Ab jetzt wäre Serena Williams' Comeback möglich: «Wir werden sehen, was passiert»
Um an WTA- oder Grand-Slam-Turnieren überhaupt teilnehmen zu können, muss sich eine Spielerin während eines halben Jahres für unangekündigte Dopingkontrollen zur Verfügung halten. Diese Reintegration ins Doping-Programm ist für Serena Williams, die langjährige Weltnummer 1 und Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Turnieren, abgeschlossen.
«Sofern sie sich nicht verletzt, wird sie zweifellos irgendwann wieder irgendwo spielen», sagte Jim Courier im Januar anlässlich des Australian Open. «Niemand, der nicht vorhat, ein professionelles Turnier zu spielen, nimmt an diesem Dopingkontroll-Programm teil – und schon gar nicht jemand mit so viel Erfahrung wie Serena Williams.» Denn über einen längeren Zeitraum den Kontrollinstanzen stets mitzuteilen, wo gerade kontrolliert werden könnte, ist für alle Profis extrem einschränkend.
🇺🇸 Serena Williams returns to the practice court ahead of her comeback ⏳
— The First Serve (@TheFirstServeAU) February 20, 2026
“I have not done this since September 2023.”
🎥 Serena Williams/TikTok pic.twitter.com/3MIhvTqntp
Serena hält sich bedeckt
Serena Williams, seit dem 1. September 2017 Mutter von Tochter Alexis Olympia (8), hält sich bedeckt. Im Dezember dementierte sie die Gerüchte, die aufgekommen waren, weil Schwester Venus (45) letzten Sommer in Cincinnati ihr Comeback gestartet hatte. Im Januar äusserte sich Serena schon weniger dezidiert. In einer TV-Sendung («Today») bestätigte sie das Comeback nicht, sie dementierte es aber auch nicht mehr.
«Wir werden sehen, was passiert», sagte sie da. Auf die Frage, warum sie wieder am Dopingkontroll-Programm teilnimmt, wich sie aus: «Bin ich denn wieder dabei? Ich wusste gar nicht, ob ich da mal nicht dabei war. Hören Sie, ich kann darüber nicht sprechen.»
Serena Williams NOW ELIGIBLE for WTA return ‼️
— Tennis Channel (@TennisChannel) February 22, 2026
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Sie würde für Furore sorgen
Der nächste Hinweis auf ein Comeback kam in diesem Monat von Alycia Parks (WTA 77), die verriet, dass sie mit Serena trainiert hatte. Parks: «Sie ist super in Form. Ich glaube, sie würde auf der Tour für Furore sorgen», so Parks im Interview mit dem Fachmagazin «Tennis Majors».
Serena Williams bestritt am US Open 2022 ihr letztes Turnier. Den Rücktritt erklärte sie damals nicht. Vielmehr sagte sie, dass sie sich «weiterentwickeln» wolle, um sich weiter von der Profi-Tour zu entfernen. Aus der Weltrangliste ist sie ausgeschieden.
Im nächsten Monat finden in den USA in Indian Wells (4.-15. März) und Miami (17.-29. März) hochkarätige WTA-1000-Turniere statt. Beide Events wären die ideale Bühne für ein Comeback, auch wenn es eine Überraschung wäre, würde Serena Williams ausgerechnet in Indian Wells erstmals wieder spielen, weil sie dieses Turnier in ihren besten Jahren stets gemieden hat.
Aber Patrick Mouratoglou, ihr einstiger Trainer, sagte in der «L'Équipe»: «Mit ihr ist definitiv alles möglich. Wenn es jemanden gibt, dem ich ein erfolgreiches Comeback zutrauen würde, dann ist es Serena.» (abu/sda/dpa)
