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Switzerland's Roger Federer cheers after winning his first round match against Germany's Peter Gojowczyk at the Swiss Indoors tennis tournament at the St. Jakobshalle in Basel, Switzerland, on Monday, October 21, 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Roger Federer feiert vor dem Heimpublikum einen lockeren Sieg. Bild: KEYSTONE

«Es muss nicht immer 7:6 im Dritten sein»: Federer startet in Basel mit Machtdemonstration

Roger Federer hat die Swiss Indoors mit einer Gala-Vorstellung eröffnet. Der in Basel seit sechs Jahren ungeschlagene 38-Jährige marschierte mit einem 6:2, 6:1 gegen den Deutschen Peter Gojowczyk in die 2. Runde.



Er sei sich der Gefahr bewusst gewesen, dass Spiele auf einem schnellen Hallenbelag gegen gute Aufschläger auch rasch auf die andere Seite kippen könnten – zumal dann, wenn der Gegner wie Peter Gojowczyk nach der Qualifikation im Spielfluss sei, sagte Federer nach seinem überzeugenden Kurzauftritt gegen den überforderten deutschen Qualifikanten.

Das mag stimmen, auch sein Satzverlust im letztjährigen Auftaktspiel gegen Filip Krajinovic nach anfänglicher Dominanz hatte das verdeutlicht. Diesmal aber wurde es zu keiner Zeit brenzlig. Zu stilsicher agierte Federer, zu leichtfüssig bewegte sich der 38-Jährige zehn Tage nach der ärgerlichen Niederlage gegen Alexander Zverev im Viertelfinal von Schanghai.

«Früher nahm ich mich mit einem Breakvorsprung manchmal etwas zurück, heute nicht mehr. Wenn die Chance da ist, schnell durchzukommen, will ich das ausnützen»

Roger Federer

Federer zeigte sich im Platzinterview äusserst zufrieden und unterhielt das Publikum im lockeren Talk mit Heinz Günthardt. Der 20-fache Grandslam-Sieger meinte: «Ich habe gern diese 6:2, 6:1-Spiele. Es muss nicht immer 7:6 im Dritten sein, da bekommt man graue Haare und ich hätte schon lange aufgehört.» Ihm falle aber auf, dass bei kurzen Spielen, dann das Platzinterview um so länger dauere.

Bloss 52 Minuten dauerte Federers Demonstration zum Turnier-Auftakt. Der Baselbieter stand damit sehr kurz auf dem Platz, aber länger als auch schon: 2014 hatte er den Luxemburger Gilles Muller ebenfalls in der 1. Runde in 46 Minuten mit dem gleichen Resultat abgefertigt. Und weniger Games hat er einem Gegner an seinem Heimturnier auch schon zugestanden. 2006 huschte er mit einem 6:2, 6:0 gegen Guillermo Garcia-Lopez in die Viertelfinals.

Nach dem reibungslosen Auftakt gegen Gojowczyk, der im Sommer in Washington als Lucky Loser die Halbfinals erreicht hatte, sprach Federer von einem «guten Match» und einem «idealen Einstand». Angesichts des komfortablen Verlaufs verglich er den Auftritt mit einem «super Training vor Heimpublikum». Er habe sich die Spiele von Gojowczyk aus der Qualifikation angeschaut und den Deutschen etwas stärker erwartet, räumte er ein. Ganz unbegründet waren die sieben Niederlagen am Stück, die der 30-jährige Münchner vor der überraschenden Qualifikation für das Basler Hauptfeld bezogen hatte, also nicht.

Den Frust von Schanghai, wo er sich gegen Zverev gar einen Punktabzug eingehandelt hatte, hat Federer in China zurückgelassen. Und auch körperlich zeigte sich der Schweizer gut erholt. In seinem 1500. Spiel auf ATP-Stufe musste Federer die Komfortzone nicht verlassen. Zwar begann er im Anschluss an die Eröffnungsfeier mit einem Auftritt der Soul-Sängerin Anastacia mit einem leichten Vorhandfehler, kurz darauf breakte er seinen Widersacher aber ohne Punktverlust zum 3:1 und nach 23 Minuten hatte er den ersten Satz im Trockenen. Auch im zweiten Satz zog Federer zügig davon – obwohl er sich beim Stand von 2:0 den Service einmal abnehmen liess. «Früher nahm ich mich mit einem Breakvorsprung manchmal etwas zurück, heute nicht mehr. Wenn die Chance da ist, schnell durchzukommen, will ich das ausnützen», kommentierte er.

Auf dem Weg zum 21. Sieg in Folge in Basel schlug Federer zwölf Asse (bei zwei Doppelfehlern) und erarbeitete er sich zehn Breakchancen, von denen er fünf verwertete. Er gewann fast zwei Drittel der insgesamt 91 Punkte und vor allem auch als Rückschläger mehr als Gojowczyk mit dem eigenen Service. Das sind wenig erbauliche Zahlen für seinen nächsten Gegner am Mittwoch. Dieser kommt entweder aus Serbien und heisst Dusan Lajovic (ATP 33), oder es ist der Moldawier Radu Albot (ATP 45). Letzter hat Federer im März in Miami bedeutend mehr gefordert als Gojowczyk: Beim 6:4, 5:7, 3:6 zwang er den späteren Turniersieger an den Rand einer Auftakt-Niederlage. (pre/cma/sda)

Auch Laaksonen weiter

Nach Roger Federer ist mit Henri Laaksonen (ATP 105) überraschend auch der zweite Schweizer am Eröffnungstag der Swiss Indoors in die 2. Runde eingezogen. Der 27-jährige Schaffhauser setzte sich gegen den als Nummer 8 gesetzten Franzosen Benoît Paire (ATP 25) 6:3, 7:5 durch.

Laaksonen glückte damit Ähnliches wie im Vorjahr: Damals hatte er in Basel in der 1. Runde mit einem Zweisatzsieg gegen den damaligen Weltranglisten-21. Marco Cecchinato verblüfft, ehe er gegen Taylor Fritz ausschied. (sda)

Das war die Partie im Liveticker:

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