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Teahupoo ist bekannt für seine hohen Wellen. bild: shutterstock

Surfen bei den Olympischen Spielen von Paris 2024? Natürlich auf Tahiti



Frankreich hat einige bekannte Surf-Spots, etwa Biarritz nahe den Pyrenäen oder in der Bretagne. Aber Frankreich besitzt auch Überseegebiete. Und deshalb finden die Surfwettbewerbe der Olympischen Spiele 2024 ein bisschen weiter entfernt von Paris statt.

15'760 Kilometer weiter weg, um genau zu sein. In Tahiti, einem Inselstaat im Pazifik.

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Spektakuläre Aufnahmen vom Tahiti Pro Teahupoo 2019. Video: YouTube/SurferToday

«Das ist eine wunderbare Überraschung und eine Anerkennung für unsere Geschichte, denn Polynesien ist die Wiege des Surfens», sagte Lionel Teihotu, der Präsident des Surfverbandes von Tahiti, zur Agentur AFP.

Die Bewerbung setzte sich als Austragungsort gegenüber Kandidaten im Südwesten Frankreichs sowie in der Bretagne durch. Der geplante Austragungsort Teahupoo ist für mächtige Wellen bekannt, die eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen können. Seit zwei Jahrzehnten wird dort ein Event der World-League-Tour ausgetragen.

«Diese Welle, dieses Wasser …»

Auch die anderen vier Dossiers seien sehr gut gewesen, betonte der Präsident des französischen Surfverbands, Jean-Luc Arassus, in «L'Equipe». Doch Tahiti sei die beste Wahl. Getroffen habe man den Entscheid, der von vielen Surfern mitgetragen werde, aufgrund sportlicher Kriterien. Laut Meteo France sind die Chancen, dass es auf Teahupoo «bessere» Wellen hat als in Europa zur Zeit der Olympischen Spiele Ende Juli/Anfang August, grösser.

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Surfen ist allgegenwärtig: Kreiselkunst in Teahupoo. bild: shutterstock

«Diese Welle, dieses Wasser … das Mana des Surfens ist da und das kann dem Anlass eine unglaubliche Dimension verleihen», freut sich Arassus schon jetzt. Unter Mana verstehen die Bewohner der Südsee eine geheimnisvolle, übernatürliche Kraft, welche Aussergewöhnliches bewirke.

Keine Monsterwellen für die Frauen

Kritisiert wurde im Vorfeld des Entscheids, dass in Teahupoo bislang keine Frauen-Wettkämpfe ausgetragen wurden, weil die Wellen für sie als zu gefährlich taxiert werden. Man werde eine Lösung finden, versprach Tahitis Verbandspräsident. «Wir können die Frauen zu einer Tageszeit surfen lassen, zu der die Wellen weniger kräftig sind.»

Dass Bewerbe einzelner Sportarten an einem anderen Ort ausgetragen werden als im Umland des Hauptortes der Olympischen Spiele, kam auch schon früher vor. So wurde um die Medaillen im Springreiten 1956 nicht in Melbourne, sondern in Stockholm gekämpft. Die australischen Behörden hatten strenge Quarantäne-Vorschriften, welche eine Einreise der Pferde verhinderten.

Wettkämpfe auf der Place de la Concorde

Surfen gibt bei den Spielen 2020 in Tokio sein Olympia-Debüt. Auch in Japan wird es Bewerbe geben, die weit von der Hauptstadt entfernt ausgetragen werden. Aus klimatischen Gründen finden die Marathons und die Wettkämpfe im Gehen im 800 Kilometer entfernten Sapporo statt, wo es kühler sein soll.

epa02839725 The pack of riders cycles on Place de la Concorde during the 21st and final stage of the 98th Tour de France cycling race from Creteil to Paris, France, 21 July 2011. EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Das Fahrerfeld der Tour de France auf der Place de la Concorde mit dem Eiffelturm im Hintergrund. Bild: EPA

Die Ausrichter der Spiele 2024 wollen dafür sorgen, dass auch die Surfer nach Beendigung ihrer Wettkämpfe olympisches Flair geniessen können. Es ist laut Arassus geplant, dass die Sportler danach nach Paris reisen. Nebst dem Surf-Entscheid haben die Olympia-Organisatoren einen weiteren Austragungsort bestimmt. Auf der Place de la Concorde wird um Medaillen im Skateboard, BMX Freestyle, Breakdance, Klettern und 3-gegen-3-Basketball gekämpft werden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ritiker K. 12.12.2019 18:51
    Highlight Highlight Unglaubliche Welle. Verständlich die Wettkämpfe dort austragen zu wollen. Gibt sicher geile Bilder.

    Bin nicht sicher, ob es gut ist, 'Exoten' von nicht so surfaffinen Ländern dort starten zu lassen.
  • Pabloes 12.12.2019 18:34
    Highlight Highlight In frankreich ist im herbst surfsaison. Beim Segeln ist es ja auch so. Man muss halt schauen wo die natur was anbietet. Ich finde das viel besser als irgendwelche künstlichen anlagen zu bauen. Heute abend wsl pipeline masters hawaii!! Watch it!
  • Viktor mit K 12.12.2019 17:45
    Highlight Highlight Top! Die Fifa hätte eine Indoor Surf Anlage in Paris, gebaut😂
  • sheshe 12.12.2019 16:56
    Highlight Highlight Geil, Teahupoo (sprich: Tschoupoo) ist brutal!! Frauen da antreten zu lassen, ist aber schon heftig! Vor allem, da die Welle direkt auf das Riff bricht und unter dem Meerespiegel liegt:
    https://d14fqx6aetz9ka.cloudfront.net/wp-content/uploads/2018/08/08144048/Chopes_Slide10.jpg

    PS: Für heute ist ein riesen Swell für Peahi/Jaws (HI) angesagt: worldsurfleague.com falls jemand heute Abend/Nacht noch nichts los hat...
    Play Icon
    • jjjj 12.12.2019 19:17
      Highlight Highlight Tschoupoo? Bist du dir da sicher? War schon ein paar mal dort, aber das habe ich nie gehört... 🧐
    • Popo Catepetl 12.12.2019 20:34
      Highlight Highlight Geil! Merci für den Link! :)
    • sheshe 12.12.2019 21:18
      Highlight Highlight @jjjj, ja zumindest in Englisch (z.b.
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      )
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  • mrgoku 12.12.2019 15:14
    Highlight Highlight Mann könnte ja auf der Seine Wellen generieren... :)

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