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Feb 5, 2015; Beaver Creek, CO, USA; Kjetil Jansrud of Norway grabs his shoulder after his run during the men's Super G in the FIS alpine skiing world championships at Birds of Prey Racecourse. Mandatory Credit: Jeff Swinger-USA TODAY Sports

Das Bild des Schreckens: Kurz nach der Zieleinfahrt greift sich Jansrud an die schmerzende Schulter. Bild: X02835

Vor der WM-Abfahrt

Kjetil Jansrud, ein Kämpfer sondergleichen. Doch beisst er sich nur für den Erfolg durch?



Was wahres Kämpfertum bedeutet, haben uns die Oldies Aksel Svindal und Bode Miller mit ihren Super-G-Starts eindrücklich bewiesen: Beide lagen nur Wochen zuvor noch auf dem Schragen.

Im gleichen Rennen startet auch der damals noch putzmuntere Kjetil Jansrud – als Topfavorit notabene. Doch nach wenigen Sekunden die Ernüchterung: Der Norweger bleibt an einem Tor hängen, verliert viel Zeit und muss sich schlussendlich mit einem Platz knapp neben dem Podest begnügen.

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Jansruds kurzes Intermezzo mit der Torfahne. gif: srf/watson

Allzu schlimm sieht das Rencontre mit dem blauen Pistenführer auf den ersten Blick nicht aus. Doch im Zielraum die Überraschung: Jansrud wirft erst einen kurzen Blick auf die Anzeigetafel, dann greift er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schulter.

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Der Druck ist weg: Jansrud kann sich seinen Schmerzen hingeben. gif: srf/watson

Nur ein kurzer Stich, auf die abrupte Entspannung nach der Zieleinfahrt zurückzuführen? Von wegen! Wenig später werden uns Bilder gezeigt, wie Jansrud den Zielraum verlässt, scheinbar von Schmerzen gebeutelt.

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Das sieht gar nicht gut aus: Jansrud schleppt sich aus dem Zielgelände. gif: srf/watson

Svindal gibt Entwarnung

Die ersten Berichte aus dem norwegischen Team offenbaren, dass seine Schulter nicht ernsthaft verletzt sei. Teamkollege Svindal lässt sich folgendermassen zitieren: «Seine linke Schulter ist etwas angeschlagen, aber es ist nicht allzu schlimm. Das gehört einfach dazu.» Und: «Er wird am Samstag starten.»

«Kjetil will um jeden Preis Revanche nehmen in der Abfahrt.»

Aksel Svindal über seinen Teamkollegen

Tatsächlich absolviert Jansrud tags darauf bereits das Abfahrtstraining, scheinbar beschwerdelos – nicht anders ist sein starker zweiter Platz zu erklären.

Ist der Abfahrtsweltcup-Leader also wieder topfit? Oder beisst er einfach auf die Zähne – immerhin steht ein solcher Grossanlass nicht alle Tage auf dem Programm. Bislang weist Jansruds Palmarès zwar drei olympische, aber noch keine WM-Medaille auf.

Kjetil Jansrud of Norway reacts after the men's Alpine Skiing World Cup downhill race in Kitzbuehel January 24, 2015.             REUTERS/Leonhard Foeger (AUSTRIA  - Tags: SPORT SKIING TPX IMAGES OF THE DAY)

Ein jubelnder Jansrud ist kein seltenes Bild in diesem Winter. Auch heute Abend? Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Aufhorchen lässt auch eine weitere Aussage von Svindal nach dem Super-G: «Auf der Plus-Seite steht, dass Kjetil um jeden Preis Revanche nehmen will in der Abfahrt. Ich mache mir also keine Sorgen.»

Sollte der Norweger sich aber vielleicht. Denn wenn Jansrud seinen starken Weltcup-Winter wegen einer einzigen WM-Abfahrt in den Abfalleimer wirft, wäre das ein Jammer.

Sollte er sich jedoch heute Abend zum WM-Titel durchbeissen und keine anhaltende Verletzung davontragen, bliebe nur noch zu sagen: «Chapeau!».

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