Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

2. Abfahrt der Männer, Bormio

Switzerland's Urs Kryenbuehl celebrates at the finish area of an alpine ski, men's World Cup downhill, in Bormio, Italy, Saturday, Dec. 28, 2019. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Wahnsinnsritt auf der Pista Stelvio: Urs Kryenbühl kann im Ziel noch nicht fassen, was er gerade erreicht hat. Bild: AP

«Ich sollte ja noch jubeln» – Urs Kryenbühl sorgt in Bormio für eine Sensation



Urs Kryenbühl glückt in der zweiten Weltcup-Abfahrt von Bormio eine Sensation. Der 25-jährige Zentralschweizer wird Zweiter hinter Dominik Paris.

Kryenbühls Husarenritt inklusive Eskalation der Kommentatoren. Video: SRF

Beat Feuz als Dritter und Niels Hintermann als Sechster komplettierten das exzellente Schweizer Ergebnis.

«Im Ziel habe ich meine Familie gesucht, dann ist mir eingefallen, dass ich ja noch jubeln sollte.»

Urs Kryenbühl srf

Das Interview mit Kryenbühl nach dem Rennen. Video: SRF

Bloss acht Hundertstel fehlten dem mit Startnummer 25 vorgepreschten Kryenbühl zum Sieg. Bei der letzten Zwischenzeit lag er noch zwölf Hundertstel vor Paris. Grund sich zu ärgern hatte der B-Kader-Athlet von Swiss-Ski gleichwohl keinen. Nach einem starken Training am Donnerstag (9. Platz) und dem 13. Platz in der verkürzten Abfahrt vom Freitag pulverisierte er sein bisheriges Bestergebnis vom Vortag um Längen. Nie hatte es Kryenbühl zuvor seit seinem Debüt vor exakt fünf Jahren in Santa Caterina in einem Weltcuprennen in die Top 10 geschafft.

Italy's Dominik Paris, center, sits with Switzerland's Urs Kryenbuehl, left, and Switzerland's Beat Feuz at the finish area of an alpine ski, men's World Cup downhill, in Bormio, Italy, Saturday, Dec. 28, 2019. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Das Podest der zweiten Abfahrt von Bormio: Kryenbühl, Paris, Feuz (v.l.) Bild: AP

Mit seinem Coup wendete Kryenbühl in Bormio den Status quo ab. Mit Paris, Feuz, Aleksander Kilde und Matthias Mayer lagen bis zu seiner Fahrt die gleichen vier Fahrer vorne wie tags zuvor, mit dem einzigen Unterschied, dass Kilde und Mayer die Plätze tauschten. Kryenbühl sprengte diese Konstellation, verhinderte aber nicht den bereits sechsten Triumph von Paris auf der Stelvio von Bormio und dessen vierten in Folge in seinem Territorium.

Ein schönes und ungewohntes Gefühl sei es, in der Leaderbox der ersten drei zu sitzen, sagte Kryenbühl im SRF-Interview im Zielraum. Ganz realisiert hatte er seinen Erfolg auf Anhieb nicht: «Als ich die 2 auf der Tafel sah, suchte ich zuerst Blickkontakt zu meiner Familie. Dann dachte ich: Jetzt muss ich wohl jubeln.» Er habe gewusst, dass er schnell unterwegs sei. «Aber so schnell? Nein.»

«Wir pushen uns gegenseitig ans Limit.»

Dominik Paris über die Duelle mit Beat Feuz srf

Indem sich Kryenbühl zwischen Paris und Feuz schob, sorgte der Überraschungsmann aus Unteriberg zugleich für einen Leaderwechsel in der Disziplinenwertung. Paris liegt nun knapp vor Feuz, der wie in der Vorsaison bislang der Konstantere der beiden war, aber weniger oft gewann (1:2). In den Abfahrten dieser Saison resultierten für den Schweizer die Ränge 3, 1, 2 und 3. Paris seinerseits übernahm mit seinem 14. Abfahrtssieg zugleich die Führung im Gesamtweltcup.

Zum Jahresabschluss steht am Sonntag in Bormio eine Kombination auf dem Programm. (bal/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Eindrückliche Rekordmarken aus dem Ski-Weltcup

Unsere Ski-Stars sind in die Fragenlawine geraten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bravo 28.12.2019 17:00
    Highlight Highlight Super gemacht!! Da vergeht sogar den Ewigmotzern das Motzen über den Iceman.. In Wengen jubeln sie ihm dann wieder zu ;-)
  • Ziasper 28.12.2019 15:53
    Highlight Highlight Urs du geila siech!
  • Lümmel 28.12.2019 15:12
    Highlight Highlight Grossartig! Genau solche Exploits machen diesen Sport aus!
  • DINIMAMIISCHNDUDE 28.12.2019 13:03
    Highlight Highlight Was für eine Fahrt von Kryenbühl! Danke für diesen tollen Nachmittag.

Hundschopf, Kernen- und Ziel-S

Zweieinhalb Minuten Spektakel pur – die Schlüsselstellen der Lauberhorn-Abfahrt in 9 Gifs

Die Lauberhorn-Abfahrt ist eine einzige Aneinanderreihung markanter Passagen. Nur wer bei allen Schlüsselstellen fehlerlos durchkommt, hat auf der längsten Abfahrt der Welt eine Siegeschance.

Wer die Lauberhorn-Abfahrt gewinnen will, der benötigt viel Mut, Risikobereitschaft, eine perfekte Technik und eine gute Kondition. Auf der 4,48 Kilometer langen Strecke müssen die Fahrer so manch heikle Passage bewältigen.

Hundschopf, Minschkante, Kernen- und Ziel-S sind die bekanntesten. Nur wer die Schlüsselstellen perfekt erwischt, kann die längste Abfahrt der Welt gewinnen. Anhand von Beat Feuz' Siegfahrt von 2012 zeigen wir Ihnen, wo was zu tun ist.

Der Beginn der längsten Abfahrt der …

Artikel lesen
Link zum Artikel