Sport
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US Open, 3. Runde

Männer:

Federer (2) – Kyrgios 6:4 6:1 7:5

Millman – Kukuschkin 6:4 4:6 6:1 6:3

Frauen:

Cibulkova – Kerber (4) 3:6 6:3 6:3

Keys (14) – Krunic 4:6 6:1 6:2

Roger Federer, right, of Switzerland, shakes hands with Nick Kyrgios, of Australia, after Federer defeated Kyrgios during the third round of the U.S. Open tennis tournament, Saturday, Sept. 1, 2018, in New York. (AP Photo/Jason DeCrow)

Nach schwachem Start hat Federer gegen Kyrgios doch noch alles im Griff. Bild: AP/FR103966 AP

Federer setzt nach Stotter-Start zur grossen Gala an – und lässt selbst Kyrgios staunen



Roger Federer steht am US Open in New York zum 17. Mal in der Runde der letzten 16. Der Weltnummer-Zweite schlägt in der dritten Runde nach anfänglichen Schwierigkeiten den Australier Nick Kyrgios in 1:44 Stunden 6:4, 6:1, 7:5 und zieht ohne Satzverlust in die Achtelfinals ein.

Am Ende blieb auch Nick Kyrgios nur das Staunen. «Das war einer der grossartigsten Schläge im Tennis überhaupt», sagte der 23-Jährige aus Canberra bei einem Seitenwechsel Mitte des dritten Satzes. Kurz zuvor hatte der 37-jährige Baselbieter einen Stoppball des Australiers erlaufen und aus einem fast unmöglichen Winkel noch am Netz vorbei ins Feld gespielt. Wenig später war die Partie vorbei. Nach 1:44 Stunden verwertete Federer mit dem 16. Ass seinen ersten Matchball, nachdem er zuvor zum 6:5 sein viertes Break geschafft hatte.

Der Zauberschlag von Federer:

abspielen

Wow! Federer dreht den Ball um den Netzpfosten. Video: streamable

«Ich habe nicht an diesen Schlag gedacht, bevor ich den Ball berührt habe. Ich dachte nicht, dass es klappen wird. Es war ein toller Schlag.»

Roger Federer

Die Reaktion von Kyrgios:

Zu Beginn der mit Spannung erwarteten Partie – acht der neun zuvor gespielten Sätze der beiden endeten im Tiebreak – hatte nichts auf einen schnellen und problemlosen Sieg Federers hingedeutet. Der Schweizer war miserabel in die Partie gestartet, nachdem er bereits in den ersten beiden Spielen in New York nicht restlos überzeugt hatte. Von den satten Aufschlägen von bis zu 220 km/h von Kyrgios brachte er kaum einen zurück. Und war der Ball einmal im Spiel, unterliefen dem Baselbieter enorm viele einfache Fehler. «Es war zu Beginn schwierig, in den Rhythmus zu finden», sagte Federer.

«Ich freue mich sehr, dass ich in drei Sätzen gewonnen habe. Ich glaube, heute habe ich sehr gut gespielt, obwohl Nick sehr stark begonnen hat. Er spielt ein sehr abwechslungsreiches Tennis, was es immer wieder interessant macht gegen ihn. Er hat viele Asse geschlagen, aber dieses Game im ersten Satz, als ich vier Breakbälle abwehrte, war wohl entscheidend. Das Glück war heute auf meiner Seite. «Nun freue ich mich auf den Achtelfinal gegen Millman. Er ist einer, der sehr hart arbeitet. Natürlich will ich auch ihn schlagen.»

Roger Federer über das Spiel

Zum Wendepunkt entwickelte sich das siebte Game des ersten Satzes, das knapp zehn Minuten dauerte. Federer kam dank vier abgewehrten Breakbällen um ein Break herum. Aus seiner Sicht war sein einziges umkämpftes Aufschlagspiel des Nachmittags wegweisend für den Ausgang der Partie. «Das Glück war auf meiner Seite», so der Baselbieter, der danach aufdrehte. Zehn Minuten später schaffte er mit einem perfekten Return das erste Break und damit gleich den Satzgewinn.

epa06991260 Nick Kyrgios of Australia reacts as he plays Roger Federer of Switzerland during the sixth day of the US Open Tennis Championships the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 01 September 2018. The US Open runs from 27 August through 09 September.  EPA/JUSTIN LANE *** Local Caption *** 53000073

Eigentlich hatte Kyrgios ja nicht viel zu lachen. Bild: EPA/EPA

Die 1:0-Satzführung löste den Knoten in Federers Spiel endgültig. Es folgte eine stündige Gala des Schweizers. «Ich habe es genossen.» Und die Zuschauer im fast vollen Arthur-Ashe-Stadion taten es dem 20-fachen Grand-Slam-Champion gleich. Nach zuletzt durchzogenen Leistungen bot Federer seit langem wieder einmal eine eindrucksvolle Vorstellung.

Erneut gegen einen Australier

In den Achtelfinals trifft er nun am Montag mit dem ungesetzten John Millman erneut auf einen Australier. Die Nummer 55 der Weltrangliste setzte sich gegen Michail Kukuschkin aus Kasachstan in vier Sätzen durch und qualifizierte sich erstmals für einen Achtelfinal an einem Major-Turnier.

John Millman, of Australia, returns a shot to Mikhail Kukushkin, of Kazakhstan, during the third round of the U.S. Open tennis tournament, Saturday, Sept. 1, 2018, in New York. (AP Photo/Kevin Hagen)

John Millman spielt beim Australien Open gross auf. Bild: AP/FR170574 AP

«Federer ist mein Held», sagte der 29-jährige Millman, der einst beim TC Zug Interclub spielte. Das bislang einzige Duell gegen Millman entschied Federer 2015 in Brisbane in drei Sätzen für sich. Vor Wimbledon hatten die beiden zuletzt zusammen trainiert. «Er ist ein harter Arbeiter», sagte Federer, der gegen den Australier seinen 62. Achtelfinal an einem Major-Turnier bestreiten wird. (pre/sda)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
meliert
01.09.2018 22:23registriert August 2014
der alte Meister war wieder grossartig, er lässt Kyrgios hämmern ohne die Nerven zu verlieren und dreht dann auf wenn sein Gegenspieler anfängt übermütig zu werden!
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Wasmeinschdenndu?
01.09.2018 23:46registriert April 2015
Im übrigen finde ich die Kleider von Federers neuem Ausrüster sehr cool, auch wenn ich anfangs skeptisch war!
9110
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lilie
02.09.2018 08:32registriert July 2016
Das war ein toller Match! Roger hatte nach dem verhaltenen Start wieder mal eine Sternstunde!
Ich hab mich auch gefreut, zur Abwechslung mal einen motivierten und konzentrierten Kyrgios zu sehen. Wenn er nämlich den Kopf bei der Sache hat, kann der sehr wohl gut spielen. Nur zwischendurch scheinen die Pferde mit ihm durchzugehen und dann macht er auf lustlos und Anschiss, wie ein Teenie...
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