Sport
Velo

«Wer schnappt in Harelbeke zu?» Diese Werbung erfüllt ihren Zweck – und sorgt deshalb für Wirbel

Das Bild des Anstosses: Ein Velofahrer grabscht nach der Ehrendame.
Das Bild des Anstosses: Ein Velofahrer grabscht nach der Ehrendame.Bild: E3 Harelbeke
Sexistisches Velo-Plakat

«Wer schnappt in Harelbeke zu?» Diese Werbung erfüllt ihren Zweck – und sorgt deshalb für Wirbel

In einem Monat findet der belgische Halbklassiker E3 Harelbeke statt. Um das Rennen zu bewerben, veröffentlichten die Organisatoren ein umstrittenes Werbesujet: Es zeigt einen Velorennfahrer, der gleich der Ehrendame in den Po kneift.
23.02.2015, 17:0523.02.2015, 17:36
Ralf Meile
Folge mir
Mehr «Sport»

Werbung muss auffallen. Das weiss jeder und deshalb kann man gratulieren: Gut gemacht, Belgier. Wir wissen jetzt, dass am 27. März das Velorennen E3 Harelbeke stattfindet. Der Halbklassiker mit dem ungewöhnlichen Namen ist hierzulande bekannt, weil ihn Fabian Cancellara dreimal gewinnen konnte (2010, 2011 und 2013).

Ein anderer Sieg des Schweizers in Flandern war es, der die Organisatoren zum umstrittenen Werbesujet für die aktuelle Ausgabe inspirierte. Denn während Cancellara 2013 nach der Flandern-Rundfahrt von der blonden Schönheit Maja Leye den Siegerkuss auf die Wange gedrückt erhielt, griff der Zweitplatzierte Peter Sagan ebendieser Blondine mit einem schelmischen Grinsen ans Füdli.

Die Inspiration: Peter Sagan bei der Flandern-Rundfahrt 2013.
Die Inspiration: Peter Sagan bei der Flandern-Rundfahrt 2013.Bild: AP

«Mach' mir ein Sandwich und bring' mir ein Bier!»

Dass das Werbesujet kritisiert wird, dürfte den Renn-Organisatoren bewusst sein – und egal. Die Reaktionen auf das am Montagmorgen präsentierte Frauenfüdli liessen nicht lange auf sich warten und sie fallen zu einem Grossteil negativ aus. Eine kleine Auswahl:

«Wiederholungstäter»

Peter Sagan entschuldigte sich nach seinem Griff ans Füdli der Ehrendame. «Ich hätte das nicht tun sollen, es tut mir leid», sagte der Slowake am Tag danach.

Ob sich die Renn-Organisatoren nun ebenfalls «mit Bedauern» oder anderen Floskeln auf die Kritik reagieren werden, scheint fraglich. Denn der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sie sich in Flandern offensichtlich an eine alte Weisheit halten: Sex sells.

Die alten Sujets

Das Werbeplakat für die letztjährige Ausgabe.
Das Werbeplakat für die letztjährige Ausgabe.Bild: E3 Harelbeke
Schon 2009, 2011 und 2014 setzten die Macher beim Plakat auf Sex.
Schon 2009, 2011 und 2014 setzten die Macher beim Plakat auf Sex.Bild: E3 Harelbeke
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Yakin vor dem Deutschland-Spiel schelmisch: «Freue mich auf den taktischen Vergleich»
Morgen Sonntag bestreitet die Schweiz ihr letztes Gruppenspiel gegen EM-Gastgeber Deutschland. Gelbe Karten, der Rasen in Frankfurt und der mögliche Gruppensieg sind die Themen vor dem Spiel.

Mit vier Punkten hat das Schweizer Nationalteam vor dem dritten Gruppenspiel eine gute Ausgangslage. Mit einem Sieg gegen Deutschland wäre der Gruppensieg perfekt. Im Achtelfinal (Samstag, 21.00 Uhr, in Dortmund) würden sie dann auf den Zweiten der Gruppe C treffen (England, Serbien, Dänemark oder Slowenien). Bei einem Unentschieden wäre die Schweiz Gruppenzweiter. Sie würde im Achtelfinal (Samstag, 18.00 Uhr, in Berlin) auf den Zweiten der Gruppe B treffen (Italien, Kroatien oder Albanien).

Zur Story