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epa07279085 Roger Federer of Switzerland gestures during a press conference prior to the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 13 January 2019.  EPA/MAST IRHAM

Federer findet, die Verbände der Damen und der Herren sollen im Tennis kooperieren. Bild: EPA/EPA

Roger Federer spricht sich für revolutionäre Fusion zwischen ATP und WTA aus



Roger Federer macht sich in der tennislosen Zeit Gedanken über die Zukunft seines Sports. Sein revolutionärer Vorschlag: eine Fusion des Männerverbands ATP und des Frauenverbands WTA.

Federer präsentierte seine Idee auf Twitter. «Ich wundere mich einfach», begann der 20-fache Grand-Slam-Champion eine Reihe von Tweets. «Bin ich der Einzige, der sich fragt, ob jetzt nicht die Zeit wäre, dass sich das Männer- und das Frauentennis zusammenschliessen?»

Er spreche von einer Fusion der beiden Verbände ATP und WTA, nicht von einer Zusammenlegung der jeweiligen Turniere, präzisierte der 38-jährige Basler weiter.

Schwierigkeiten für die Zuschauer

Später erklärte er auch noch seine Überlegungen hinter dem Vorschlag. Es sei für die Fans eher verwirrend, dass nicht alle unter dem gleichen Logo, mit dem gleichen Rankingsystem oder den gleichen Turnierkategorien agieren.

«Wahrscheinlich hätte dies schon vor langer Zeit passieren sollen», so Federer. «Aber jetzt ist vielleicht wirklich der Moment gekommen. Das sind harte Zeiten, und wir können daraus mit zwei geschwächten oder einem starken Verband herauskommen.»

epa08195186 Roger Federer of Switzerland attends a press conference after arriving at Cape Town International Airport, South Africa, 05 February 2020. Roger Federer will play Rafael Nadal in the Match in Africa Cape Town charity event at Cape Town Stadium on 07 February 2020. The Match in Africa is for the benefit of the Roger Federer foundation.  EPA/NIC BOTHMA

Federer hat als Teil des ATP-Spielerrats Einfluss auf den Sport. Bild: EPA

Die Unterstützung für Federer liess nicht lange auf sich warten. «Ich bin absolut einverstanden, dass es eine exzellente Sache wäre, wenn wir aus dieser Krise mit einer gemeinsamen Organisation für die Männer und Frauen herauskommen würden», schrieb der Weltranglistenzweite Rafael Nadal. Und Simona Halep, die Nummer 2 bei den Frauen, tweetete kurz und bündig: «Du bist nicht der Einzige.»

Federer gehört seit vergangenem Sommer wieder dem ATP-Spielerrat an, den er von 2008 bis 2014 präsidiert hatte. Die ATP (Association of Tennis Professionals) wurde 1972 als Spielergewerkschaft gegründet, auf die Saison 1990 wurde die ATP Tour in der heutigen Form, in der sowohl Spieler als auch Turnierorganisatoren vertreten sind, ins Leben gerufen. Die Women's Tennis Association (WTA) existiert seit 1973.

Reaktionen auf Federers Vorschlag gab es von den Verantwortlichen der beiden Organisation zunächst keine. Derzeit ruht das Profitennis wegen der Coronavirus-Pandemie weltweit bis mindestens 8. Juli. (dab/sda)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Martin Mars 23.04.2020 03:55
    Highlight Highlight Boahh, ja ein Geniestreich von Roger, ATP unf WTA zusammenlegen, das wird unser ganzes Leben verändern. Das packt wirklich all unsere dringensten Probleme auf dieser Welt bei den Wurzeln!
  • slick 22.04.2020 20:33
    Highlight Highlight 1. Nur weil eine Idee von Roger kommt, muss sie nicht automatisch gut sein. 2. Als Schweizer Föderalisten sollten wir doch verstehen, dass es von Vorteil sein kann auf spezifische Gegebenheiten unterschiedlich reagieren zu können. 3. Roger ist auch Gegenwart, aber vor allem Vergangenheit. In solchen Belangen sollten die rising Stars Gewicht haben.
    • Raembe 23.04.2020 09:27
      Highlight Highlight 1. Er äussert seine Gedanken, ob Du sie gut findest ist Dir überlassen.
      2. Wissen wir.
      3. Er äussert seine Gedanken, es ist nichts entschieden es gab noch nicht mal eine Diskussion. Wenn ein guter Vorschlag kommt, ist es doch egal von wem.
    • slick 23.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Korrekt Raembe. Ich sehe die Angelegenheit neutral, bin weder dafür noch dagegen. Den Blitzen zufolge scheinen die Leute aber (blind) Roger zu folgen.
    • Raembe 23.04.2020 12:14
      Highlight Highlight @Slick: Sie können auch einfach nicht mit dir einig sein. Der Punkt von Roger findet ja auch anklang bei betroffenen, siehe die antworten von Halep und Nadal. Diese werden wohl nicht die Einzigen sein.

      Und wenn wir ehrlich objektiv sind, musst Du zugeben das Du den Befürworten schon heftige Vorwürfe machst. Und der dritte Punkt ist einfach nur falsch. Wenn in einem KMU eine gute Idee von einem 64 jährigem MA kommt, wird diese auch geprüft. Egal ob er noch davon betroffen sein wird oder nicht.
  • crik 22.04.2020 15:54
    Highlight Highlight Wo er recht hat, hat er recht. Gerade die Unterteilung der WTA Turniere in 'Premier Mandatory' und 'Premier 5' mit 1000 resp. 900 Punkten für die Siegerin ist doch komisch.
  • N. Y. P. 22.04.2020 15:48
    Highlight Highlight Ich finde es nicht verwirrend, wenn es zwei Verbände gibt.

    So ist immer klar, ob gerade von den Frauen oder den Männern die Rede ist.

    Wieso ändern, was bis jetzt immer gut war.
    • mrgoku 22.04.2020 16:03
      Highlight Highlight typisch..wieso was ändern wens ja läuft...
      dies nennt man evolution, fortschritt, verbesserung :)
    • Nameless Hero 22.04.2020 16:10
      Highlight Highlight Ist ja auch schwierig, eine weibliche Spielerin von einem männlichen Spieler zu unterscheiden ;)
    • Bruno Wüthrich 22.04.2020 18:00
      Highlight Highlight Noch schwieriger wäre es, eine männliche Spielerin von einem weiblichen Spieler zu unterscheiden.

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