Sport
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Stan Wawrinka, left, of Switzerland, speaks with Roger Federer, right, of Switzerland, during a training session of the Swiss Davis Cup Team prior to the Davis Cup World Group Semifinal match between Switzerland and Italy, at Palexpo, in Geneva, Switzerland, Wednesday, September 10, 2014. The Davis Cup World Group Semifinal Switzerland vs Italy will take place from 12 to September 14. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Stan Wawrinka und Roger Federer gönnen sich im Training eine Pause. Bild: KEYSTONE

Federer und Wawrinka vor dem Halbfinal

Darum muss die Schweiz gegen Italien gewinnen – 10 Gründe für den Einzug in den Davis-Cup-Final

Am Freitagnachmittag findet die erste Partie des Davis-Cup-Halbfinals gegen Italien statt. Wie vor 22 Jahren wollen die Schweizer in Genf in den Final stürmen. Wir sagen, warum das Sieger-Team aus der Schweiz kommen muss.



Kulisse

Die Auslosung für die Partien des Davis-Cup fand stilvoll in der Genfer Victoria Halle statt. Wir wissen zwar nicht, wo normalerweise die Auslosung in Italien stattfindet, aber es wird wohl nicht in der Sixtinischen Kapelle sein. Punkt für die Schweiz.

Italy's Davis Cup team pose after the draw ceremony at the Victoria Hall in Geneva September 11, 2014. Italy will play against Switzerland in their semi-final Davis Cup match September 12 to 14, 2014. REUTERS/Denis Balibouse (SWITZERLAND - Tags: SPORT TENNIS)

Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Ernährung

Wie alle italienischen Mütter wird auch Mamma Fognini sicher kochen wie eine Göttin. Ist aber der Sohnemann ausser Haus, bestellt der Frauenschwarm Steak und Pommes Frites. Ist sicher lecker, aber definitiv keine Sportlernahrung.

Name

Mit Andres Seppi (ATP 48) spielt ein Südtiroler im italienischen Team. Von Sepp Blatter haben wir im Fussball schon genug, da braucht es im Tennis auch keinen Seppi. Das hat sich auch der italienische Team-Captain Corrado Barazzutti gedacht und nominierte zur Überraschung aller Beteiligten Simone Bolelli anstelle von Seppi.

Italy's Andreas Seppi serves the ball during the second round match of the French Open tennis tournament against Argentina's Juan Monaco at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Thursday, May 29, 2014. (AP Photo/David Vincent)

Bild: AP

Mode

Simone Bolelli, of Italy, returns a shot against Tommy Robredo, of Spain, during the second round of the 2014 U.S. Open tennis tournament, Thursday, Aug. 28, 2014, in New York. (AP Photo/Kathy Willens)

Bild: Kathy Willens/AP/KEYSTONE

Apropos Bolelli. Simone Bolelli der im Ranking an Position 76 geführt wird, ist wie jeder Italiener modebewusst. Aber wie seine Landsleute scheint er manchmal etwas zu übertreiben und jeden Trend mitzumachen. Beispiel gefällig? Bei den US Open noch mit «Stars and Stripes» auf dem Trikot, ein paar Tage später ist wieder« il tricolore» angesagt. Die Konstanz fehlt eindeutig.

epa04393610 Simone Bolelli of Italy returns the ball during a training session of the Italian Davis Cup Team for the Davis Cup World Group semi final match between Switzerland and Italy at Palexpo in Geneva, Switzerland, 10 September 2014. The Davis Cup World Group semi final will take place from 12 to 14 September 2014.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Doping

Fabio Fognini wird vor einigen Tagen um 6.25 Uhr aus dem Bett gebeten, um eine Dopingprobe abzugeben. Danach schreibt die Weltnummer 17 auf seinem Twitter-Account grossspurig von «Vampiren»: in klitzekleinen Shorts, welche gerademal die Grösse seines Pflasters aufweist. Der gute Herr kennt einfach kein Mittelmass.

Gefühlsausbrüche

Der italienische Teamleader Fognini ist bekannt für sein aufbrausendes Temperament. Oder um es auf italienisch (positiv) auszudrücken: «Tante emozioni». Genug Emotionen hatte auch Roger Federer in seinen jungen Jahren, als er regelmässig seine Schläger zertrümmerte und mit den Schiedsrichter diskutierte. Danach wurde der Schweizer erwachsen.

Bild

Screenshot: twitter/Luigi Gatto

Zuschauer

Über 4000 Zuschauer verfolgten die Trainings der Schweizer in der ausverkauften Palexpo-Halle. Am Freitag wird der Rummel noch grösser sein: 18'400 Fans werden das eidgenössische Davis-Cup-Team anfeuern. Die Stimmung ist schon jetzt gigantisch. Wenn dann noch zig Kuhglocken ertönen, wird es am Freitag eine einmalige Ambiance geben. Eine ohrenbetäubende Kulisse, die sogar die heissgeliebten Mobiltelefone der italienischen Fans zum Verstummen bringen werden.

abspielen

Video: YouTube/Swiss Tennis

Geld

Swiss Tennis operiert in Genf laut «Tages-Anzeiger» mit einem Budget von 6,5 Millionen Franken. Gewinnerwartungen gibt es vom Verband offiziell keine, aber Swiss Tennis rechnet mit einem Überschuss im siebenstelligen Bereich.

Swiss Roger Federer with the trophy poses by a car awarded after defeating Spaniard David Ferrer during the final of the 2007 Tennis Masters Cup Shanghai held in Shanghai, China, Sunday, Nov. 18, 2007. Federer won 6-2, 6-3, 6-2. (AP Photo/Ng Han Guan)

Nein, ein Auto würde Roger Federer mit der Prämie wohl nicht kaufen. Bild: AP

Die Hälfte des Gewinns wird dabei an das Team weitergeleitet, zusammen mit dem Preisgeld dürfte also ein schöner Betrag für den Finalisten rausspringen. Und wer würde das Geld besser anlegen beziehungsweise sparen als ein/die Schweizer? 

Am Sonntag hat es keinen Platz für Tennis

Am Sonntag geht der «richtige» Italiener am Morgen in die Kirche, danach folgt ein ausgiebiges Mittagessen. Später folgt ein Stadionbesuch beim Lieblingsfussballverein.

Zeit für einen Tennisbesuch liegt da definitiv nicht drin. Roger Federer und Stanislas Wawrinka können am Samstag im Doppel dem 60-Millionen-Volk mit einem Sieg zum vorentscheidenden 3:0 die Entscheidung getrost abnehmen. 

Italian football fans follow the FIFA World Cup 2014 football match Italy vs Costa Rica on a giant screen, on June 20, 2014 in Milan.  AFP PHOTO / TIZIANA FABI

Keine Zeit für Tennis am Sonntag – hoffentlich. Bild: AFP

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«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.

Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …

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