweiz zu stehen, ..eine nationaler Supergau!
  • Glenn Quagmire 06.02.2020 11:45
    Highlight Highlight Wirkt wie ein Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat.
  • Howard271 06.02.2020 11:41
    Highlight Highlight Ich sehe nicht ganz, wie er hier den Kampf „anheizt“?
  • Bravo 06.02.2020 10:58
    Highlight Highlight Da hat die Schrecksnadel aus Austria schon recht. Der Druck liegt nicht in Österreich. Wie viele Male nacheinander haben die gewonnen? 16 Jahre?

    Nun machen die Schweizer Slalom-Männer so viele Punkte in diesem Jahr, und trotzdem sind wir in der Nationenwertung nur knapp vorne?
    • S Ba 06.02.2020 11:23
      Highlight Highlight Es waren sogar 30 Jahre (1990-2019).
    • Herbsli69 06.02.2020 11:51
      Highlight Highlight Darum liegt ja der Druck genau bei den Österreichern. Die Schweiz ist es mittlerweile gewohnt, nicht zu gewinnen. Was für eine Schmach aber für die Österreicher nach so langer Dominanz nicht zu gewinnen!
    • Mia_san_mia 06.02.2020 16:52
      Highlight Highlight Sicher liegt der Druck bei den Österreichern, nachdem sie 30 Jahre lang gewonnen haben. Wo denn sonst?

Real Madrid spät bestraft +++ Vaduz kann GC nicht distanzieren

Die wichtigsten Kurznews aus der weiten Welt des Sports.

Real Madrid besitzt nur noch einen Punkt Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Barcelona. Nach vier Siegen in Folge reichte es in der 24. Runde gegen Celta Vigo nur zu einem 2:2.

Die Madrider gerieten gegen die abstiegsgefährdeten Gäste früh durch einen Treffer des Russen Fedor Smolow in Rückstand. Nach der Pause sorgten Toni Kroos und Sergio Ramos mit einem Foulpenalty bis zur 65. Minute für die zwischenzeitliche Wende. Doch Celta schlug in der 86. Minute durch Santi Mina nochmals zu.

Real Madrid …

Artikel lesen
Link zum Artikel