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epa04594952 Stanislas Wawrinka of Switzerland reacts during play against Novak Djokovic of Serbia in their semi-finals match at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 30 January 2015. The Australian Open tennis tournament runs until 01 February 2015.  EPA/Barbara Walton

Stan Wawrinkas Sorgenkind ist und bleibt die Inkonstanz. Bild: Barbara Walton/EPA/KEYSTONE

Die Inkonstanz in Person: Die Zahlen belegen Stan Wawrinkas grösste Baustelle

Stan Wawrinka scheitert auch in Indian Wells an einem Spieler ausserhalb der Top 100. Ein Ausrutscher? Mitnichten!



Bereits in der zweiten Runde muss Stan Wawrinka in Indian Wells die Segel streichen: In drei Sätzen unterliegt der Romand der Weltnummer 104 Robin Haase. Die Bälle springen in der kalifornischen Wüste ungewohnt hoch weg – Bedingungen, mit denen der Romand noch nie warm geworden ist: Tatsächlich ist Stan bei acht Teilnahmen nie über die Viertelfinals hinausgekommen.

INDIAN WELLS, CA - MARCH 15:  Stan Wawrinka of Switzerland reacts in his match against Robin Haase of Netherlands during day seven of the BNP Paribas Open tennis at the Indian Wells Tennis Garden on March 15, 2015 in Indian Wells, California.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Wawrinka und die Indian Wells: Alles andere als eine Liebesbeziehung. Bild: Getty Images North America

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass Wawrinka auf dem Papier eigentlich der klare Favorit war: Die beiden Kontrahenten trennen satte 97 Ranglistenplätze. Zudem ist der Holländer nicht in Form und bei seinen letzten sechs Turnieren jeweils in der Startrunde gescheitert. Auf die FIFA-Weltrangliste umgemünzt: Wie wenn Portugal mit Weltfussballer Cristiano Ronaldo gegen ein ersatzgeschwächtes Bahrain verliert.

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37 Unforced Errors: Einfach zu viele. bild: Twitter

Ein Ausrutscher also, denn man sich auch an einem Masters-1000-Turnier hin und wieder leisten darf? Oder doch mehr?

Seit bald zwei Jahren ist der Schweizer ununterbrochen in den Top 10 zu finden, bereits ragt mehr als nur eine Fussspitze aus Roger Federers gewaltigem Schatten. Seine Leistungen sind unbestritten. Dennoch wäre noch viel mehr möglich.

Markante Schwäche gegen Underdogs

Wawrinka ist als Wundertüte bekannt, dessen Leistungsskala beliebig nach oben oder unten ausschlagen kann. Und dieser Eindruck täuscht nicht, wie die Zahlen belegen.

Nach seinem überraschenden Grand-Slam-Titel in Melbourne von vor einem Jahr ist Wawrinka in den letzten zwölf Monaten bei 22 Turnierteilnahmen 19 Mal gescheitert und hat sich dreimal den Titel geholt. An sich keine schlechte Bilanz, doch die siegreichen Gegner lassen aufhorchen.

Stan Wawrinka of Switzerland wins the semifinal match against Milos Raonic of Canada during the 42nd ABN AMRO world tennis tournament at Ahoy Arena in Rotterdam, Netherlands, Saturday, Feb. 14, 2015. (AP Photo/Patrick Post)

Am häufigsten jubelt Stan gegen die «Mittelgrossen». Bild: Patrick Post/AP/KEYSTONE

Neben vertretbaren Niederlagen gegen Roger Federer und Novak Djokovic verliert Wawrinka gegen keinen einzigen Top-10-Spieler und nur gegen fünf Athleten aus den Top 20. Demgegenüber stehen zehn Pleiten gegen schwächere Gegner, wovon fünf von ausserhalb der besten 60 Spieler der Welt stammen.

Die wawrinka'sche Achterbahn-Fahrt

Fünfmal gescheitert an Spielern, die mit ihren Leistungen selten ins Rampenlicht treten und an den grossen Turnieren meist nicht über die Kananonfutter-Rolle hinauskommen. Und das in einem Jahr.

Gleichzeitig aber einen Grand-Slam-Titel sowie in allen Kategorien von den 250er- bis zu den 1000er-Turnieren jeweils einen Turniersieg geholt und im Davis Cup über das ganze Jahr hinweg brilliert und am Ende den Titel feiern können.

Der Schweizer war also unbestritten in Form; wenn er jetzt auch noch öfters die Papierform erfüllen und gegen die «kleinen» Gegner gewinnen kann, ist er nicht mehr zu stoppen.

Das Hauptziel für dieses Jahr ist seinem Coach Magnus Norman denn auch klar: «Er muss konstanter spielen als letzte Saison.» Die Inkonstanz ist ein ständiger Wegbegleiter des Lausanners – ein lästiger, wie Wawrinka selber zugibt. Nach seinem Aus in Melbourne in diesem Jahr bläst er ins selbe Horn wie sein Coach: «Es sollte mir möglich sein, konstanter zu spielen als im letzten Jahr.» Kurz darauf gewinnt er das Turnier von Rotterdam – und scheitert eine Woche später in Marseille an der Weltnummer 59 Sergej Stachowski.

Die grössten Schweizer Tennis-Erfolge

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