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Unvergessen

Hochspringer Iwan Uchow tritt in Lausanne betrunken zum Wettkampf an

Russian Ivan Ukhov lies on his back after aborting a jump during the men's high jump competition at the Athletissima athletics meeting in the Stade Olympique in Lausanne, Switzerland, Tuesday, Se ...
Zehn Sekunden lang liegt Uchow nach seinem Nichtsprung einfach auf der Matte.Bild: KEYSTONE
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Hochspringer Uchow leert einen Bidon mit Wodka-Red-Bull und torkelt dann auf die Matte

2. September 2008: Am Morgen vor dem Meeting in Lausanne macht die Freundin von Iwan Uchow mit ihm Schluss. Der Russe verarbeitet den Schmerz auf seine Weise und sorgt damit für einen denkwürdigen Leichtathletik-Moment.
02.09.2026, 00:01

Die «Athletissima» in Lausanne 2008 ist nicht der Wettkampf des Lebens von Iwan Uchow. Der folgt vier Jahre später, als der Hochspringer aus Russland Olympiasieger wird. Dennoch ist es Uchows Auftritt am Genfersee, der ihn für den Rest seiner Karriere zu einer Figur macht und nicht die Goldmedaille.

Der Fehlversuch, der Iwan Uchow auch ausserhalb der Hochsprung-Szene schlagartig bekannt macht.Video: YouTube/SPSTRITEAM

Wodka-Red-Bull im Bidon

Am Dienstagmorgen erhält Uchow in Lausanne einen Anruf seiner Freundin. Sie erklärt dem damals 22-Jährigen, dass sie sich von ihm trenne. An eine seriöse Wettkampfvorbereitung ist nach dieser Nachricht nicht zu denken.

Vielmehr ertränkt Uchow seinen Liebeskummer. Der «Blick» schreibt von Gerüchten, dass der Russe selbst während des Meetings kein Isostar aus seinem Bidon trank, sondern dass er ihn mit Wodka-Red-Bull gefüllt habe. Später wurde er sauer, wenn er auf den Vorfall angesprochen wurde.

Russian Ivan Ukhov aborts a jump during the men's high jump competition at the Athletissima athletics meeting in the Stade Olympique in Lausanne, Switzerland, Tuesday, September 2, 2008. (KEYSTON ...
Uchow verliert den Halt unter den Füssen und stürzt sich auf die kuschelige Matte.Bild: KEYSTONE

Irgendetwas ist immer bei Uchow

Bei 2,23 m liegt die Latte beim legendären Fehlversuch in Lausanne. Vier Jahre später segelt Iwan Uchow glücklicher in die Matte. Er überquert in London 2,38 m und wird Olympiasieger.

Ganz ohne Zwischenfall geht auch dieser Wettkampf nicht über die Bühne. Zwar tritt der Athlet aus Tscheljabinsk nüchtern an, doch vor seinem Versuch über 2,33 m vermisst er plötzlich sein Sprungtrikot. Er meistert die Höhe in einem flatternden Trainingsleibchen und leiht sich für den Rest des Tages ein Trikot seines Landsmanns Andrej Silnow.

Es dauert beinahe sieben Jahre, dann wird in einem Labor festgestellt, dass Uchow nicht bloss dank Isostar und Wodka-Red-Bull so hoch springen kann. Am 1. Februar 2019 wird er des Dopingmissbrauchs überführt, der Olympiasieg wird ihm rückwirkend aberkannt.

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Männer – 100 Meter: Usain Bolt (JAM), 9,58 Sekunden, 2009 in Berlin.

quelle: ap / gero breloer
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