Rychenberg nach Penaltykrimi erstmals Meister – Wizards schaffen Coup gegen Jets
Zug United – Rychenberg Winterthur 4:5nP
Die Unihockeyaner von Rychenberg Winterthur sind zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins Schweizer Meister. Die in dieser Saison von der Trainer-Ikone Philippe Soutter gecoachten Zürcher setzen sich im Superfinal in Freiburg gegen Zug United im Penaltyschiessen 2:1 durch. In der regulären Spielzeit rettete sich Titelverteidiger Zug mit vier Toren zum 4:4 noch in die Verlängerung.
Nach einer hart umkämpften Verlängerung, in der sich die Teams nichts schenkten und Topchancen auf beiden Seiten ungenutzt blieben, musste das Penaltyschiessen über den neuen Schweizer Meister entscheiden. In diesem setzte sich Rychenberg Winterthur schliesslich durch - auch, weil Goalie Eric Kunz die Nerven nicht versagten und er vier der fünf Zuger Penaltys parierte.
Auf dem Papier schien die Partie im Vorfeld eigentlich wie David gegen Goliath. Der HCR hatte die Qualifikation als Siebter beendet und war noch nie Meister. Zug war als Zweiter der Qualifikation und Titelverteidiger klarer Favorit.
Doch bis kurz vor Ende des zweiten Drittels war von einer Zuger Überlegenheit nichts zu sehen. 4:0 führte Rychenberg nach einem Tor im ersten und drei im zweiten Drittel. Auch dank des starken Kunz, der seinen Kasten fast 40 Minuten lang reinhielt, fand Zug erst in der Schlussphase des zweiten Drittels richtig ins Spiel. Noch vor dem zweiten Pausenpfiff verkürzten Zugs finnische Hochkaräter Miko Kailiala und Justus Kainulainen in der Folge auf 2:4 - plötzlich war die Spannung im Superfinal zurück.
Endgültig alles wieder offen war dann 15 Minuten vor Schluss, als Zug die Partie dank zwei Treffern innert zwei Minuten ausgeglichen hatte. Bei diesem Stand blieb es dann auch, bis Kunz im Penaltyschiessen den letzten Versuch von Robin Nilsberth parierte und Rychenberg Winterthur erlöste.
Wizards Bern-Burgdorf – Kloten-Dietlikon Jets 4:2
Die Frauen von Bern-Burgdorf sind zum ersten Mal Schweizer Meister im Unihockey. Sie gewinnen gegen die Kloten-Dietlikon Jets im Superfinal in Freiburg mit 4:2.
Entscheidend für den Sieg von Bern-Burgdorf war Dana Misteli, die Topskorerin des Teams. Im ersten Drittel traf sie zum Ausgleich und – viel wichtiger – rund drei Minuten vor Schluss zum Sieg. Die mit knapp 8000 Menschen gefüllte BCF-Arena kochte über, während Misteli mit ihren Mitspielerinnen jubelte. Kloten-Dietlikon musste sich derweil erstmals seit 2019 im Superfinal geschlagen geben, nachdem sie seither jedes Jahr triumphiert hatten.
Für die Bernerinnen ist der Meistertitel die Krönung einer bereits starken Saison. Zwar waren die Favoritenrollen vor dem Finalspiel der Frauen nicht klar verteilt gewesen. Mit Kloten-Dietlikon war auch für Bern-Burgdorf als Qualifikationssiegerinnen klar, dass ein starker Gegner warten würde.
Doch davon liessen sich die erstmaligen Finalistinnen nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem Treffer von Tanja Kyburz ins leere Tor von Kloten-Dietlikon war spätestens 21 Sekunden vor dem Schlusspfiff klar, dass sich ein neues Team in die Liste der Meisterinnen eintragen würde. (abu/sda)
