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Das Bild, das um die Welt geht.
Das Bild, das um die Welt geht.Bild: Twitter/bueuF1
UCI-Präsident Brian Cookson

«Der Fall dieser Dresses liegt auf unserem Tisch. Sie sind absolut inakzeptabel»

Die kontroverse Bekleidung einer kolumbianischen Frauen-Equipe hat für diese ein Nachspiel. Der Rad-Weltverband prüft die Konsequenzen der Dress-Wahl. Derweil beschwichtigt die Equipe, keinerlei Hintergedanken gehabt zu haben.
15.09.2014, 08:4715.09.2014, 09:57

Mal ehrlich. Wenn Sie das Bild dieser Velorennfahrerinnen anschauen: Was sehen Sie da?

Bild: Twitter/bueuF1

Sie sind bei Weitem nicht alleine, wenn Sie den Eindruck haben, um die Hüfte herum seien diese Damen nackt. Die Bilder der kolumbianischen Equipe mit dem sich leicht zu merkenden Namen «IDRD-Bogota-Humana – Mateo – Solgar» gehen zur Zeit um die Welt.

Auch UCI-Präsident Brian Cookson hat die Bilder der Dresses gesehen und er ist darüber sehr verärgert. «Der Fall liegt auf unserem Tisch», teilt der Brite mit, «er ist absolut inakzeptabel.»

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«Wir tragen das Dress schon die ganze Saison mit Stolz»

«Alles nur ein Missverständnis!», wehren sich die Kolumbianer. Das Design stamme von einer der sechs Fahrerinnen, Angie Rojas, heisst es in einer Medienmitteilung. «Das Dress wurde ohne jeden Hintergedanken fabriziert», wird darin der Funktionär Carlos Orlando Ferreira Pinzón zitiert. Keinesfalls sei es darum gegangen, mit weiblichen Reizen Aufmerksamkeit für die Sponsoren zu generieren.

«Für das Design wurden die verschiedenen Farben unserer drei Sponsoren verwendet», erklärte Fahrerin Rojas am Sonntag im Radio. «Wir tragen das Dress schon die ganze Saison mit Stolz und wurden noch nie darauf angesprochen. 

Sitzen die Frauen auf dem Velo, sehen die Dresses gleich deutlich weniger geschmacklos aus.
Sitzen die Frauen auf dem Velo, sehen die Dresses gleich deutlich weniger geschmacklos aus.Bild: Twitter/bueuF1
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Bloss schlechte Lichtverhältnisse?

In Tat und Wahrheit sehe das Dress auch nicht so hautfarben aus, wie auf den Aufnahmen, die im Internet kursieren, heisst es aus Südamerika. Das scheine nur so, sagte Jorge Tenjo, der sportliche Leiter der Equipe, eigentlich sei die Farbe zwischen Bauch und Oberschenkel ockerbraun.

Egal, ob Absicht oder suboptimale Ausleuchtung bei der Teampräsentation: die Dresses der Kolumbianerinnen werfen in jedem Fall ein schlechtes Licht auf den Frauen-Radsport. Dabei sind die Männer ja kein bisschen besser, wie diese missratenen Design-Auswüchse zeigen:

Das Team Footon-Servetto-Fuji im Jahr 2010 – noch mehr «nackte Haut» als die kolumbianischen Frauen.
Das Team Footon-Servetto-Fuji im Jahr 2010 – noch mehr «nackte Haut» als die kolumbianischen Frauen.
Die polnische Auswahl zeigt, was sie hat.
Die polnische Auswahl zeigt, was sie hat.
Der italienische Supersprinter Mario Cipollini trat mal als Tiger, mal als Zebra in die Pedalen.
Der italienische Supersprinter Mario Cipollini trat mal als Tiger, mal als Zebra in die Pedalen.Bilder: Keystone
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